Angela Wanhalla

Neuseeländische Historikerin und Hochschullehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Angela Cheryl Walhalla FRSNZ (* 20. Jahrhundert in Neuseeland) ist eine neuseeländische Historikerin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin für Geschichte an der University of Otago. 2022 wurde sie zum Mitglied der Royal Society Te Apārangi gewählt. Ihr Buch über interethnische Ehen in Neuseeland wurde 2014 mit dem Ernest-Scott-Preis ausgezeichnet.

Angela Wanhalla (2009)

Leben und Werk

Walhalla ist die Tochter von Stan Wanhalla, der Ngai-Tahu-Vorfahren hatte, und Coralie Wanhalla (geb. Noonan) und wuchs in der Stadt Rolleston in Canterbury auf. Sie studierte an der University of Canterbury, wo sie 1999 einen Bachelor-Abschluss, 2001 einen Master-Abschluss erhielt und 2005 promovierte bei Ann Parsonson mit der Dissertation: Transgressing Boundaries: A History of the Mixed Descent Families of Maitapapa, Taieri, 1830–1940. Nach Abschluss ihrer Promotion bekleidete sie einen Canada Research Chair als Postdoktorandin im Bereich Native-Newcomer Relations an der Universität von Saskatchewan, wo sie ein Interesse an vergleichenden Ansätzen zur Geschichte der Ureinwohner und der Kolonialgeschichte entwickelte. 2005 wurde sie zur Dozentin für Geschichte an der Universität Otago ernannt. Von 2014 bis 2019 war sie Rutherford Discovery Fellow der Royal Society Te Apārangi und von 2015 bis 2018 Partnerforscherin in einem vom Australian Research Council geförderten Discovery Project zum Thema Gewalt und Intimität in Siedlergesellschaften. Sie wurde 2005 zur Dozentin für Geschichte an der University of Otago ernannt und 2022 zur ordentlichen Professorin.[1][2][3]

Forschung

Sie ist spezialisiert auf die Geschichte der Māori Neuseelands, die Kolonialgeschichte, Umweltgeschichte und Frauengeschichte. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Überschneidungen von Geschlecht, Rasse und Sexualität in der Kolonialgeschichte. Von 2010 bis 2012 forschte sie gemeinsam mit Judy Bennett in einem Archiv- und Oral-History-Projekt über das Schicksal von Kindern amerikanischer Soldaten und indigener Frauen im Südpazifikkommando während des Zweiten Weltkriegs. Aus diesem Projekt entstanden ein Buch, eine Website und ein Dokumentarfilm.[4]

Sie ist Mitglied des Centre for Research on Colonial Culture der University of Otago, Mitherausgeberin des New Zealand Journal of History und Mitglied der Redaktionsausschüsse von Australian Historical Studies und des Journal of Pacific History.[5]

Sie hat zahlreiche Publikationen zur Geschichte von Geschlecht, Ethnie und Ehe in Neuseeland und im Pazifikraum veröffentlicht. Dazu gehören Matters of the Heart, eine nationale Studie über interethnische Ehen in Neuseeland, die 200 Jahre Geschichte umfasst, Forschungen zu Māori-Frauen und dem Küstenwalfang im frühen Südneuseeland sowie ein Gemeinschaftsprojekt zu den sozialen Auswirkungen amerikanischer Soldaten im Südpazifik während des Zweiten Weltkriegs, das 2016 unter dem Titel Mothers’ Darlings erschien.[6]

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2018: Rowheath Trust
  • 2018: Carl Smith Medal der Universität Otago[7]
  • 2009: Early Career Award
  • 2014: Te Apārangi Rutherford Fellowship der Royal Society
  • 2022: Mitglied der Royal Society Te Apārangi

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • In/visible Sight: The Mixed-Descent Families of Southern New Zealand. Wellington: Bridget Williams Books, 2009, ISBN 978-1-877242-43-4. doi:10.7810/9781877242434.
  • Matters of the heart: a history of interracial marriage in New Zealand. Auckland: Auckland University Press, 2013.
Commons: Angela Wanhalla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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