Andreas von Holst
deutscher Gitarrist der Band Die Toten Hosen
From Wikipedia, the free encyclopedia
Georg Andreas Christian von Holst, genannt Kuddel (* 11. Juni 1964 in Münster), ist ein deutscher Musiker. Er ist Gitarrist und Songwriter der Band Die Toten Hosen.


Werdegang
Andreas von Holst entstammt einem Adelsgeschlecht aus dem Baltikum und wuchs mit seinem älteren Bruder im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf auf. Dort besuchte er das Rethel-Gymnasium. Schon früh begann er nach Anleitung von Peter Burschs Buch Gitarre zu spielen. Zunächst bediente er das Instrument jedoch wie eine Zither auf dem Küchentisch, weil er als Linkshänder erhebliche Schwierigkeiten hatte, die Akkorde zu greifen. Erst viel später erfuhr er, dass es spezielle Instrumente für Linkshänder gibt. Holst spielte zunächst mit einem Schulfreund und einem Deutschlehrer auf Schulfesten und schloss sich 1980 der Band ZK an, nachdem er Campino in Neuss kennengelernt hatte.
1982 war Holst Gründungsmitglied der Band Die Toten Hosen, der er bis heute angehört. An der Schule hatte Holst immer weniger Interesse und er verließ das Gymnasium in der elften Klasse.[1] Er trat 1984 in der Formation „Inbase“ in Erscheinung. Gemeinsam mit dem Sänger Stefan Telegdy schrieb er den Titel Christine, den Bellaphon Records als Single veröffentlichte und der im selben Jahr in der Fernsehsendung Formel Eins vorgestellt wurde.[2] In den 1980er und 1990er Jahren hatte von Holst Alkoholprobleme, bekam diese jedoch unter Kontrolle und lebt mittlerweile abstinent.[3]
Nachdem Holst viele Jahre auf dem Land in Nähe des Nürburgrings gelebt hatte, zog er 2016 zurück nach Düsseldorf. 2024 hat er zum zweiten Mal geheiratet und lebt mit seiner Frau nun in Mettmann. Holst hat seit 2025 zudem einen Zweitwohnsitz in Berlin.[4] Sein Sohn, Tim von Holst, ist ebenfalls Musiker.[5]