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Andree Sfeir-Semler

deutsch-libanesische Galleristin From Wikipedia, the free encyclopedia

Andrée Sfeir-Semler (* 1953[1] in Beirut, Libanon) ist eine libanesisch-deutsche Galeristin, Kunsthistorikerin, Kuratorin und Inhaberin der gleichnamigen Galerie mit Standorten in Hamburg und Beirut.[2]

Andrée Sfeir-Semler, 2025

Leben und Wirken

Andrée Sfeir wurde als Tochter eines Architekten und Stadtplaners in Beirut geboren. Sie studierte Bildende Kunst und Film in Beirut und schloss 1975 mit einem Bachelor an der American University of Beirut ab. Im selben Jahr erhielt sie sowohl ein Fulbright-Stipendium als auch ein Stipendium des DAAD, mit dessen Hilfe sie in Deutschland ihr Filmstudium fortsetzen konnte, bevor sie Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten München und Bielefeld bei Wolfgang Mager und Jürgen Kocka sowie an der Sorbonne studierte. 1978/79 wurde sie mit einem Stipendium des Deutschen Historischen Instituts in Paris sowie der Fondation Maison des Sciences de l’Homme ausgezeichnet.

1985 promovierte sie mit der Dissertation Die Maler am Pariser Salon: 1791–1880, die gleichzeitig beim Campus Verlag in Frankfurt und in den Éditions de la Maison des sciences de l’homme in Paris erschien. Im selben Jahr eröffnete sie ihre erste Galerie in Kiel; 1998 folgte der Umzug nach Hamburg, wo sich bis heute der deutsche Standort der Galerie Sfeir-Semler befindet.[2] Zwanzig Jahre nach Gründung ihrer Galerie in Deutschland eröffnete sie in Beirut in einem 1400 m² großen ehemaligen Fabrikraum im ehemaligen Quarantäne-Gebiet des Hafens (Karantina) eine weitere Dependance[2], die durch die Explosionskatastrophe am 4. August 2020 schwer beschädigt wurde.

In ihren Galerien vertrat sie zunächst internationale Künstler und Künstlerinnen der konzeptuellen und minimalistischen Kunst. In ihrer ersten Ausstellung 2005 in Beirut stellte sie Werke von Ian Hamilton Finlay aus, es folgten Ausstellungen über Lucebert, Robert Barry, Barbara Camilla Tucholski, Hans Haacke, Hiroyuki Masuyama oder Michelangelo Pistoletto.[3] Der Fokus der Galerie Sfeir-Semler hat sich im Lauf der Jahre auf zeitgenössischer Kunst aus der arabischen Welt verlagert. Heute vertritt sie u. a. Etel Adnan, Aref el Rayess, Yto Barrada, Lawrence Abu Hamdan, Rabih Mroué, Marwan Rechmaoui, Akram Zaatari und Wael Shawky.

2025 erschien im Verlag Hatje Cantz ihr Buch The Rise of Arab Art, eine Art Reader und Nachschlagewerk über Personen, Organisationen, Strukturen und Geschichte der zeitgenössischen Kunstszene des Nahen Ostens.

Andrée Sfeir-Semler ist mit dem deutschen Journalisten Ulrich Semler verheiratet.

Ehrungen

Andrée Sfeir-Semler erhielt im Kölner Rathaus den Art-Cologne-Preis 2025

Publikationen

Einzelnachweise

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