Amaya (Browser)

Webbrowser und HTML-Editor vom W3C From Wikipedia, the free encyclopedia

Amaya ist ein eingestellter, experimenteller Webbrowser und HTML-Editor, der vom W3C von 1996 bis 2013 entwickelt wurde.

Schnelle Fakten Basisdaten ...
Amaya
Screenshot
Screenshot von Amaya unter Windows 7
Basisdaten
Entwickler W3C, INRIA
Erscheinungsjahr Juli 1996
Aktuelle Version 11.4.4
(18. Januar 2012)
Aktuelle Vorabversion 11.4.7
(23. Juli 2013)
Betriebssystem Windows ab 2000, Linux, Mac OS X
Programmier­sprache C[1]
Kategorie Webbrowser
Lizenz W3C Software Notice and License
deutschsprachig ja
www.w3.org/Amaya
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Amaya integrierte viele Web-Standards, die von den damals etablierten Browsern oftmals noch gar nicht unterstützt wurden, etwa XHTML, MathML oder SVG. Zudem experimentierte das Projekt unter dem Namen Annotea auch mit dem semantischen Web.

Wegen seiner damalig vielfältigen Möglichkeit, verschiedene Auszeichnungssprachen gemäß dem vom W3C definierten Standard zu interpretieren, wurde Amaya oft zu Referenzzwecken herangezogen, um beispielsweise die Barrierefreiheit von Internetseiten zu testen.[2]

Ähnlich dem Wiki-Prinzip kann man mit Amaya zudem nicht nur Webseiten betrachten, sondern diese auch erstellen oder verändern. Die Veränderungen werden dabei mit dem HTTP-Request PUT hochgeladen. Das W3C betitelte ihn daher auch nicht als „Browser“, sondern „Editor“.

Amaya steht in seiner letzten Version 11.4.7 für Windows (x86), Linux (x86, x64) sowie Mac OS X (Intel) zur Verfügung. Frühere Versionen unterstützen auch ältere Versionen dieser Betriebssysteme und teilweise auch noch Unix-Derivate der 90er-Jahre.

Als sich das W3C dazu entschied, den Browser nicht mehr weiterzuentwickeln, stellen sie dessen Quellcode auf GitHub zur Verfügung. Ernsthaft weiterentwickelt wurde der Browser aber dennoch nicht mehr und auch in heute gängige Browser ist der Code nicht mehr eingeflossen.[3][4] Die Amaya-Rendering-Engine fiel bereits zur Lebzeit des Projekts in puncto Performance hinter aufstrebende Rendering-Engines wie Gecko und WebKit zurück – und so gab es gar schon vor dem endgültigen Aus Versuche, die Rendering-Engine auf Gecko zu migrieren, welche jedoch scheiterten.[5]

Commons: W3C Amaya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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