Andrea Stuart
barbadisch-britische Historikerin und Autorin
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Andrea Stuart ist eine barbadisch-britische Historikerin und Autorin.[1] Sie wurde mit der Biografie The Rose of Martinique: A Life of Napoleon’s Josephine bekannt.[2] Weite Aufmerksamkeit erlangte sie überdies mit Sugar in the Blood: A Family’s Story of Slavery and Empire.[3]
Leben
Stuart wurde in der Karibik geboren und wuchs dort auf; sie studierte Englisch an der University of East Anglia sowie Französisch an der Sorbonne.[1] Sie arbeitete anschließend als TV-Produzentin und als Rezensentin für The Independent.[1] Seit den 2010er-Jahren war sie Writer in Residence an der Kingston University und unterrichtete an der Faber Academy.[4] Im Jahr 2014 wurde Stuart als Fellow in die Royal Society of Literature gewählt.[5]
Wirken
Stuarts erstes Buch Showgirls erschien 1996 bei Jonathan Cape; es wurde 1998 als zweiteilige Dokumentation für den Discovery Channel adaptiert.[4] Mit der Biografie The Rose of Martinique: A Life of Napoleon’s Josephine (UK-Ausgabe 2003 bei Macmillan) zeichnete sie das Leben der späteren Kaiserin Joséphine nach.[4] Die US-Ausgabe folgte 2005 bei Grove Press.[2] Für The Rose of Martinique erhielt Stuart den Enid McLeod Literary Prize der Franco-British Society (Jahresliste 2003).[6] Ihr Familien- und Gesellschaftspanorama Sugar in the Blood: A Family’s Story of Slavery and Empire erschien 2012 im Vereinigten Königreich bei Portobello Books.[3] Die US-Ausgabe wurde 2013 bei Vintage veröffentlicht.[1] Das Buch verknüpft die Genealogie der Autorin – zurück zu ihrem Vorfahren George Ashby im 17. Jahrhundert – mit einer breiteren Geschichte von Migration, Zuckerökonomien und atlantischer Sklaverei.[7] Die Kritik hob die sorgfältige Recherche und die Verbindung persönlicher Familiengeschichte mit der Entstehung kolonialer Gesellschaften hervor.[3] Sugar in the Blood war 2013 in der Vorauswahl des OCM Bocas Prize (Sachbuch-Kategorie).[8]