Amber Fares
kanadische Dokumentarfilmregisseurin
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Amber Fares ist eine kanadische Dokumentarfilmregisseurin.[1] Zu ihren bekanntesten Filmen zählen Speed Sisters (2015) und Coexistence, My Ass! (2025).[2] Für Coexistence, My Ass! erhielt sie beim Sundance Film Festival 2025 den World Cinema Documentary Special Jury Award for Freedom of Expression.[3]

Leben
Fares wuchs in Kanada auf und ihre Großeltern wanderten aus dem Libanon ein.[2] Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 schilderte sie Anfeindungen gegen arabisch- und muslimischstämmige Bevölkerungsgruppen als Auslöser, sich intensiver mit dem Nahen Osten zu beschäftigen.[1] Sie lebte und arbeitete in diesem Zusammenhang rund sieben Jahre in Ramallah im Westjordanland.[2]
Wirken
Ende 2009 besuchte Fares in Bethlehem ein Autorennen auf dem früheren Hubschrauberlandeplatz Jassir Arafats.[4] Aus dieser Erfahrung entwickelte sie den Dokumentarfilm Speed Sisters, der zwischen 2011 und 2013 gedreht wurde und die Fahrerinnen Betty Saadeh, Mona Quraan, Noor Daoud und Marah Zahalka sowie die Teamkapitänin Maysoon Jayyusi Al-Jariri begleitet.[4] Der Film zeigt, wie Besatzung, Checkpoints und fehlende Trainingsflächen den Motorsportalltag im Westjordanland strukturieren.[1] Speed Sisters irritiert gängige Vorstellungen über Geschlechterrollen und Familien in der arabischen Welt, ohne die politische Lebenswirklichkeit der Region auszublenden.[1] Fares tritt auch als Produzentin auf, so für Geeta Gandbhirs Dokumentarkurzfilm The Devil Is Busy (2024). Fares’ Dokumentarfilm Coexistence, My Ass! begleitet die israelische Komikerin Noam Shuster-Eliassi bei der Entwicklung ihrer gleichnamigen Show, welche den Begriff „Koexistenz“ satirisch befragt.[5] Der Film wurde zwischen 2019 und 2024 gedreht und begleitet Shuster-Eliassis Bühnenarbeit vor dem Hintergrund eskalierender politischer Ereignisse.[6] In Deutschland kam Coexistence, My Ass! im Februar 2026 in die Kinos.[7]
Weblinks
- Amber Fares bei IMDb