Amanda Röntgen-Maier

schwedische Violinistin und Komponistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Carolina Amanda Erika Röntgen-Maier, geb. Maier (* 20. Februar 1853 in Landskrona; † 15. Juni 1894 in Amsterdam) war eine schwedische Violinistin und Komponistin.

Amanda Röntgen-Maier

Leben

Amanda Maier studierte ab 1869 am Königlichen Konservatorium Stockholm, das sie 1872 als erste Frau mit dem Titel Musikdirektorin absolvierte.[1] Sie setzte ihr Studium in Leipzig bei Carl Reinecke und Engelbert Röntgen fort, dessen Sohn, den deutsch-niederländischen Komponisten Julius Röntgen (1855–1932), sie dort kennenlernte und 1880 heiratete. Im selben Jahr übersiedelte das Paar nach Amsterdam.[2] Enge Freundschaften verbanden sie mit vielen bedeutenden Komponisten ihrer Zeit, so mit Edvard Grieg und Johannes Brahms.[1]

Zu ihren großen Erfolgen als Komponistin zählte ihr Violinkonzert, das sie selbst als Solistin nach der Premiere 1875 in Halle auch u. a. 1876 in Leipzig mit dem Gewandhausorchester und in Stockholm mit der Kungliga Hofkapellet, dem Orchester der Königlichen Oper aufführte.[2] In den 1870er Jahren unternahm sie mehrere Tourneen in Schweden, Norwegen (1878), Finnland und Russland (1879).[3]

Werke (Auswahl)

  • Präludien für Klavier (1869)
  • Klaviertrio in Es-Dur (ca. 1873–74)
  • Violinkonzert in d-moll (1875)
  • Sonate h-Moll für Klavier und Violine (Verlag: Musikaliska Konstföreningen, Stockholm, 1878)
  • Sechs Stücke für Klavier und Violine (Verlag: Breitkopf & Härtel, Leipzig, 1879)
  • Julius und Amanda Röntgen: Zwiegespräche: kleine Klavierstücke (Verlag: Breitkopf & Härtel, Leipzig, 1882)
  • Klavierquartett (1891)

Literatur

Commons: Amanda Röntgen-Maier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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