Andrea Pach

österreichische Organistin und Musikwissenschaftlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Andrea-Maria Pach (* 3. Juni 1962 in Wien) ist eine österreichische Organistin und Musikwissenschaftlerin.

Leben und Wirken

Andrea Pach wurde am 3. Juni 1962 in Wien geboren. 1980 schloss sie die Schulzeit mit der Matura ab.[1] Von der Volksschulzeit an nahm sie Klavierunterricht. Nach der Matura begann sie mit dem Studium der Musikwissenschaft an der Universität Wien. 1982 begann sie zusätzlich an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien die Studien der Musikerziehung und Instrumentalmusikerziehung.[2] Anfang 1987 erhielt sie den akademischen Grad Magister artium. 1989 wurde sie mit einer Dissertation über Leben und Werk von Karl Walter zum Dr. phil. promoviert.[1]

Von 1985 bis 1998 unterrichtete sie am Aufbaugymnasium Hollabrunn, anschließend bis 2015[3] am Gymnasium Maria Regina. Seit 1993 wirkt sie zusätzlich als Dozentin für Orgel und Klavier am Diözesankonservatorium für Kirchenmusik der Erzdiözese Wien.[4] Im Jahr 1996 wurde ihr der Professorentitel verliehen.[4]

Seit den 1980er Jahren gibt Andrea Pach Konzerte. Sie konzertierte auch unter anderem bei den Salzburger Festspielen,[5] und dem Wiener Musiksommer.[6]

Der Hörfunk zeichnete mehrfach Konzerte von Andrea Pach auf und strahlte sie anschließend aus. So brachte Ö1 in seiner Klassiknacht sowie in der Sendung Apropos Musik 2012, 2013 und 2015 beispielsweise das von ihr gespielte Konzert für Orgel und Orchester, op. 62 von Gottfried von Einem.[7]

Andrea Pach gründete die Ausseer Orgelfestwochen (Ausseerland, Steiermark), die sie seit 1994 organisiert und leitet. Neben Pach traten hier prominente Organisten auf; Kammermusik prägte ebenfalls das Programm.[8][9] Bei den Wiener Orgelfestwochen von Orgel Modern (seit 1996)[10] übernahm sie ebenfalls Leitungsaufgaben und gab Konzerte.

Gemeinsam mit ihrem Vater entwickelte sie eine transportable Pfeifenorgel. Aufgestellt ist sie 3,2 Meter breit, 2 Meter tief und 3,2 Meter hoch. Sie umfasst drei Manuale und Pedale und ist mit 78 Registern und achtmal 16 Speicherplätzen für Registrierungen ausgestattet.[11] 1997 wurde sie der Öffentlichkeit vorgestellt.[12][13][6]

Veröffentlichungen

CDs

  • Französische Orgelmusik im Dom München. Live-Mitschnitt vom Konzert am 13. August 2003.
  • Gesamtorgelwerk von Gottfried von Einem.[14]
  • Hommage an Hermann Nitsch – Orgelimprovisationen.[15][16]

Schriften

  • Mind Music. In: Musikerziehung. Die Zeitschrift für den Musikunterricht. Jahrgang 62, Jänner 2009, S. 18 f.
  • Musikalität – Potential versus Performance. Begabtenförderung in Musikerziehung in der AHS. In: Musikerziehung. Zeitschrift der Musikerzieher Österreichs. 57. Jahrgang 2003/2004, April 2004, S. 246–254.
  • Die Orgel in Gottfried von Einems Œuvre. In: Ingrid Fuchs (Hrsg.): Gottfried von Einem Kongreß Wien. Kongreßbericht. Verlag Hans Schneider, Tutzing 2003, S. 411–433.
  • Die Orgel für Komponisten. Eine Einführung. Musikverlag Katzbichler. München/Salzburg 1997.
  • Über Gottfried von Einems Werke für und mit Orgel. In: Ars Organi. Jg. 46 (1998), Heft 3, S. 149–158.
  • Karl Walter. Ein Leben für die Orgel. Karl-Walter Gesellschaft, Wien 1992.
  • Karl Walter. Leben und Werk. Dissertation. 3 Bände. Universität Wien, 1989.

Einzelnachweise

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