Anna-Liisa Korpinen
finnischer Politiker
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Anna-Liisa Korpinen (Geburtsname: Anna-Liisa Tiekso; * 14. März 1929 in Keminmaa, Lappland; † 20. September 2010 in Kemi, Lappland) war eine finnische Politikerin der Demokratischen Union des Finnischen Volkes SKDL, die unter anderem zwischen 1951 und 1974 Mitglied des Parlaments, von 1968 bis 1970 Sozialministerin sowie zwischen 1970 und 1971 Ministerin für Soziales und Gesundheit war.

Leben
Anna-Liisa Korpinen schloss 1949 die Sekundarschule ab und wurde bereits zwei Jahre später bei der Parlamentswahl 1951 mit 22 Jahre Jahren im Wahlkreis Lappland für die Demokratische Union des Finnischen Volkes SKDL (Suomen Kansan Demokraattinen Liitto) erstmals Mitglied des Parlaments (Eduskunta). Sie gehörte diesem nach ihren Wiederwahlen vom 21. Juli 1951 bis zu ihrem Mandatsverzicht am 31. Januar 1974 an, woraufhin ihr Parteifreund Mikko Ekorre[1] als Nachrücker neues Parlamentsmitglied wurde. Als Nachfolgerin von Markus Kainulainen[2] wurde sie 1955 Vorsitzende des Demokratischen Jugendverbandes SDNL (Suomen Demokraattinen Nuorisoliitto) und behielt diese Funktion bis zu ihrer Ablösung durch Ossi Sjöman 1964.
In ihrer langjährigen Parlamentsmitgliedschaft fungierte sie während der Vorbereitungsphase der umfassenden Schulreform vom 20. Februar 1962 bis zum 2. Februar 1969 als Vorsitzende des Bildungsausschusses. Am 22. März 1968 wurde sie als Sozialministerin (Sosiaaliministeri) in das Kabinett Koivisto I berufen und bekleidete dieses Ministeramt bis zum 14. Mai 1970.[3] Im Kabinett Karjalainen II übernahm sie vom 15. Juli 1970 bis zu ihrer Ablösung durch Pekka Kuusi[4] am 26. März 1971 den Posten als Ministerin für Soziales und Gesundheit (Sosiaali- ja terveysministeri).[5] Ihre beiden Amtszeiten als Ministerin fielen mit mehreren bedeutenden Sozialreformen beziehungsweise deren Vorbereitungen zusammen. Zuletzt fungierte sie zwischen dem 22. Januar 1972 und dem 3. Februar 1974 noch als Vorsitzende des Hauptausschusses des Parlaments.
Nach ihrem Ausscheiden aus dem Parlament war Anna-Liisa Korpinen beim Stahlproduzenten Rautaruukki Oy tätig, und zunächst zwischen 1974 und 1976 stellvertretende Direktorin für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Helsinki sowie im Anschluss seit 1976 stellvertretende Direktorin für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in deren Werk in Oulu.
Weblinks
- Anna-Liisa Korpinen. Finnisches Parlament, abgerufen am 10. April 2026 (finnisch).
- Anna-Liisa Tiekso. Finnische Regierung, abgerufen am 10. April 2026 (englisch).
- Tiekso, Anna-Liisa. Kansallisbiografia, abgerufen am 10. April 2026 (englisch).