Andreasbrunnen (Deidesheim)

Brunnen in Deidesheim From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Andreasbrunnen (pfälzisch: Andresebrunne)[2] auf dem Marktplatz von Deidesheim in der Pfalz ist eine Brunnenanlage, die als schützenswertes Kulturdenkmal gilt.[3] Er ist nach dem Deidesheimer Politiker und Winzer Andreas Jordan (1775–1848) benannt.

Schnelle Fakten Technische Daten, Koordinaten ...
Andreasbrunnen
Ansicht von Nordosten; im Hintergrund sind das Gasthaus zum Schwanen, das historische Rathaus und die Ulrichskirche.
Ansicht von Nordosten; im Hintergrund sind das Gasthaus zum Schwanen, das historische Rathaus und die Ulrichskirche.
Ansicht von Nordosten; im Hintergrund sind das Gasthaus zum Schwanen, das historische Rathaus und die Ulrichskirche.
Ort Deidesheim
Land Deutschland Deutschland
Architekt angeblich Hermann Nebel[1]
Baustil Hochrenaissance
Technische Daten
Stockwerke Drei: Brunnentrog, zwei Schalen
Baustoff Gusseisen
Koordinaten
Lage 49° 24′ 29,1″ N,  11′ 15,2″ O
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Geschichte

Der Brunnen wurde von dem Deidesheimer Bürgermeister Ludwig Andreas Jordan und seiner Familie zu Ehren seines Vaters Andreas Jordan gestiftet, der von 1819 bis 1834 ebenfalls Bürgermeister von Deidesheim war. Am 25. September 1851 wurde der Brunnen mit Musik und Böllerschüssen eingeweiht. Der Deidesheimer Politiker Franz Peter Buhl hielt die Festrede. Lange Zeit wurde der Brunnen alljährlich zum Andreastag (30. November) geschmückt, und alle Schulkinder Deidesheims erhielten aus einer Stiftung der Familie Jordan an diesem Tag eine Brezel.[4]

Anlage

Der gusseiserne Brunnen ist grün angestrichen. Sein Trog ist achteckig und steht auf einer niedrigen, ebenfalls achteckigen Stufe aus Sandstein. Jede der acht Seitenaußenwände des Brunnenbeckens ist mit je drei Kassetten gegliedert, die ein Blattmotiv einrahmen – bis auf die mittlere Kassette der Außenwand, die nach Westen zeigt, sie trägt folgende Inschrift:

Diese Brunnenleitung
der Stadt
Deidesheim
gewidmet zum Andenken
an ihren Mitbürger
Andreas Jordan
von dessen Kindern.
1 8 5 1

Der Brunnenstock hat zwei Schalen, deren untere, größere von vier Delfinen getragen wird; darunter ist ein Podest, verziert mit acht wasserspeienden Löwenköpfen, die zu den acht Seiten des Brunnentrogs ausgerichtet sind. Die obere, kleinere Schale ruht auf einer kannelierten Säule. Der Andreasbrunnen wurde von der Eisengießerei Gienanth in Eisenberg gegossen und ist Vorbildern der italienischen Hochrenaissance nachempfunden.[1] Er zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen des Eisengusses in der Pfalz.[2]

Commons: Andreasbrunnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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