Amaranth (Farbstoff)

organische Verbindung, Azofarbstoff, Lebensmittelfarbe From Wikipedia, the free encyclopedia

Amaranth ist ein roter, gut wasserlöslicher Azofarbstoff aus der Gruppe der Säurefarbstoffe, der als Lebensmittelfarbstoff Verwendung findet. Mit dem gleichnamigen Pseudogetreide Amarant hat der Farbstoff – bis auf die Blütenfarbe – nichts zu tun.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur von Amaranth
Allgemeines
Name Amaranth
Andere Namen
  • Trinatrium-3-hydroxy-4-[(4-sulfonato-1-naphthyl)diazenyl]-2,7-naphthalin­disulfonat (IUPAC)
  • E 123[1]
  • CI 16185 (INCI)[2]
  • C.I. Acid Red 27
  • C-Rot 46
  • Echtrot D
  • Fd&c Red Nr.2
  • Food Red 9
  • Naphtholrot S
Summenformel C20H11N2Na3O10S3
Kurzbeschreibung

rotbraunes Pulver[3]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 915-67-3 (Natriumsalz)
EG-Nummer 213-022-2
ECHA-InfoCard 100.011.839
PubChem 13506
ChemSpider 21169821
Wikidata Q421074
Eigenschaften
Molare Masse 604,46 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[3]

Löslichkeit

löslich in Wasser (50 g·l−1 bei 20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[4]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 264280305+351+338337+313[4]
Toxikologische Daten

>2000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[3]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Farbe Amaranth
Farbcode: #E52B50

Herstellung

Amaranth ist durch Diazotierung von 4-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure und alkalischer Kupplung der Diazoniumverbindung auf 3-Hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure zugänglich.[5]

Synthese von C.I. Acid Red 27 aus 4-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure und 3-Hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure
Synthese von C.I. Acid Red 27 aus 4-Aminonaphthalin-1-sulfonsäure und 3-Hydroxynaphthalin-2,7-disulfonsäure

Eigenschaften und Verwendung

Amaranth ist beständig gegen Licht, Hitze und das Konservierungsmittel Benzoesäure. In Gegenwart von Fruchtsäuren verliert Amaranth seine Farbe. Amaranth wird für Aperitifweine, Spirituosen und Fischrogen verwendet.

Es wird vermutet, dass Amaranth Pseudoallergien, Hautreaktionen und Asthma bronchiale auslösen kann. Von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) wird Amaranth in Gruppe 3: nicht eingestuft geführt.[6]

Gesetzliche Regelungen

In der EU wurde Amaranth als Lebensmittelzusatzstoff E 123 durch die Richtlinie 62/2645/EWG zugelassen.[7] Inzwischen beruht die Zulässigkeit der Verwendung auf der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 und ist beschränkt auf Fischrogen außer Störrogen (Kaviar) sowie bestimmte alkoholische Getränke. Dabei gelten je nach Erzeugnis Höchstmengen von 30 bis 100 mg/kg bzw. mg/l.[8]

In den USA[9] und der ehemaligen Sowjetunion ist Amaranth nicht als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.

Commons: Amaranth (Farbstoff) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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