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Kyriakos Pierrakakis

griechischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Kyriakos Pierrakakis (griechisch Κυριάκος Πιερρακάκης; * 8. August 1983 in Athen) ist ein Finanzwissenschaftler und Politiker, der im zweiten Kabinett von Kyriakos Mitsotakis bis zum 25. März 2025 das Amt des Erziehungsministers ausübte und anschließend Finanzminister wurde. Im Dezember 2025 wurde er zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt.[1]

Kyriakos Pierrakakis (2025)

Leben und Karriere

Pierrakakis wuchs im Athener Stadtteil Kato Patissia auf und studierte Informatik an der Wirtschaftsuniversität Athen. Nach seinem Abschluss 2005 setzte er seine Studien an der Harvard Kennedy School fort. Er erhielt dort einen Master in Politikwissenschaften. 2009 folgte ein Master of Science in dem Fach Technologiepolitik am MIT in den USA.[2]

In Griechenland übernahm er nach seinen akademischen Studien die Aufgabe eines Forschungsdirektors der unabhängigen, gemeinnützigen Forschungs- und Analyseorganisation „Dianeosis“. Zu seinen Aufgaben gehörte es, eine Reihe von Forschungsteams, die Studien mit Schwerpunkt auf dem wirtschaftlichen und produktiven Wiederaufbau des Landes erstellten, zu koordinieren. Zuvor hatte er sich in Forschungsinstituten in Griechenland und im Ausland mit Themen der Digitalpolitik beschäftigt.[2]

2019 ernannte ihn Kyriakos Mitsotakis in seinem ersten Kabinett zum Minister für Staatsangelegenheiten und digitaler Governance. Er war zweimal Vorsitzender der Sitzung der Global Strategy Group der OECD, 2021 und 2024. Während seiner Amtszeit wurden sowohl das Ministerium für digitale Verwaltung, als auch er selbst mehrfach ausgezeichnet. Beispielsweise erhielt er von der British Computer Society eine Ehrenauszeichnung für seinen Beitrag zur digitalen Transformation des Landes sowie zwei Auszeichnungen von der WITSA – World Innovation and Technology Services Association: 2021 für die Gesamtarbeit des Ministeriums und 2022 für die Anwendung „myhealth“,[2] eine App der griechischen staatlichen Krankenversicherung.[3]

Nachdem Pierrakakis 2023 im Wahlkreis von Athen für die Partei Nea Dimokratia ins Parlament gewählt worden war, übernahm er das Amt des Erziehungsministers. Bei der Umgestaltung des Kabinetts im Frühjahr 2025 wechselte er zum Finanzministerium.[2]

Als er im Dezember 2025 einstimmig zum Präsidenten der Euro-Gruppe gewählt wurde, feierten die griechischen Medien diese Wahl als Beweis dafür, dass sich das Land endgültig von der Wirtschaftskrise erholt habe und als Auszeichnung für ihn selbst.[4][5][6] Gegenkandidat war Pierrakakis' belgischer Amtskollege Vincent Van Peteghem.[7] Pierrakakis hatte sich sein Ansehen europaweit durch seine Arbeit als „Architekt der griechischen Entbürokratisierung und der Digitalreformen“ verdient, die besonders beim Impfmanagement während der Coronapandemie zum Tragen kamen.[8]

Einzelnachweise

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