Amtsgericht Illertissen

von 1879 bis 1973 bestehendes bayerisches Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit Sitz in Illertissen From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Amtsgericht Illertissen war ein von 1879 bis 1973 bestehendes bayerisches Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit mit Sitz in Illertissen.

Panoramaaufnahme des Vöhlinschlosses in Illertissen aus östlicher Richtung

Geschichte

Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes wurde am 1. Oktober 1879[1] zu Illertissen ein Amtsgericht gebildet, dessen Bezirk nahezu identisch mit dem vorhergegangenen Landgerichtsbezirk Illertissen war. Lediglich die damaligen Gemeinden Oberroth und Osterberg kamen zum Amtsgericht Babenhausen.

Nächsthöhere Instanz war das Landgericht Memmingen.

Als das Gesetz über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) am 1. Juli 1973[2] in Kraft trat, wurde das Amtsgericht Illertissen vorläufig in eine Zweigstelle des Amtsgerichts Neu-Ulm umgewandelt:[3]

„Das Amtsgericht Illertissen wird einstweilen als Zweigstelle fortgeführt, bis in Neu-Ulm nach dem Bau eines neuen Landratsamtsgebäudes für das Amtsgericht das bisherige Landratsamtsgebäude zur Verfügung steht.“

Entwurf eines Gesetzes über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern (GerOrgG) - Vorblatt. Landtags-Drucksache 7 / 3763 vom 14. Februar 1973.

Die Zweigstelle Illertissen wurde Ende Juli 2009 aufgehoben.[4]

Übergeordnete Gerichte

Im Instanzenzug übergeordnet waren das Landgericht Memmingen, das Oberlandesgericht München sowie der Bundesgerichtshof.

Sitz

Sitz des Amtsgerichts war im Vöhlinschloss Illertissen, in dem zeitweise auch ein Sitzungssaal eingerichtet wurde.

Einzelnachweise

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