Andreas Brännström

schwedischer Fußballtrainer From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Thomas Christian Andreas Brännström (* 10. Mai 1976 in Järfälla) ist ein ehemaliger schwedischer Fußballspieler und derzeitiger -trainer. Zuletzt trainierte er bis April 2025 den tschechischen Klub FK Mladá Boleslav.

Sportlicher Werdegang

Brännström begann mit dem Vereinsfußball beim IK Söderhöjden-Wasa, von dort wechselte er 1986 in den Nachwuchsbereich des IF Brommapojkarna. 1993 debütierte er in der Zweitligamannschaft des Klubs, für die er vier Spielzeiten auflief. 1997 schloss er sich dem aufstrebenden Drittligisten FC Café Opera, wurde aber nach einer Spielzeit vom Zweitligaaufsteiger IK Sirius abgeworben. Nach dem Wiederabstieg nach zwei Spielzeiten Zweitklassigkeit blieb er in der zweithöchsten Spielklasse und schloss sich Enköpings SK an. Aufgrund von Verletzungsproblemen beendete er 2001 seine aktive Laufbahn.

Ab 2007 war Brännström wieder beim IK Sirius engagiert. Nach einer Anfangszeit als Jugendtrainer rückte er nach der Entlassung von Pär Millqvist Ende Mai 2008 zusammen mit Johan Mattsson zum Cheftrainerduo der Wettkampfmannschaft des seinerzeitigen Zweitligisten für die restliche Zweitligasaison 2008 auf.[1] Nachdem auf dem zwölften Tabellenplatz der letzte Nichtabstiegsplatz belegt worden war, verpflichtete der Klub mit Jens Andersson einen neuen Cheftrainer, in dessen Funktionsteam Brännström als Trainerassistent integriert wurde.[2] In der folgenden Spielzeit stand die Mannschaft erneut im Abstiegskampf und nach dem Rücktritt Anderssons Mitte September rückte erneut Brännström nach, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. In der Nordstaffel der Division 1 spielte er mit dem Klub um den Wiederaufstieg. In der Spielzeit 2010 gelang hinter Västerås SK die Vizemeisterschaft, in der anschließenden Relegation scheiterte er jedoch mit der Mannschaft nach zwei Niederlagen an Jönköpings Södra IF. In der folgenden Saison verpasste die Mannschaft mit einem Punkt hinter Meister Umeå FC punktgleich mit Väsby United aufgrund der um ein Tor schlechteren Tordifferenz als Tabellendritter erneut die Zweitligarückkehr. Anschließend kam es mit Auslaufen des Vertrages zur Trennung vom Klub.[3]

Nachdem Valeri Bondarenko eine Woche vor Beginn der Drittliga-Spielzeit 2013 beim aus Väsby United zwischenzeitlich hervorgegangenen AFC United zurückgetreten war, wurde Brännström mit einem Ein-Jahres-Kontrakt ausgestattet als Nachfolger verpflichtet.[4] Anschließend übernahm er das Traineramt beim Ligakonkurrenten Dalkurd FF. Mit dem Klub belegte er in der Spielzeit 2014 den dritten Tabellenplatz. In der Vorbereitung zur folgenden Saison machte man international Schlagzeilen, als die Vereinsführung bei der Rückkehr aus dem Trainingslager sich kurzfristig gegen den ursprünglich geplanten Germanwings-Flug 9525, der aufgrund Pilotensuizid zum Absturz ohne Überlebende geführt wurde, entschieden und die Mannschaft auf drei alternative Flüge verteilt hatte.[5] Als Staffelsieger gelang der Mannschaft anschließend der Aufstieg in die Superettan. Brännström überwarf sich jedoch mit der Vereinsführung und wurde durch den bisherigen Assistenten Poya Asbaghi als Cheftrainer ersetzt. Später übernahm er ein Engagement bei Hammarby IF in der Jugendarbeit.

Im Februar 2017 holte Dalkurd FF Brännström als Cheftrainer zurück, dabei wurde eine an Hammarby IF zu zahlende Ablösesumme von 1,3 Millionen Schwedische Kronen kolportiert.[6] In der Zweitligaspielzeit 2017 führte er die Mannschaft an die Tabellenspitze, als Vizemeister hinter dem durchmarschierenden Aufsteiger IF Brommapojkarna gelang erstmals der Gang in die Allsvenskan. Erneut kam es jedoch zum Bruch mit der Vereinsführung, nachdem der Erfolgstrainer mit anderen Klubs in Verbindung gebracht worden war, und nach der zwischenzeitlich erfolgten Verpflichtung des Trainers Azrudin Valentić kam es im Januar 2018 zur offiziellen Trennung.[7]

Im August 2018 übernahm Brännström das Cheftraineramt beim Erstligaabsteiger Jönköpings Södra IF, der sich in der Zweitligasaison 2018 im Abstiegskampf befindlich von Jörgen Wålemark getrennt hatte und den neuen Trainer mit einem Zwei-Jahres-Vertrag mit Option auf Verlängerung ausstattete.[8] Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt führte er den Klub zurück in den Aufstiegskampf. Nach einem vierten Platz in der Zweitligasaison 2019 erreichte er in der anschließenden Spielzeit die Relegation, wo sich jedoch Kalmar FF als zu stark erwies. Anschließend konnte er sich jedoch angesichts eingeschränkter finanzieller Mittel nicht mit der Vereinsführung über die weitere sportliche Ausrichtung einigen, so dass er im Dezember 2020 den Klub verließ.[9]

Im Sommer 2021 trat Brännström sein erstes Auslandsengagement an, als er Jens Gustafsson als Trainerassistent zum kroatischen Klub Hajduk Split folgte. Im November des Jahres kam es jedoch aufgrund Erfolglosigkeit nach einer 2:3-Niederlage gegen Schlusslicht NK Slaven Belupo Koprivnica zur Trennung.[10] Wenige Wochen später fand er einen neuen Job, als er Cheftrainer von Mjällby AIF wurde.[11] Bei seinem ersten Erstligaengagement führte er die Mannschaft in der Allsvenskan-Spielzeit 2022 auf den neunten Tabellenplatz, gab aber bereits kurz vor Saisonende seinen Abschied vom Klub mit Auslaufen des Vertrages bekannt.[12]

Im November 2022 verkündete der Traditionsklub AIK die Verpflichtung Brännströms als neuen Cheftrainer, der einen bis Ende 2025 gültigen Vertrag unterzeichnete.[13] Unter seiner Leitung rutschte der Klub in den Abstiegskampf. Trotz eines 2:0-Erfolgs im Derby gegen IF Brommapojkarna trennte sich der Verein daher Anfang Juli 2023 von ihm, Henning Berg wurde als Nachfolger präsentiert.[14]

Im August 2024 verpflichtete der tschechische Klub FK Mladá Boleslav Brännström als Nachfolger des kurz zuvor freigestellten David Holoubek.[15] Er führte die Mannschaft durch die Qualifikationsrunden der UEFA Conference League 2024/25 in die Ligaphase, erstmals seit 17 Jahren nahm der Klub damit wieder am Europapokal teil. Trotz eines Heimsiegs gegen Betis Sevilla verpasste er mit der Mannschaft die K.O.-Phase. In der Spielzeit 2024/25 erreichte er parallel mit der Mannschaft in der höchsten tschechischen Spielklasse nur die Abstiegsrunde, ehe er im April aus persönlichen Gründen zurücktrat und nach Schweden zurückkehrte.[16]

Einzelnachweise

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