Altonaer Ofen

traditioneller Räucherofen From Wikipedia, the free encyclopedia

Altonaer Öfen sind gemauerte Räucheröfen, die um die Wende zum 20. Jahrhundert erfunden wurden und in denen noch in traditioneller Weise über offenem Holzfeuer geräuchert wird. Sie wachsen in der Regel pyramidenförmig in die Höhe, enden in einem Schornstein und haben gegenüberliegende Eisentüren mit Lüftungsschlitzen. Zum Garen wird in der Regel Buchenholz verwandt. Für die goldgelbe Färbung und einen besonders delikaten Geschmack folgt in einem weiteren Schritt das Räuchern über Erlenholz. Mehrfach am Tag müssen die Flammen von den Räucherern geschürt werden. Diese traditionelle Räucherweise ist langwierig und arbeitsaufwändig.

Ein klassischer Altonaer Ofen aus den 60er Jahren. Links im Bild Buchenholz, rechts Erlenspäne.
Mobiler Altonaer Ofen

Demgegenüber werden in modernen Gasräucheröfen Fische mit Gasflammen gegart, während aus einem Raucherzeuger zusätzlich Rauch in die Räucherkammer geblasen wird. Neue Altonaer Öfen werden praktisch nicht mehr zugelassen, da sie entweder die verschärften Umweltauflagen nicht mehr erfüllen oder das Interesse der Nachbarschaft an geringerer Geruchs- und Rauchbelästigung höher bewertet wird.[1][2]

Siehe auch

Unter der Bezeichnung Altonaer Füllofen beschreibt der Gießener Otto Buchner 1868 einen Heizofen.[3]

Wiktionary: Altonaer Ofen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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