Amiral-Ronarc’h-Klasse
Fregattentyp der französischen Marine nationale
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Die Amiral-Ronarc’h-Klasse, auch als Frégate de Défense et d’Intervention (FDI) bezeichnet, ist eine Klasse von mittelgroßen Fregatten (Frégate de taille intermédiaire), die für die französische Marine entwickelt wurde. Diese bestellte sechs Exemplare. Die Exportversion wird als Belharra-Klasse bezeichnet. In Griechenland, die mit vier Schiffen für die griechische Marine erster Exportkunde sind, wird die Fregatte als Kimon-Klasse bezeichnet.
Die Amiral-Ronarc’h im April 2026 | ||||||||||||||
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Allgemeines
Die Schiffe der Amiral-Ronarc’h-Klasse sollen in Frankreich die Fregatten der La-Fayette-Klasse ab 2025 schrittweise ersetzen.
Der feierliche erste Stahlschnitt für die erste Einheit fand am 24. Oktober 2019 in der Bauwerft in Lorient, welche zur Naval Group gehört, statt.[3] Ziemlich genau sechs Jahre später wurde das Typschiff am 17. Oktober 2025 in seinem neuen Heimathafen Brest für die Einsatzerprobung an die Marine übergeben.[4]
Export
Am 10. Oktober 2019 gab die französische Verteidigungsministerin Florence Parly per Twitter bekannt, dass Griechenland eine Absichtserklärung zum Erwerb von zwei Fregatten unterzeichnet habe, wobei die Auslieferung ab 2023 geplant sei.[5] Durch fortwährende türkische Kriegsdrohungen gegenüber Griechenland und Frankreich in Bezug auf territoriale Streitigkeiten und illegales Eindringen in griechische und zypriotische (europäische) Hoheitsgewässer (Juli/August/September 2020) durch türkische Bohrforschungsschiffe (in Begleitung von türkischen Kriegsschiffen) im östlichen Mittelmeer wurde bei einem Treffen der MED7-Gruppe (EU-Südstaaten: Zypern, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Portugal sowie Spanien) auf Korsika am 10. September 2020 die Beschaffung der beiden Fregatten bestätigt.[6]
Am 28. September 2021 gaben die Staatschefs Frankreichs und Griechenlands, Macron und Mitsotakis, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt, dass Griechenland drei Fregatten der Belharra-Klasse erhalten wird.[7]
Am 19. Mai 2026 gab Schweden bekannt, dass es sich als Nachfolger der Korvetten der Visby-Klasse ebenfalls für den französischen Entwurf entschieden habe; die Mitbewerber waren die spanische Navantia und die britische Babcock.[8]
Einheiten
Frankreich – Amiral-Ronarc’h-Klasse
Griechenland – Kimon-Klasse
| Kennung | Name | Bauwerft | Kiellegung | Stapellauf | Indienststellung | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|
| F601 | Kimon (Κίμων) | Naval Group, Lorient |
21. Oktober 2022 | 28. September 2023 | 18. Dezember 2025 | Aktiv |
| F602 | Nearchos (Νέαρχος) | 2023 | 19. September 2024 | in Erprobung[14] | ||
| F603 | Formion (Φορμίων) | 15. April 2024 | 28. Mai 2025 | in Ausrüstung[15] | ||
| F600 | Themistoklis (Θεμιστοκλής) | bestellt[16] |
Schweden – Luleå-Klasse
Die vier schwedischen Schiffe[17] sollen einige landesspezifische Modifikationen gegenüber den französischen Schiffen aufweisen. So sollen diverse Systeme von Saab wie RBS15 Antischiffsflugkörper, Torped 47 Torpedos, ein Giraffe 1X Radar und ferngesteuerte Waffenstationen Trackfire sowie Kanonen von BAE Systems-Bofors integriert werden.
| Kennung | Name | Bauwerft | Kiellegung | Stapellauf | Indienststellung | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|
| F | Luleå | Naval Group, Lorient |
geplant | |||
| F | Norrköping | geplant | ||||
| F | Trelleborg | geplant | ||||
| F | Halmstad | geplant |
Technik
Eine Fregatte der Amiral-Ronarc’h-Klasse soll einen Rumpf von 122 Meter Länge und 18 Meter Breite, eine Verdrängung von 4.500 Tonnen und eine Höchstgeschwindigkeit von 27 Knoten (50 km/h) aufweisen.[18]
Die Bewaffnung der französischen Einheiten besteht aus 16 Zellen für Flugabwehrraketen des Typs Aster, zwei Vierfachstartern für Seezielflugkörper Exocet für den Angriff auf Schiffe, vier Torpedorohren für MU90-Torpedo zur U-Jagd, zwei 20-mm-KNDS-Narwal-Geschütze sowie einem Mehrzweckgeschütz vom Typ 76 mm Super Rapid.[19]
Die griechischen Einheiten weisen eine schwerere Bewaffnung auf. Über die französische Basisausrüstung hinaus verfügen sie über zusätzliche 16 und damit insgesamt 32 Zellen für Aster-Flugabwehrraketen sowie einen RAM-Block-2B-Werfer zur Nahbereichsverteidigung.[20]
Die letzten beiden im Bau befindlichen französischen Einheiten werden mit 32 Zellen für Aster-Flugabwehrraketen ausgerüstet, die ersten drei Einheiten werden ebenfalls auf 32 Zellen nachgerüstet.[21]
Weblinks
- Amiral-Ronarc’h-Klasse auf Navypedia (englisch)
