Anatomisches Museum Innsbruck

Museum in Innsbruck, Österreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Anatomische Museum Innsbruck befindet sich im Institut für Klinisch-Funktionelle Anatomie der Medizinischen Universität Innsbruck. Es handelt sich dabei allerdings weniger um ein klassisches Museum als viel mehr um eine Lehr- und Forschungssammlung, vor allem von und für Anatomen. Die Sammlung kann auch von der Öffentlichkeit besichtigt werden.

Geschichte und Besonderheiten

Die Ursprünge der anatomischen Sammlung reichen bis zur Errichtung des Lehrstuhls im Jahr 1689 zurück. Zu sehen sind Skelette, Schädel, Feucht- und Trockenpräparate und auch viele anatomische Varietäten. Ergänzend umfasst die Sammlung fast das gesamte Repertoire der anatomischen Konservierungen. In den Gangvitrinen und dem Ausstellungsraum sind ca. 1200 Exponate ausgestellt.[1]

Zu den Besonderheiten der Sammlung zählen die Trockenpräparate von Ferdinand Hochstetter, welche in den Jahren 1896 bis 1908 entstanden sind. Die Schädelsammlung, welche die kunstvoll bemalten Beinhausschädel aus verschiedenen Bergregionen Österreichs beinhaltet, und das Skelett des Burgriesen Nikolaus Haidl sind ebenfalls zu erwähnen. Letzteres ist ca. 2,20 Meter groß und wurde 1866 in einer Gruft im Dom zu St. Jakob in Innsbruck entdeckt. Von 1991 bis 1998 wurde außerdem die Gletschermumie Ötzi am Anatomischen Institut in Innsbruck beherbergt und erforscht.[2][3]

Einzelnachweise

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