Andenente

Art der Gattung Eigentliche Enten (Anas) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Andenente (Anas andium) ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel und gehört zur Gattung der Eigentlichen Enten (Anas). Sie kommt in den Anden des nordöstlichen Südamerikas, in Ecuador, Kolumbien und Venezuela vor.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Andenente

Andenente (Anas andium), Weibchen

Systematik
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Anatinae
Tribus: Schwimmenten (Anatini)
Gattung: Eigentliche Enten (Anas)
Art: Andenente
Wissenschaftlicher Name
Anas andium
(Sclater & Salvin, 1873)
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Merkmale

Die Andenente ähnelt der in den mittleren und südlichen Anden sowie in Argentinien und Uruguay vorkommenden Braunkopfente (Anas flavirostris) als deren Unterart sie früher angesehen wurde. Sie erreicht eine Länge von 35 bis 45 Zentimeter. Das Männchen ist im Allgemeinen sehr dunkel gefärbt, mit einem schwärzlichen und bräunlichen Oberkörper, grauen bis hellbraunen Körperseiten und Bauch, einer dunkleren Fleckung auf der Brust und graubraunen Flügeldecken. Kopf und Hals sind braungrau. Der Spiegel ist metallisch grün und wird vorne von einem rötlichen Band und hinten von einem gelbbraunen oder weißen Band begrenzt. Der Schnabel ist dunkel, Beine und Füße sind grau und die Augen sind braun. Weibchen sind etwas kleiner und matter gefärbt, der Schnabel ist heller (zumindest bei der Nominatform).[1]

Lebensraum und Lebensweise

Das Verbreitungsgebiet der Andenente im nordwestlichen Südamerika

Die Andenente lebt im Gebirge in großen Höhen in einer Vielzahl von Süßwasserbiotopen, in Seen, Flüssen und Sümpfen, sowie in Mooren mit Teichen und Bächen. Die Nominatform (Anas andium andium) kommt vor allem oberhalb von 3500 Meter hinauf bis zur Schneegrenze vor, die Unterart Anas andium altipetens lebt in Höhen von 3200 bis 4300 Metern (manchmal bis hinunter auf 2600 Meter). Andenenten sind normalerweise Standvögel; durch ungünstige Winterwetterbedingungen können sie jedoch dazu gezwungen werden in niedrigere Höhenlagen auszuweichen.[1]

Fortpflanzung

Die Brutsaison variiert je nach Region. In Kolumbien brütet die Unterart Anas andium andium von Oktober bis März, Anas andium altipetens dagegen von August bis Dezember. Die monogamen Enten bleiben mit ihrem Partner über mehrere Jahre zusammen (bis zu sechs Jahre). Das Nest wird gut versteckt in dichter Vegetation oder in Bäumen in Wassernähe errichtet. Das Gelege umfasst 5 bis maximal 13 Eier, die 24 bis 35 Tage lang vom Weibchen bebrütet werden. Das Daunengefieder der Küken ist dunkelbraun. Nach dem Schlupf werden sie in der Regel von beiden Elterntieren betreut. Mit einem Alter von 6 bis 7 Wochen werden sie flügge. Die Geschlechtsreife wird mit einem Jahr erreicht. Im wärmeren Norden ihres Verbreitungsgebiets brüten Andenente manchmal zweimal im Jahr.[1]

Systematik

Die Andenente wurde 1873 durch die englischen Naturforscher Philip Lutley Sclater und Osbert Salvin unter der Bezeichnung Querquedula andium erstmals wissenschaftlich beschrieben.[2] Sie galt lange Zeit als Unterart der weiter südlich vorkommenden Braunkopfente (Anas flavirostris) wird aber seit 2001/2003 wegen ihrer dunkleren Färbung und einiger morphometrischer Unterschiede als eigenständige Art angesehen.[3]

Es werden zwei Unterarten unterschieden:[1]

  • Anas andium andium - in den Anden (Westkordillere) vom mittleren Kolumbien über Ecuador bis in den äußersten Norden von Peru. Schnabel ist länger und bläulich gefärbt.
  • Anas andium altipetens - in der Ostkordillere in Kolumbien bis in den Nordwesten von Venezuela. Schnabel ist blaugrau bis dunkelgrau.

Gefährdung

Nach Angaben der IUCN ist die Andenente ungefährdet. Die Anzahl geschlechtsreifer Exemplare wurde 2025 auf 20.000 bis 30.000 Exemplare geschätzt.[4]

Einzelnachweise

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