Andrea Graser
österreichische Architektin und Lichtdesignerin
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Andrea Graser (* 13. Mai 1976 in Hall in Tirol) ist eine österreichische Architektin und Lichtdesignerin. Sie beschäftigt sich mit der Interaktion zwischen Licht, Kunst, Architektur und Mensch. Andrea Graser ist Gründerin und Inhaberin von Studio Okular, einem international tätigen Büro für Architektur und Lichtdesign in Wien.[1][2][3]
Leben
Andrea Graser studierte Architektur an der Universität für angewandte Kunst Wien und an der Bartlett School of Architecture der University College London. Sie erwarb den akademischen Grad Magistra der Architektur (Mag. arch.) und den Doktor der technischen Wissenschaften (Dr. techn.) und lernte während ihrer Ausbildung in den Studios von Hans Hollein und Wolf D. Prix.
Von 2001 bis 2014 war sie als Design-Architektin und Projektpartnerin im Architekturbüro Coop Himmelb(l)au in Wien tätig. 2014 gründete sie Studio-Okular, das auf Museums- und Ausstellungsarchitektur sowie Lichtplanung spezialisiert ist.[4]
Andrea Grasers Arbeit untersucht Licht als gestaltendes Material in Architektur und Ausstellungsräumen. Sie beschäftigt sich insbesondere mit dynamischem Kunstlicht als interaktivem Element zwischen Raum, Objekten und Betrachter und entwickelt architektonische Konzepte und dynamische Lichtlösungen in Zusammenarbeit mit Architekten, Lichtherstellern und Künstlern.
Ihre Forschung verbindet theoretische Überlegungen zur Wirkung von Licht mit empirischen Messungen realer Museumsräume u. a. in einem Forschungsprojekt an der Universität für angewandte Kunst Wien.[5]
Sie arbeitet interdisziplinär sowohl am Ausstellungsdesign für andere Künstler und Aussteller u. a. für die Ausstellungen Robert La Roche im MAK Wien, sowie Chanukka im Tiroler Landesmuseum (2021–2022), in der Konzeption von Museumsprojekten[6], als auch in eigenständigen Werken als Designerin von Leuchten. Seit den 2000er-Jahren entstanden mehrere gemeinsame Arbeiten und Forschungen im Bereich der bildenden Kunst und Architektur mit dem Künstler Friedrich Biedermann.
Ausstellungen
- 2025: Draft 3 – Architektur und Sprache. Die Sprache in der Architektur. Factory, Künstlerhaus Wien.[7]
- 2024: Noesis#i (2022) gemeinsam mit Friedrich Biedermann, bei: Longing for future. Botschaft Seoul.[8]
- 2023: Architecture Biennale 2023: Noesis#i (2022) gemeinsam mit Friedrich Biedermann, bei Longing for future. Im Rahmen von "Time Space Existence". Palazzo Bembo, Venedig.[9][10]
- 2021: Gruppenausstellung Draft – Psychogramme einer Idee. Factory, Künstlerhaus Wien.[11]
- 2019: White Cube Teleporter. bei: Understanding Art & Research. MAK Wien.[12]
Werke
- 2020: Leuchte SOLIS (German Design Award, 2020)[13]
- 2016: Leuchte VIBE[14]
Auszeichnungen
- 2024: Pfann-Ohmann-Preis des Wiener Künstlerhauses.[15]
Mitgliedschaften
- seit 2019: ordentliches Mitglied der Künstlerhaus Vereinigung Wien.[16]
Publikationen
- Light up: the potential of light in museum architecture (= Edition Angewandte). Birkhäuser, Basel 2023, ISBN 978-3-0356-2705-3.
- Licht als geistiger Stoff. In: stayinart, light - darkness. Nr. 4.23, April 2023, S. 56–62 (stayinart.com).
- Wolfgang Meighörner (Hrsg.): Auf der Kippe: eine Konfliktgeschichte des Tabaks ; Tiroler Volkskunstmuseum 22.2.-10.11.2019. Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft m.b.H, Innsbruck 2019, ISBN 978-3-900083-80-9 (Katalog zur Ausstellung).
- Cityshape. In: Studio Prix. De Gruyter, 2016, ISBN 978-3-0356-1218-9, S. 30–31, doi:10.1515/9783035612189-010.
Weblinks
- Literatur von und über Andrea Graser im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website von Andrea Graser (Studio Okular)