Andreas Klinger

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Andreas Klinger (* 1969) ist ein deutscher Historiker und Direktor der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena.

Leben

Andreas Klinger studierte Neuere Geschichte, Germanistische Literaturwissenschaft und Politikwissenschaften in Jena und Berlin. Im Jahr 2000 wurde er an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einer Arbeit zur frühmodernen Territorialstaatsbildung am Beispiel des Herzogtums Gotha unter Ernst dem Frommen promoviert.

Bis 2012 war er in Jena als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Historischen Institut beschäftigt. In dieser Zeit nahm er neben Forschung und Lehre auch vielfältige Aufgaben des Wissenschaftsmanagements im Sonderforschungsbereich 482 „Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800“ (1998–2010) sowie im „Forschungszentrum Laboratorium Aufklärung“ wahr.

Von 2012 bis 2024 arbeitete Klinger als Referent und stellv. Referatsleiter im Thüringer Wissenschaftsministerium in Erfurt. Dort war er zuständig für den Bereich der Hochschulentwicklungsplanung und Digitalisierung an Hochschulen sowie insbesondere für die wissenschaftlichen Bibliotheken in Thüringen.

Seit dem 1. Februar 2024 leitet er die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena.[1][2][3]

Publikationen (Auswahl)

  • Der Gothaer Fürstenstaat. Herrschaft, Konfession und Dynastie unter Herzog Ernst dem Frommen, Husum 2002 (= Historische Studien, 469).
  • Identitäten – Erfahrungen und Fiktionen um 1800, hg. zus. mit Gonthier-Louis Fink, Frankfurt a. M. u. a. 2004 (= Jenaer Beiträge zur Geschichte, 6).
  • Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg. Ein Herrscher im Zeitalter der Aufklärung, hg. zus. mit Werner Greiling u. Christoph Köhler, Köln/Weimar/Wien 2005 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen. Kleine Reihe, 15).
  • Das Jahr 1806 im europäischen Kontext. Balance, Hegemonie und politische Kulturen, hg. zus. mit Hans-Werner Hahn u. Georg Schmidt, Köln/Weimar/Wien 2008.
  • Formen der Gewalt im Dreißigjährigen Krieg, in: Gerhard Armanski/Jens Warburg (Hg.), Der gemeine Unfrieden der Kultur. Europäische Gewaltgeschichten, Würzburg 2001, S. 107–123.
  • Veit Ludwig von Seckendorff’s “Fürsten Stat” and the Duchy of Saxe-Gotha, in: European Journal of Law and Economics 19 (2005), S. 249–266.
  • Die „deutsche Freiheit“ im Revolutionsjahrzehnt 1789–1799, in: Georg Schmidt/Martin van Gelderen/Christopher Snigula (Hg.), Kollektive Freiheitsvorstellungen im frühneuzeitlichen Europa (1400–1850), Frankfurt a. M. u. a. 2006 (= Jenaer Beiträge zur Geschichte, 8), S. 447–471.
  • Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen in der Erinnerungskultur der Ernestiner im 17. Jahrhundert, in: Volker Leppin/Georg Schmidt/Sabine Wefers (Hg.), Johann Friedrich I. – der lutherische Kurfürst, Gütersloh 2006 (= Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte, 204), S. 361–380.
  • Particularism, Canals and Watercourses in the Old Reich (Germany, Sixteenth to Eighteenth Century), in: Peter Borschberg/Martin Krieger (Hg.), Water and State in Europe and Asia, New Delhi 2008, S. 257–275.
  • Art. Hortleder, Friedrich, in: Frühe Neuzeit in Deutschland 1520–1620. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon, hg. v.  Wilhelm Kühlmann u. a., Berlin/Boston 2014, Sp. 408–414.
  • Hof, Herrschaft und politische Kultur. Performanz und Substanz des Ereignisses Weimar-Jena [mit Georg Schmidt], in: Olaf Breidbach/Klaus Manger/Georg Schmidt (Hg.), Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800, Paderborn 2015 (= Laboratorium Aufklärung, 20), S. 13–34.

Einzelnachweise

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