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Amisulbrom

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Amisulbrom ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonsäureamide und Triazole. Die Verbindung wurde 2008 von Nissan Chemical Industries als Fungizid eingeführt.[1]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Amisulbrom
Allgemeines
Name Amisulbrom
Andere Namen

3-(3-Brom-6-fluor-2-methylindol-1-ylsulfonyl)-N,N-dimethyl-1H-1,2,4-triazol-1-sulfonamid

Summenformel C13H13BrFN5O4S2
Kurzbeschreibung

farb- und geruchsloses Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 348635-87-0
EG-Nummer (Listennummer) 672-776-4
ECHA-InfoCard 100.198.301
PubChem 10238657
Wikidata Q15905562
Eigenschaften
Molare Masse 466,31 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,85 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

128,6–130,0 °C[1]

Siedepunkt

242 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,11 mg·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[4][5]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​351​‐​410
P: 201​‐​202​‐​264​‐​273​‐​305+351+338​‐​308+313[5]
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

A

Zweistufige Synthese von 3-Brom-6-fluor-2-methyl-1H-indol (A) aus am Pd-Katalysator.

B

Entstehung von 1-(N,N-Dimethylsulfamoyl)-1H-1,2,4-triazol-3-sulfonylchlorid (B)

Amisulbrom

Zur Synthese des Endprodukts Amisulbrom reagieren A und B unter Anwesenheit von Natriumhydroxid, Tetrabutylammonium und Bromtoluol.[6]

Verwendung

Amisulbrom gehört zu den QiI-Fungiziden, die die Cytochrom-c-Reduktase an der Qi-Stelle hemmen. Es wird gegen Phytophthora infestans an Kartoffeln (Kraut- und Knollenfäule) und Tomaten (Kraut- und Braunfäule), gegen Plasmopara viticola an Wein (Falscher Mehltau der Weinrebe) und gegen Mehltau an Gemüse, Obst und Zierpflanzen eingesetzt.[1]

Zulassung

Amisulbrom wurde 2014 von der EU-Kommission für Anwendungen als Fungizid in die Liste der zugelassenen Wirkstoffe aufgenommen.[7] Heute ist es in vielen Staaten der EU, auch in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln zugelassen.[8]

Einzelnachweise

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