Alte Samenklenge

Museum für Wald- und Forstgeschichte in Elmstein From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Alte Samenklenge – Beiname Haus der Forst- und Waldgeschichte – ist ein 2008 eröffnetes Museum für Wald- und Forstgeschichte in Elmstein und bundesweit eines von dreien dieser Art neben dem Waldarbeit-Museum Becklinger Holz in Becklingen und demjenigen in Latrop. Es ist im Gebäude der bis in die 2000er-Jahre existierenden staatlichen Samenklenge untergebracht, woher sein Name herrührt.

Schnelle Fakten Daten ...
Alte Samenklenge

Eingangsbereich im Hauptgebäude des Museums
Daten
Ort Elmstein Welt-Icon
Art
Museum für Wald- und Forstgeschichte
Eröffnung 14. Juni 2008
Website
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Lage

Das Museum mit der Hausnummer 52 steht in der örtlichen Hauptstraße, der Landesstraße 499. Unmittelbar östlich zweigt die Bahnhofstraße (Kreisstraße 19) ab; in diesem Bereich befindet sich der frühere Dorfbrunnen und westlich die protestantische Pfarrkirche. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht das ehemalige Gasthaus „Zum Schloßberg“.

Bauwerk

Das Gebäude besteht aus zwei Teilen: Im Westen steht das Haupthaus. Unmittelbar östlich angebaut ist ein Holzschuppen, der der Lagerung diente.

Geschichte

Staatliche Samenklenge

Die Samenklenge wurde im Jahr 1913 auf Initiative von Johann Stamminger, dem damaligen Leiter des Forstamtes Elmstein-Süd, als Forstsamendarre eingerichtet. Sie bezog die vormaligen Stallungen des churfürstlichen Gasthofes, dem späteren Gasthaus „Zum Schloßberg“.[1]

Die Klenge war organisatorisch besagter Forstbehörde angegliedert. Dem Leiter des Forstamtes Elmstein-Süd oblag somit zugleich die Leitung der Samenklenge.[2] Die von letzterer aufbereiteten Baumsamen wurden im Keller des Forstamts gelagert.[3]

1952 wurde unmittelbar östlich an das bestehende Gebäude ein Lagerschuppen aus Fachwerk angebaut.[1]

2002 zog die Klenge in die örtliche Hauptstraße 4, während das bisher genutzte Haus 2006 von der Gemeinde Elmstein gekauft wurde. Nach Auflösung der Elmsteiner Forstbehörden Ende 2003 unterstand sie der in Trippstadt ansässigen Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft. Die räumliche Distanz beider Orte erforderte fortan einen umständlichen Transport von Saatgut. Um dem entgegenzuwirken, zog sie im September 2010 in das frühere Forstdienstgehöft Antonihof, das näher an der Forschungsanstalt liegt.[2]

Museum

Infotafel vor dem Gebäude

In der Wappenschmiede Elmstein existierte bereits seit 1990 das Waldarbeitsmuseum. In seinem Obergeschoss fungierte es bislang als Waldarbeitermuseum, während das Untergeschoss Einblicke in die frühere Arbeit einer Schmiede gewährte. Die Einrichtung im Obergeschoss wurde 2008 in die frühere Samenklenge transferiert, da die Ansicht überwog, das zu vermittelnde Wissen im neu installierten Museum dem Besucher besser zugänglich machen zu können.[4]

Am 14. Juni 2008 wurde das vormals als Samenklenge genutzte Gebäude als Museum eröffnet. Bei der Überführung in die neue Funktion wurde die Inneneinrichtung größtenteils in ihrem vorigen Zustand belassen.

Seither beleuchtet es die Geschichte der Forstwirtschaft in Form von Nutzung der Wälder, Samengewinnung und Aufforstung. 2016 wurde ins Museum ein Schmuckstein überführt, der die örtliche Erzgewinnung bezeugt.[5]

Öffnungszeiten

Das Museum ist von Mai bis Mitte Oktober an denjenigen Sonntagen geöffnet, an denen das Kuckucksbähnel verkehrt.[6] Auf Nachfrage werden ebenso Führungen angeboten.

Ausstellung

Im Museum werden die Gerätschaften, die zur Gewinnung der Samen dienten, ausgestellt. Darüber werden weitere Themenfelder im Zusammenhang mit Wald präsentiert wie die Jagd oder der Beruf des Försters.[7]

Commons: Alte Samenklenge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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