Anita Lackenberger

österreichische Historikerin und Filmemacherin From Wikipedia, the free encyclopedia

Anita Lackenberger (* 1961 in St. Pölten[1]) ist österreichische Historikerin und Filmemacherin.

Leben

Anita Lackenberger wuchs als Tochter einer alleinerziehenden Mutter auf und studierte nach der Matura Geschichte an der Universität Wien.[2][3] In den 1990er-Jahren schrieb sie Bücher sowohl über Wandern, Kochen, Backen, als auch mit historischem Kontext (beispielsweise über Elisabeth Plainacher, welche in Wien als Hexe gefoltert wurde). In den später folgenden Dokumentarfilmen legt die bekennende Feministin den Fokus oft auf die Rolle der Frauen.[1] 2014 veröffentlichte sie mit Vals ihren ersten Kinofilm, dem 2018 mit Ein wilder Sommer – Die Wachausaga ihr zweiter Spielfilm folgte. In beiden Fällen zeigte sie sich sowohl für das Drehbuch, als auch die Regie verantwortlich. Ihr langjähriger Lebenspartner Gerhard Mader übernimmt bei den Filmproduktionen Kamera, Schnitt und Produktion, welche durch sein Produktionsunternehmen Produktion West umgesetzt wird.[1][4] Anita Lackenberger lebt in Tirol und in Niederösterreich und ist Mutter einer Tochter und eines Sohnes.[1]

Mitte 2021 hatte ihr Dokudrama Das Land, der Bischof und das Böse über den St. Pöltner Bischof Michael Memelauer mit Johannes Seilern in der Hauptrolle im Hollywood Megaplex in St. Pölten Premiere.[5][6] Im selben Jahr folgte der Dokuzweiteiler Die Fugger im Silberreich.[7]

Im Februar 2025 wurde Anita Lackenberger für ihre Leistungen das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich verliehen.[8]

Im Verlaufe des Jahres 2025 setzte sich Anita Lackenberger für die Erinnerung an Klaus Sandler ein, einen früh verstorbenen Autor aus St. Pölten. Sandler gab eine bekannte Literaturzeitschrift heraus: DAS PULT, das in der Literaturszene Österreichs und Deutschlands in den 1970er und 80er Jahren bekannt war. Lackenberger organisierte u. a. am 18. Dezember 2025 eine literarische Veranstaltung im Rathaus von St. Pölten, bei der an die Literatur von Klaus Sandler und an sein Schaffen erinnert wurde - quasi zu seinem 80. Geburtstag.

Publikationen

Filme

  • 2002: Zwischen den Göttern, über die Pilgerreise von 150.000 indischen Hindus auf den Himalaya, Idee, Kamera: Vijay Kutty, 52 min., Digital Betacam.[9]
  • 2004 ff.: Magische Feste. TV-Reihe zu magischen Festen in Österreich.[10]
  • 2005: 50 Jahre Staatsvertrag – aus Sicht der Frauen.[11]
  • 2006: Die Option: Heimat verloren – Heimat gewonnen? Spurensuche zur Südtiroler Option 1939, Produktion West, Radiotelevisione Italiana Sender Bozen, RAI und ORF, 6. Oktober 2006; RAI und ORF 2006.[12]
  • 2008: Hildegard Burjan: Auf den Spuren der Gründerin der Caritas Socialis, Produktion West und ORF 2008.[13]
  • 2009: Tiroler Freiheit, Andreas Hofer und die Sicht der Frauen, mit Schauspielerin Sarah Jung, Produktion West.'[14]
  • 2009: Der Fall Trautmannsdorff. Zur Widerstandskämpferin Helene Trautmannsdorff.[15]
  • 2010: Verlorene Leben – Österreicherinnen im sowjetischen Gulag.[16]
  • 2011: Herrinnen der Wüste.[17]
  • 2012: Kreuz & Quer: „Shaker – Religion ohne Sexualität“.[18]
  • 2014: Vals – Der Film.[19]
  • 2015: Lebkuchenreise.[20]
  • 2015: Kreuz & Quer: „Kateri – Die Indianerheilige“.[21]
  • 2016: Universum History: „Gmünd – Leben an der Grenze“.[22]
  • 2016: Kreuz & Quer: „Maria Stromberger – Kann man nach Auschwitz noch glauben?“.[23]
  • 2016: Lebkuchengeheimnisse.[24]
  • 2017: Kreuz & Quer: „Mode, Models und Muslima – Die Islamische Revolution der Frauen“.[25]
  • 2017: Rendezvous Marchfeld.[26]
  • 2018: Wie gesund ist unser Brot.[27]
  • 2018: Österreichs Schicksal in Frauenhänden.[28]
  • 2018: „kreuz und quer“: „Ich glaube, also geh ich – Protestantenvertreibung in Österreich“.[29]
  • 2018: Ein wilder Sommer – Die Wachau-Saga.[30]
  • 2019: Der Gugelhupf – König der Kuchen.
  • 2021: Michael Memelauer – Das Land, der Bischof und das Böse.[31]
  • 2021: Die Fugger im Silberreich.[32]
  • 2022: Pinzen, Fladen, süße Zöpfe – Osterzauber in Europa.[33]
  • 2022: Buchteln, Ziegeln, Polka – Das böhmische Wien.[34]
  • 2023: Herr Morgenstern und seine Synagoge[35]
  • 2024: Elfi

Einzelnachweise

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