Amungme
Volksgruppe in Neuguinea
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Die Amungme (auch Amung, Amuy, Damal oder Uhunduni) sind eine Volksgruppe von etwa 17.700 Menschen, die im Hochland der indonesischen Provinzen Papua Tengah und Papua Pegunungan in Westneuguinea lebt.[1] Unmittelbar (süd-)östlich angrenzende Nachbarn sind die Asmat und Kamoro, im Norden stoßen Siedlungsgebiete der Dani an.

Sprache, Kultur und Religion
Die Amungme sprechen Uhunduni, hergeleitet aus dem Sprachstamm Damal (auch als Amung bezeichnet), die ihrerseits eine Unterart der im südlichen Teil der Insel (um die Arafurasee) vorherrschenden Trans-Neuguinea-Sprachen ist.[2][3] Die Amungme betreiben innerhalb ihres angestammten Habitats Wanderfeldbau. Diese Lebensgrundlagen ergänzen sie durch Jagd und Sammeln.
Die Religion der Amungme ist animistisch geprägt. Die spirituellen Vorstellungen um ihre Götter sind stets verknüpft mit den Naturphänomenen, die sie umgeben. Besonders heilig sind ihnen die umliegenden Berge.[4]
Grasberg-Mine
In der Region gibt es wichtige Mineralvorkommen. Da der Abbau der Rohstoffe seitens der indonesischen Obrigkeit mit Nachdruck betrieben wird, sind erhebliche Spannungen mit den Amungme vorprogrammiert.
Einen besonders drastischen Einschnitt in ihre Lebensgewohnheiten, bedeutete den Amungme die 1967 gegründete und seit 1973 vollumfänglich betriebene Grasberg-Mine. Die verantwortliche Betreibergesellschaft, Freeport-McMoRan, gewinnt darin Gold und Kupfer. Sie selbst ist der größte regionale Arbeitgeber und die Goldmine gilt als die größte der Welt. An Teilen des Territoriums wird Eigentum gehalten.[5][6] Die Prosperität der Mine ist mit profitablen Arbeitsplätzen verbunden, sodass sich viele Zuwanderer im Stammesgebiet angesiedelt haben. Die Auseinandersetzungen mit dem Amungme-Stamm führen zu regelmäßigen Rechtsstreitigkeiten,[7] denn der massive Bergabbau bringt Beeinträchtigungen durch schädliche Raffinationsabwässer für Mensch und Umwelt mit sich.[8] Die indonesische Regierung verwaltet das Gebiet aufgrund dieser Konflikte militärisch.[9]