Andrea Pichl

deutsche bildende Künstlerin und Kuratorin From Wikipedia, the free encyclopedia

Andrea Pichl (* 14. Februar 1964 in Haldensleben) ist eine deutsche bildende Künstlerin und Kuratorin.

Leben und Ausbildung

Andrea Pichl wuchs in Berlin-Köpenick auf und studierte von 1991 bis 1997 Bildende Kunst und Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo sie ihr Diplom und den Abschluss als Meisterschülerin erwarb. 1998 schloss sie ein Master-Studium am Chelsea College of Art and Design in London mit Unterstützung eines DAAD-Stipendiums ab.[1]

Pichl lebt und arbeitet in Berlin.

Werk

Andrea Pichls „Kiosk“ in Rostock

In ihrem Werk setzt sich Andrea Pichl mit verschiedenen Gattungen auseinander. Ihre künstlerische Praxis umfasst demnach Installationen, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, filmische Arbeiten sowie gefundene Objekte. Dabei gilt ihr Interesse vor allem dem Verhältnis von Architektur zu politischen, sozialen und historischen Prozessen und Umbrüchen.[2] Ein besonderes Augenmerk legt Pichl dabei auf die Rolle von normierter Architektur und standardisierten Objekten, wie sie seit dem frühen 20. Jahrhundert gedacht und auch produziert werden.[3] Ein herausragendes Element der Arbeit von Andrea Pichl ist dabei ihre Auseinandersetzung mit der Geschichte der DDR, wie sie sie u. a. im Jahr 2024 als erste Künstlerin mit ostdeutscher Biografie in der Ausstellung Wertewirtschaft im Hamburger Bahnhof in Berlin zeigte. Hier thematisierte sie die Zirkulation von Kunst und Waren zwischen Ost- und Westdeutschland und trat dabei in Dialog mit den Werken von Joseph Beuys.[4]

Neben Installationen für Museen ist Andrea Pichl auch mit Skulpturen im öffentlichen Raum präsent, wie etwa mit dem „Kiosk“ vor der Rostocker Kunsthalle.[5] Darüber hinaus wirkt sie als Kuratorin und hat mehrere Ausstellungen zu Künstlerinnen mit DDR-Bezug konzipiert.[6]

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2026: Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn, Germany
  • 2025: Eric Meier and Andrea Pichl, MOUNTAINS, Berlin
  • 2025: "Geschichte findet statt.", Galerie Pankow, Berlin
  • 2024: "Wertewirtschaft", Hamburger Bahnhof, Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin
  • 2024: "Palimpsest", Installation, Hamburger Bahnhof im Bundesfinanzministerium / Detlev-Rohwedder-Haus, Berlin
  • 2023: "Whose tomorrow is the tomorrow? Whose world is the world?", Uferhallen, Berlin
  • 2022: "Dogmen", Schwartzsche Villa, Berlin
  • 2021: "The Dream Before", KORN Kunstraum, Berlin
  • 2020: "die andere Seite", Berlin Weekly, Berlin "Exkurs", with Andreas Rost
  • 2019: "Vielschichtig. Von der Räumlichkeit der Flächenteilung", Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus (dkw), Landesmuseum Brandenburg
  • 2018: "Ein Beistand", CNTRM WRNHS, Berlin
  • 2018: "widerstreben", galerie weisser elefant, Berlin
  • 2018: "Melancholie", in der Reihe: „eine Arbeit vorm Müller“, Bar Müller
  • 2017: "Keine Atempause, Geschichte wird gemacht." L40 Kunstverein at Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin
  • 2015: "Andrea Pichl in dialogue with Zoe Leonard", Krome Galerie Luxembourg
  • 2015: "Gun Hill Road", L40, Verein zur Förderung von Kunst und Kultur am Rosa-Luxemburg-Platz
  • 2014: "Unterkunft Freiheit", Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Germany,
  • 2014: "Dialogue", Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen (mit Anne-Mie van Kerckhoven)
  • 2013: "delirious Dinge", Krome Galerie
  • 2013: "zuhause", GMÜR, Berlin (mit Arjan van Helmond)
  • 2012: "es kann immer auch ganz anders sein", Krome Galerie/Do you read me!?, Reading Room, Berlin
  • 2012: "ausschließlich oder", Krome Galerie, Berlin
  • 2012: "Endliche Folgen.", Berlin Weekly, Berlin
  • 2011: "Inherent Shortcomings / Natürliche Mängel", Irisches Museum für Moderne Kunst, Process Room, Dublin
  • 2011: "Unendliche Folgen", Delikatessenhaus, Leipzig
  • 2010: "Aus dem abweichenden Winkel", Nationalgalerie Tashkent, Usbekistan
  • 2010: "Für immer und immer", Mies van der Rohe Haus, Berlin
  • 2009: "Gefühlssache Revolution", Bühnenbild, Volksbühne, Berlin
  • 2008: "Fluxus East", Ausstellungseinrichtung, Zentrum für Zeitgenössische Kunst Vilnius, Litauen; Kumu Kunstmuseum, Tallinn, Estland
  • 2008: "This is the End", Zentralbüro, Berlin,
  • 2007: "Fluxus East", Ausstellungseinrichtung, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
  • 2007: "Form-Fit", Kunsthaus Erfurt
  • 2005: "ostPUNK! – too much future – Punk in the GDR", Ausstellungseinrichtung, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
  • 2002: "Postkarte: Berlin", Goethe-Institut Inter Nationes, Brüssel
  • 2002: "stick together team", Galerie Koch und Kesslau, Berlin
  • 2000: "Spaß an der Arbeit – Freude am Leben", Städtische Galerie Pankow
  • 1999: "ca. tausend", Galerie im Parkhaus, Berlin
  • 1998: "Correction", Galerie Gelbe Musik, Berlin

Werke im öffentlichen Raum

  • 2023: "Hoch hinaus", permanente Skulptur, Grundschule Lichtenberg, Berlin
  • 2023: "Kiosk – Fragmente einer Zeit", permanente Skulptur vor der Kunsthalle Rostock

Preise und Ehrungen

Einzelnachweise

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