Andrzej Domański
polnischer Finanzminister
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Andrzej Domański (* 27. August 1981 in Krakau) ist ein polnischer Wirtschaftswissenschaftler und Politiker. Er ist aktuell Minister für Finanzen und Wirtschaft in der Regierung III von Donald Tusk, der am 13. Dezember 2023 vereidigt wurde.[1][2]

Beruf
Domański studierte Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Krakau. Später wurde er Dozent an der privaten Łazarski Universität und der privaten SWPS Universität. Er arbeitete als Fondsmanager.[1]
Politische Karriere
Domański kandidierte 2019 erfolglos für den Sejm. Bei den Wahlen 2023 trat er unter dem Motto Człowiek od gospodarki (dt. Wirtschaftstyp) bei der liberal-konservativen Bürgerplattform an und war für ihr Wirtschaftsprogramm verantwortlich. Er erklärte, dass Investitionen in den polnischen Energiesektor und das Wirtschaftswachstum Lösungen für die Klimakrise bieten.[3]
Im April 2024 sprach sich Domański gegen den Beitritt Polens zur Eurozone aus und sagte, dass die Beibehaltung des Złoty dem Land geholfen habe, die Rezession während der Finanzkrise 2008 zu vermeiden.[4]
Im Juli 2026 setzte er aus formellen Gründen das Eintreiben einer Strafe gegen Gazprom in Höhe von umgerechnet etwa 40 Millionen Euro aus. Aufgrund eines Gerichtsurteils zugunsten des polnischen Verbraucherschutzes sollte diese aus Aktiva des russischen Konzerns in Polen beglichen werden.[5]
Positionen
Er hält mehr Investitionen in die europäische Industrie für das dringendste Wirtschaftsproblem und fordert eine weitgehende Deregulierung. Darauf führt er auch den polnischen Vorsprung im aktuellen Wirtschaftswachstum in Europa zurück.[6]
Domański wurde während seiner Amtszeit als Keynesianer oder Neo-Keynesianer beschrieben.[7]