Andeimalva
Gattung der Familie Malvengewächse (Malvaceae)
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Andeimalva ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).[1][2] Die etwa fünf Arten sind von Bolivien sowie Peru über das nördliche bis ins zentrale Chile verbreitet.[1]
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Andeimalva chilensis | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Andeimalva | ||||||||||||
| J.A.Tate |
Beschreibung



Vegetative Merkmale
Fuertesimalva-Arten sind Sträucher und kleine Bäume, die Wuchshöhen von bis zu 3 Metern erreichen.[2] Die Rinde der Zweige ist mit weißen oder gelblichen Sternhaare, die manchmal gestielt sind bedeckt (Indument).[2]
Die wechselständig an den Stängeln angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die jeweils zwei Nebenblätter sind bei einer Länge von bis zu 12 Millimetern sowie einer Breite von 1 bis 2 Millimetern linealisch bis lanzettlich.[2] Die Blattstiele sind 3 bis 25 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist eiförmig-lanzettlich oder fast kreisförmig mit gerundeter oder etwas gestutzten Basis und spitzem oberen Ende; der Blattrand ist gekerbt.[2]
Generative Merkmale
Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln, meistens sind wenige Blüten dicht in achselständigen, zymösen Blütenständen oder Knäueln angeordnet.[2] Es ist ein Nebenkelch aus zwei oder drei Nebenkelchblättern vorhanden. Nebenkelchblätter sind bei einer Länge von 3 bis, meist 5 bis 10 Millimetern sowie einer Breite von 0,5 bis 1, selten bis zu 1,5 Millimetern linealisch bis lanzettlich.[2]
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Die fünf dreieckigen Kelchlappen sind außen und innen im oberen Drittel dicht mit Sternhaaren flaumig behaart.[2] Die Kronblätter überragen die Kelchblätter. Die Kronblätter sind an ihrer zu einer 1 bis 2 Millimeter langen Kronröhre verwachsen. Die fünf hell- bis dunkel-malvenfarbigen Kronlappen sind bei einer Länge von 1 bis 3 Zentimetern sowie einer Breite von 0,5 bis 2 Zentimetern verkehrt-eiförmig mit einer kleinen Einkerbung am oberen Ende.[2] Die vielen (50 bis 75) Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden, 2 bis 8 Millimeter langen, kahlen bis dicht mit Sternhaaren flaumig behaarten Röhre verwachsen, der sogenannten Columna – es kann kahl oder flaumig behaart sein –, aber der obere Bereich der Staubfäden ist frei. Die Staubbeutel sind dorsifix.[2] Die sieben bis zwölf auf ihrer Rückenfläche mit Sternhaaren flaumig behaarten, freien Fruchtblätter enthalten jeweils nur eine Samenanlage.[2] Die sieben bis zwölf kopfigen Narben überragen die Staubbeutel um 2 bis 3 Millimeter oder sie unterschreiten die Länge der Staubblätter.[2]
Die Spaltfrüchte zerfallen in sieben bis zwölf Teilfrüchte. Die nierenförmigen, braunen Teilfrüchte sind Schließfrüchte mit glatten Seitenwänden und sie sind auf ihrer Rückenfläche mit Sternhaaren flaumig behaart. Falls am oberen Ende eine Granne vorhanden ist, dann ist sie bis zu 4 Millimeter lang und auf jeder Hälfte der zerfallenen Spaltfrüchte vorhanden; die Granne besitzt oft Sternhaare, von denen einige gestielt sind.[2]
Chromosomensätze
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.[2]
Systematik
Taxonomie
Die Andeimalva wurde 2003 durch J. A. Tate in Andeimalva, a new genus of Malvaceae from Andean South America in Lundellia, Volume 6, S, 10–18 mit vier Arten aufgestellt.[2] Der Gattungsname Andeimalva setzt sich aus dem Präfix Andei- für die Anden-Bergkette, wo alle Arten vorkommen, und dem Suffix malva für die Gattung Malva, wegen der Ähnlichkeit, zusammen. Die vier Arten der Gattung Andeimalva s. str. gehörten zu den Gattungen Tarasa Phil. (drei Arten) sowie Malacothamnus Greene (eine Art). Typusart ist Andeimalva mandonii (Baker f.) J.A.Tate. 2018 wurde eine weitere Art erstbeschrieben.[3]
Äußere Systematik
Die Gattung Andeimalva gehört Tribus Malveae in der Unterfamilie Malvoideae innerhalb der Familie der Malvaceae. Innerhalb dieser Verwandtschaftsgruppe wird die Stellung und Umfang der Gattungen noch diskutiert.[4]
Arten und ihre Verbreitung
Die Andeimalva-Arten sind in den Anden von Bolivien (eine Art) und Peru (drei Arten) über das nördliche bis ins zentrale Chile (zwei Arten) verbreitet.[1]
Die Gattung Andeimalva enthält nur fünf Arten:[1]
- Andeimalva chilensis (Gay) J.A.Tate: Sie kommt vom nördlichen bis ins zentrale Chile vor.[1]
- Andeimalva machupicchensis (Krapov.) J.A.Tate: Sie kommt nur in der peruanischen Region Cusco vor.[1]
- Andeimalva mandonii (Baker f.) J.A.Tate: Sie kommt in Bolivien vor.[1]
- Andeimalva peruviana Dorr & C.Romero: Die ersten Exemplare wurden 2015 gefunden und die Erstbeschreibung erfolgte 2018.[3] Sie kommt nur in der peruanischen Region La Libertad vor.[1] Sie ist nur vom Typusfundort in einem alpinen Sumpf in einer Höhenlage von 3750 Metern bekannt.[3]
- Andeimalva spiciformis (Krapov.) J.A.Tate: Sie kommt vom nordwestlichen bis ins zentrale Chile vor.[1] Es gibt eine Aufsammlung in Peru.[3]