Amanda Johnson

US-amerikanische Basketballerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Amanda „AJ“ Johnson (* 21. April 1990 in Santa Rosa) ist eine US-amerikanische Basketballerin, die zuletzt für die Northside Wizards in der NBL1 North aktiv war. Johnson begann ihre Basketballkarriere an der University of Oregon, wo sie für die Oregon Ducks spielte, bevor sie 2012 im WNBA-Draft von den Phoenix Mercury ausgewählt wurde.

Schnelle Fakten Informationen über die Spielerin, Vereinsinformationen ...
Basketballspieler
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Amanda Johnson
Informationen über die Spielerin
Voller Name Amanda Johnson
Geburtstag 21. April 1990
Geburtsort Santa Rosa, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Größe 188 cm
Position Forward
Highschool Maria Carrillo
College University of Oregon
WNBA Draft Phoenix Mercury
Vereinsinformationen
Verein Northside Wizards
Liga NBL1 North
Vereine als Aktive
2012–2013 WBC Dunav Ruse
2013–2014 Fizzy Riva Basket
2018–2019 Ipswich Force
2018–2019 Sydney Uni Flames
2021 South West Metro Pirates
2023–2024 Northside Wizards
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Nach ihrem Einstieg in die professionelle Basketballkarriere spielte Johnson zunächst in Bulgarien und der Schweiz, bevor sie sich für vier Jahre aus dem Basketball zurückzog. Während ihrer Karriere hat sie zahlreiche Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene erzielt und sich als eine der herausragendsten Spielerinnen der NBL1 North etabliert. 2018 wurde Johnson in der Queensland Basketball League (QBL) zur wertvollsten Spielerin (MVP) ernannt. Im Anschluss gab sie ihr Debüt in der WNBL bei den Sydney Uni Flames. 2023 führte sie die Northside Wizards zur Meisterschaft in der NBL1 North und trug maßgeblich zum Erfolg des Teams bei. Ein Jahr später, 2024, wurde Johnson erneut für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet und zur MVP der NBL1 North gewählt.

Johnson wird für ihre Vielseitigkeit und beeindruckenden Statistiken in Angriff und Verteidigung geschätzt und hat sich sowohl in der Women’s National Basketball League (WNBL) als auch in verschiedenen internationalen Ligen einen Namen gemacht.

Leben

Frühe Jahre

Johnson wurde in der kalifornischen Stadt Santa Rosa geboren[1] und wuchs in einer basketballbegeisterten Familie auf, da ihre Eltern beide selbst Basketball spielten.[2] Sie begann im Alter von sechs Jahren mit dem Basketballspielen. Sie besuchte die Maria Carrillo High School, wo sie vier Jahre lang sowohl im Basketball- als auch im Fußballteam aktiv war. Während ihrer Highschool-Karriere erzielte sie über 2.000 Punkte für die Pumas. In ihrem Abschlussjahr führte Johnson ihre Highschool zu einer beeindruckenden Bilanz von 28 Siegen, nur zwei Niederlagen und sicherte sich die Meisterschaft der North Bay League mit einer perfekten 14:0-Bilanz. Dabei erzielte Johnson durchschnittlich 24 Punkte und 10,5 Rebounds pro Spiel.[3]

College-Karriere

Im Jahr 2008 und 2009 gab Johnson ihr Debüt bei den Oregon Ducks und erzielte als Neuling im Durchschnitt 7,9 Punkte sowie 5,4 Rebounds pro Spiel. Für ihre herausragende Leistung wurde sie ins Pac-10 All-Freshman-Team aufgenommen und war die erste Spielerin seit Bev Smith (1978/79), die in ihrem ersten Collegejahr sowohl das Team in Rebounds (163) als auch in Steals (42) anführte. Ihre Saisonbestleistung erzielte Johnson am 14. Februar 2009 mit 18 Punkten im 77:69-Sieg gegen Washington. In ihrer zweiten Saison 2009 und 2010 wurde Johnson erneut für ihre außergewöhnliche Leistung im Pac-10 ausgezeichnet. Sie erzielte durchschnittlich 12,7 Punkte und 8,5 Rebounds pro Spiel. Ihre Karrierebestleistung erzielte Johnson am 2. Dezember 2009 gegen Portland, als sie 32 Punkte und elf Rebounds verzeichnete, dabei 13 von 18 Würfen aus dem Feld traf und vier von fünf Dreipunktewürfen verwandelte.[3]

In ihrer Junior-Saison 2010 und 2011 erzielte Johnson durchschnittlich 15,9 Punkte, 8,3 Rebounds und belegte in beiden Kategorien den dritten Platz in der Pac-10. Johnson wurde zur neunten Spielerin in der Geschichte des Programms, die in ihrer Junior-Saison die 1.000-Punkte-Marke überschritt. In einem Spiel gegen CSU Bakersfield am 27. November 2010 erzielte sie mit 29 Punkten, 14 Rebounds, vier Blocks und vier Steals ihre Saisonbestwerte. In ihrer letzten Saison 2011 und 2012 wurde Johnson erstmals in das Pac-12 All-Conference Team berufen, nachdem sie die Ducks mit einem Durchschnitt von 18 Punkten und 9,6 Rebounds pro Spiel anführte.[3]

Am 18. November 2011 erzielte Johnson 31 Punkte, 20 davon in der ersten Halbzeit, und 11 Rebounds, während sie eine Karrierebestleistung von fünf Dreipunktwürfen verzeichnete. Zwei Tage später erzielte sie mit 30 Punkten und 19 Rebounds ihre besten Werte des Spiels und führte Oregon zu einem 75–71-Sieg gegen Portland State. Anschließend wurde Johnson zur Pac-12-Spielerin der Woche für die Woche vom 14. bis 20. November gekürt, nachdem sie durchschnittlich 30,5 Punkte und 15 Rebounds pro Spiel erzielte. In den ersten neun Spielen des Jahres erzielte Johnson im Schnitt 20,1 Punkte und 10,1 Rebounds pro Spiel, bevor sie sich am 11. Dezember bei einem Sturz gegen Denver den Daumen brach und die nächsten elf Spiele verpasste. Johnson beendete ihre College-Karriere mit 1.505 Punkten und 893 Rebounds. Sie war die einzige Spielerin in der Geschichte des Frauenbasketballs von Oregon, die in den historischen Top 5 in den Kategorien Punkte (5.), Rebounds (4.), Steals (195, 5.) und Dreipunktewürfe (168, 5.) rangiert.[3]

Abseits des Spielfeldes absolvierte Johnson ein Doppelstudium in Psychologie sowie Soziologie und verfolgte einen Master-Abschluss in Paar- und Familientherapie. Zudem wurde sie zur ersten Spielerin in der Geschichte der Oregon-Frauenmannschaft, die dreimal in das Capital One Academic All-America Team aufgenommen wurde (erste Mannschaft: 2012, 2011; zweite Mannschaft: 2010). 2012 wurde Johnson zum dritten Mal in Folge in das Pac-12 All-Academic First Team gewählt und wurde zudem zur Pac-12 Scholar-Athlete of the Year 2012 gekürt.[3]

Profikarriere

Johnson wurde im WNBA-Draft 2012 in der dritten Runde an 33. Stelle von den Phoenix Mercury ausgewählt und war damit die erste Spielerin der University of Oregon, die seit Cathrine Kraayeveld im Jahr 2005 auserwählt wurde. Johnsons Zeit bei den Mercury war jedoch nur von kurzer Dauer: Nach einer schweren Gehirnerschütterung wurde sie wenige Wochen später aus dem Kader entlassen.[3]

Ihr professionelles Debüt gab Johnson in der Saison 2012/13 beim bulgarischen Erstligisten WBC Dunav Ruse in Russe. Dort verhalf sie dem Team zum Gewinn der nationalen Meisterschaft sowie des Pokalwettbewerbs und wurde als wertvollste Spielerin des Pokalturniers (MVP) ausgezeichnet. In 31 Ligaspielen erzielte Johnson durchschnittlich 14,2 Punkte, 10,5 Rebounds, 2,5 Assists und 1,9 Steals. In vier EuroCup-Spielen legte sie durchschnittlich 19,8 Punkte, 7,3 Rebounds, 1,8 Assists, 1,0 Steals und 1,3 Blocks auf.

Für die Saison 2013 und 2014 wechselte Johnson in die Schweizer Nationalliga A zu Fizzy Riva Basket in Riva San Vitale. In 22 Einsätzen kam sie dort auf durchschnittlich 22,4 Punkte, 12,2 Rebounds, 2,6 Assists, 2,1 Steals und 1,2 Blocks pro Spiel. Nach dieser Saison zog sich Johnson zunächst vom Profibasketball zurück. Ihre mehrjährige Auszeit endete im November 2017.

Zur Saison 2018 schloss Johnson sich der Ipswich Force in der Queensland Basketball League (QBL) an. Mit durchschnittlich 25 Punkten und 14 Rebounds pro Spiel war sie ligaweit führend in beiden Kategorien und wurde als wertvollste Spielerin der Saison (QBL MVP) sowie ins QBL All-League Team gewählt. Am 6. Juli 2018 unterschrieb Johnson einen Vertrag bei den Sydney Uni Flames in der Women's National Basketball League (WNBL) für die Saison 2018 und 2019. In 21 Spielen erzielte sie dort durchschnittlich 3,7 Punkte und 4,1 Rebounds. Im Folgejahr kehrte Johnson zur Ipswich Force zurück und absolvierte die QBL-Saison 2019 mit erneut starken Leistungen: Sie erzielte in 19 Spielen im Schnitt 23,0 Punkte, 13,4 Rebounds, 3,5 Assists und 1,9 Steals pro Spiel. Zum zweiten Mal in Folge wurde sie ins QBL All-League Team berufen.

Im Januar 2021 unterschrieb Johnson einen Vertrag bei den South West Metro Pirates für die Saison der NBL1 North. In zwölf Spielen erzielte sie durchschnittlich 23,0 Punkte, 14,67 Rebounds, 2,92 Assists und 1,92 Steals pro Partie.[4]

Im Februar 2023 wechselte Johnson zu den Northside Wizards, mit denen sie in derselben Saison die Meisterschaft der NBL1 North gewann. Die Wizards setzten sich im Finale mit 2:0 gegen die Rockhampton Cyclones durch. In 23 Saisonspielen kam Johnson auf durchschnittlich 17,1 Punkte, 10,8 Rebounds, 2,5 Assists und 2,0 Steals pro Spiel. Im November 2023 verlängerte sie ihren Vertrag bei den Wizards für die Saison 2024. Mit starken Leistungen sicherte Johnson sich die Auszeichnung als wertvollste Spielerin (MVP) der NBL1 North sowie einen Platz im All-Star Five. In 19 Spielen legte sie durchschnittlich 20,47 Punkte, 12,0 Rebounds, 3,74 Assists und 1,95 Steals auf.[3]

Persönliches

Johnson ist die Tochter von Erik und Lisa Johnson und hat zwei jüngere Brüder, Brian und Curtis.[3]

Einzelnachweise

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