André Hediger (Politiker)

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André Hediger (* 28. April 1941 in Pontoise; † 2. Juli 2024 in Riaz) war ein Schweizer Politiker (PdA). Von 1987 bis 2007 war er Teil der Stadtregierung von Genf (Conseil administratif).

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Leben

André Hediger wurde am 28. April 1941 in Pontoise, in der Nähe von Paris geboren. Er verlor dort seine Mutter im Alter von 6 Monaten bei den Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs.[1] Er blieb in Paris, bis er 14 Jahre alt war und zog daraufhin 1956 mit seinem Vater nach Genf.

Hédiger heiratete 1964 und ist der Vater von zwei Kindern. Die Scheidung erfolgte 24 Jahre später.[2]

Nach seinem Aus aus der Politik zog er in die Gemeinde Grandvillard im Schweizer Kanton Freiburg um.[3] Er starb am 2. Juli 2024 im Krankenhaus von Riaz.

Politik

Bereits 1961 wurde Hédiger Mitglied der Partei der Arbeit und war in der Unia aktiv. 1987 wurde er in die Stadtregierung (Conseil administratif) von Genf gewählt und war Vorsitzender des Departements für Sicherheit und Sport.[4] 1991, 1995, 1999 und 2003 wurde er in dieses Amt wiedergewählt. Fünfmal übte er so ebenfalls das Amt des Bürgermeisters von Genf aus.

Hédiger war im Amt eine treibende Kraft hinter der Barrierefreiheit für Sport sowie hinter dem damals neuen Stade de Genève. Gegen Ende seines Mandats kam es zur Nichtverlängerung der Bundeskonzession für das Casino Genf, welche nach einer schlechten Handhabung der Stadt und seinerseits als Präsident der Casino-Betriebsgesellschaft einen Millionenschaden verursachte.[3]

Bei den Wahlen 2007 gab Hédiger bekannt nicht erneut anzutreten. Pierre Maudet wurde zu seinem Nachfolger.

Kontroversen

Hédiger wurde am 22. Mai 2006 wegen Amtsmissbrauchs im Zusammenhang mit einigen Dutzend annullierten Parkbussen angeklagt. Für die Erlassung einiger seiner Bussen und derer einiger Kollegen wurde er 2009 zu 30 Tagessätzen verurteilt.[5] Er benutzte den Dienstwagen der Stadt Genf nicht für seine beruflichen Fahrten, was ihm seit 1987 etwa zwanzig Bussen einbrachte.

Einzelnachweise

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