Andrea Hanna Hünniger

deutsche Journalistin und Autorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Andrea Hanna Hünniger (* 13. Oktober 1984 in Weimar) ist eine deutsche Journalistin und Buchautorin.

Leben

Hünniger wuchs in Weimar-West auf. 2003 legte sie das Abitur ab. 2005 war sie Chefredakteurin eines Göttinger Stadtmagazins. Sie studierte Kulturwissenschaften, Philosophie und Geschichte in Göttingen und Berlin.[1]

Hünniger schreibt als freie Journalistin für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Die Zeit[2], Zeit Online, Welt am Sonntag und die Krautreporter. Zudem ist sie als Literaturagentin tätig.[3]

2017 übernahm sie als Redaktionsleiterin die Sendung Applaus und raus, den Late-Night-Talk mit Oliver Polak. Die Show erhielt den Grimme-Preis 2017 in der Kategorie „Unterhaltung“.[4]

Als Gast in der Sendung Maybrit Illner bekannte Hünniger im Vorfeld der Bundestagswahl 2013, noch nie in ihrem Leben gewählt zu haben.[5]

Sie lebt in Regensburg[6] und war einige Jahre mit der Schriftstellerin Helene Hegemann liiert.[7] Zusammen waren sie im Juli 2015 auf der Titelseite des Magazins Emma abgebildet.[8]

Buch Das Paradies

Die Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend im Plattenbau-Viertel Weimar-West flossen in ein autobiografisches Buch Das Paradies. Meine Jugend nach der Mauer ein, das 2011 erschien.

Tobias Becker vom Spiegel äußerte sich lobend.[9] Für Christoph Schröder von der taz ist das Buch in unterschiedlichsten Stillagen erzählt, mal popjournalistisch, mal reflektiert distanziert, mal im Kinderton,[10] und es sei „ein wütender Kampf um Würde, der ein wenig zu demonstrativ hinter der trotzigen Attitüde von Coolness verschwindet“.[11]

Die Rezension des Tagesspiegels beschreibt das Buch als „autobiografische Erzählung, die versucht, aus Erinnerungsstücken die Geschichte zu konstruieren“.[12] Karoline Laarmann äußert sich in der 1 Live-Sendung Plan B positiv über das Buch und die Autorin.[13][14][15] Jörg Magenau von der Süddeutschen Zeitung, las das Buch mit Vergnügen,[16] hält aber die Verlagsbeschreibung der „Sammlung von Geschichten aus dem Familienleben“ als Sachbuch für falsch und urteilt: „Weil sie ganz individuell und nicht etwa ,typisch‘ sein möchte, ist sie in erster Linie langweilig. Denn das Individuelle ist austauschbar“.[17]

Publikationen

Einzelnachweise

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