Anders Jordahl
Amerikanisch-norwegischer Geschäftsmann und Künstler
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Anders Olsen Jordahl (* 4. April 1878 in Elverum (Hedmark), Norwegen; † 18. Februar 1969 in East Millstone (New Jersey), USA) war ein norwegisch-amerikanischer Bauingenieur, Erfinder, Unternehmer und Künstler.


Leben
Anders Jordahls Eltern waren Ole Jordahl und Mary Jordahl (geborene Furer). Sein Vater war Lehrer. Die Familie stammte aus dem Bezirk Nordmøre. Er studierte Ingenieurwesen an der Trondhjems Tekniske Læreanstalt,[1] der heutigen Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) in Trondheim.
Nach seiner Auswanderung in die Vereinigten Staaten im Jahr 1901 lernte der junge norwegische Bauingenieur den jungen schwedischen Bauingenieur Ivar Kreuger kennen. Da sie beide ein Interesse an der Planung und dem Bau von Stahlbetonkonstruktionen hatten, arbeiteten sie einige Jahre lang zusammen in der Bauindustrie in den Vereinigten Staaten und im Ausland. Für kurze Zeit leiteten sie eine Bar im Carlton Hotel in Johannesburg, Südafrika.
Im Jahr 1907 erwarb Kreuger die europäischen Vermarktungsrechte für das Kahneisen, das wesentliche Bestandteil des Kahn-Systems für Stahlbetonkonstruktionen.[2] Das Kahn-System wurde 1903 vom Bauingenieur Julius Kahn erfunden und ermöglichte seinem Bruder, dem Architekten Albert Kahn, bahnbrechende Bauwerke zu entwerfen.[3] In den folgenden Jahren lebte Jordahl hauptsächlich in Deutschland und Schweden, um beispielsweise für Kreuger & Toll an der Errichtung des Olympiastadions Stockholm mitzuwirken.

1913 gründeten Jordahl und Kreuger in Berlin die Firma Deutsche Kahneisen Gesellschaft Jordahl & Co., die später in Jordahl GmbH umbenannt wurde. Über dieses Unternehmen erfand, entwickelte und patentierte Jordahl die Ankerschiene für Stahlbetongebäude, mit der Anbauteile in Betonbauelementen verankert werden können.
Jordahl lebte in Berlin, bis er 1919 nach New York City zog,[1] um dort die Firma Jordahl & Co. zu gründen, die Kreuger & Toll in den Vereinigten Staaten vertrat.[4][5] Er wurde ein enger Vertrauter von Kreuger, der Jordahl 1932 in seinem Abschiedsbrief erwähnte.[6] Im selben Jahr zog Jordahl nach Kanada[7] und später zurück in die Vereinigten Staaten.
1941 zog Jordahl von Greenwich (Connecticut), nach East Millstone (New Jersey). In seiner Freizeit malte er später Landschaften und Stillleben in Öl.[8] Er starb dort 1969 als Witwer von Mary Dyas Jordahl; sie hatten eine Tochter, Helen („Sunny“) Prescott LeVaillant Nordquist.[9] Jordahl war Mitglied des Engineers Club of New York City und Mitglied des Salmagundi Club,[8] dem ältesten Künstlerclub Amerikas.