Aluminiumorthophosphat

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Aluminiumorthophosphat, auch kurz Aluminiumphosphat genannt, ist ein rhombische Kristalle bildendes Aluminiumsalz. In dieser Verbindung liegt Aluminium als dreifach positiv geladenes Kation (Al3+) vor, das mit dem Phosphat-Anion (PO43−) in elektrostatischer Wechselwirkung steht.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Aluminiumion Phosphation
Allgemeines
Name Aluminiumorthophosphat
Andere Namen

Berlinit

Summenformel AlPO4
Kurzbeschreibung

weißer, geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 232-056-9
ECHA-InfoCard 100.029.142
PubChem 16693906
ChemSpider 58204
DrugBank DB14517
Wikidata Q419503
Arzneistoffangaben
ATC-Code

A02AB03

Wirkstoffklasse

Antacidum

Eigenschaften
Molare Masse 121,95 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,57 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

> 1500 °C[1]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261302+352305+351+338321405501[2]
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−1733,8 kJ/mol[3]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

In der Natur kommt Aluminiumorthophosphat in der wasserfreien Form als farbloses bis hellrosafarbenes Mineral Berlinit und in der wasserhaltigen Form als Variscit vor.

Synthese

Aluminiumorthophosphat

Das Orthophosphat lässt sich aus Natriumphosphat und einer Aluminiumsalzlösung gewinnen, z. B.:

Verwendung

Aluminiumorthophosphat wird als Flussmittel bei der Herstellung von Gläsern, Keramiken und Glasuren verwendet. Im Gemisch mit Calciumsulfat und Natriumsilikaten ist es unter dem Begriff Zement bekannt.

Gele, die Aluminiumorthophosphat enthalten, finden in der Medizin Anwendung als Antazidum.

Außerdem wird es als Adjuvans in manchen Impfstoffen eingesetzt, beispielsweise im Pneumokokkenimpfstoff Synflorix[4] bzw. Prevenar 13[5] oder als Kombination bei AS04 in Hepatitis B- und HPV-Impfstoffen.[6][7] Es liegt in einer chemisch amorphen Form vor, bei der manche OH-Gruppen mit Phosphatgruppen ersetzt sind.[8] Dies führt zu einer großen Oberfläche und Absorptionskapazität. Der isoelektrische Punkt des kommerziell erhältlichen Adjuvans' liegt im Bereich von 4,5 bis 5,5.

Handelsnamen

Aluminiumphosphat ist in Deutschland unter dem Namen Phosphalugel im Handel erhältlich.

Einzelnachweise

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