Andaiye

guyanische Sozial-, Politik- und Frauenrechtsaktivistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Andaiye (gebürtig Sandra Williams; * 11. September 1942; † 31. Mai 2019) war eine guyanische Sozial-, Politik- und Frauenrechtsaktivistin.[1] Sie war frühes Exekutivmitglied der Working People’s Alliance um Walter Rodney und eine der Gründerinnen der Frauengruppe Red Thread.[2] Sie wurde 1997 für ihre Arbeit mit dem nationalen Orden Golden Arrow of Achievement ausgezeichnet.[2] Ihre ausgewählten Schriften erschienen 2020 postum als The Point is to Change the World (hrsg. von Alissa Trotz).[3]

Andaiye (2019)

Leben

Sandra Williams nahm im Zuge der Black-Power-Bewegungen in Guyana und der Karibik im Jahr 1970 den Swahili-Namen „Andaiye“ an, der „eine Tochter kommt nach Hause“ bedeutet.[1] Ab den späten 1970er-Jahren war sie in der Führung der Working People’s Alliance tätig und arbeitete eng mit Walter Rodney und anderen zusammen.[1] Andaiye überlebte über Jahrzehnte eine Krebserkrankung und brachte sich als Gründungsmitglied in die Guyana Cancer Society und die Cancer Survivors’ Action Group ein.[2] Sie starb am 2019.[4][5]

Wirken

Als Mitgründerin von Red Thread setzte sich Andaiye für die Anerkennung und Sichtbarkeit unbezahlter Sorgearbeit, gegen Gewalt an Frauen und für die Bündelung von Aktivitäten über Klassen- und Ethnizitätsgrenzen hinweg ein.[1] Sie arbeitete in regionalen Institutionen und Netzwerken mit, etwa bei der Women and Development Unit (WAND) der University of the West Indies (1987–1992), für die CARICOM (1987–1996), in der Exekutive von CAFRA und in der internationalen Kampagne Global Women’s Strike.[2][1] Sie gab die letzten Bücher von Walter Rodney heraus.[1] Ihre Veröffentlichungen verbinden Theorie, Organisation und Selbstzeugnis; die Sammlung The Point is to Change the World ordnet ihr Werk in die Tradition den linken Feminismus der Karibik ein und wird in der Forschung als wichtiger Referenztext gewürdigt.[6]

Einzelnachweise

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