Anna Barbara von Stettensches Institut Augsburg

privates Gymnasium in Augsburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Anna Barbara von Stettensche Institut (kurz: Stetten-Institut) besteht aus einem Gymnasium und einer Realschule in Augsburg. Der Besuch der privat getragenen Schule ist bis zur 10. Jahrgangsstufe Mädchen vorbehalten.[6][7]

SchulformGymnasium und Realschule
Schulnummer0024 (Gymnasium)
0420 (Realschule)
Gründung1806[1]
AdresseAm Katzenstadel 18a
Schnelle Fakten Schulform, Schulnummer ...
Anna Barbara von Stettensches Institut
Wappen des Anna Barbara von Stettenschen Instituts
Schulform Gymnasium und Realschule
Schulnummer 0024 (Gymnasium)
0420 (Realschule)
Gründung 1806[1]
Adresse Am Katzenstadel 18a
Ort Augsburg
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 22′ 28″ N, 10° 53′ 20″ O
Träger A. B. von Stettensche Stiftungen[2]
Schüler 952 (Stand: 2024/25)[3][4]
Lehrkräfte 74 hauptamtliche (Stand: 2024/25)[3][4]
Leitung Barbara Kummer[5]
Website www.stetten-institut.de
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von Stettensches Institut Augsburg
Ehemaliges Schulgebäude am heutigen Martin-Luther-Platz 3, um 1865

Geschichte

Die als von Amman geborene Anna Barbara von Stetten heiratete im Alter von 19 Jahren 1774 den Juristen Johann Ferdinand von Stetten, der nur vier Jahre später verstarb und seiner Frau ein großzügiges Erbe hinterließ.[8] 1803 verfasste Anna Barbara von Stetten ihr Testament, in dem sie die Gründung einer „höheren Schule für Mädchen“, eines Pensionates und einer Aussteuerungsanstalt[9] verfügte, die 1806 – ein Jahr nach ihrem Tod am 19. Februar 1805 – erfolgte: Am damaligen Annaplatz (heute Martin-Luther-Platz, Hausnummer 3) wurde eine Schule mit 21 Schülerinnen in zwei Klassen eröffnet. 1809 wurde die Schule vom bayerischen Staat als „Anstalt für höhere weibliche Bildung“ anerkannt.[10] Das Bildungskonzept der Institution orientierte sich am Bildungsideal der Philanthropen, abgesehen von einem leichten pietistischen Einfluß.[11] Dabei nahm die Erziehung zu Sittlichkeit und Fleiß breiten Raum ein.[12] Allgemein war der Unterricht ganz auf die Vorbereitung der Mädchen hinsichtlich ihrer dreifachen Bestimmung, nämlich Hausfrau, Ehefrau, Mutter, ausgerichtet. Die Fächer Tanzen, Zeichnen, Malen. Sticken und Französisch als Momente der eleganten Bildung sollten nicht allgemein gelehrt werden. Im Fächerkanon dominierten Handarbeiten und Hauswirtschaft: Bei einem ganztägigen Unterricht waren nur 1,5 Stunden für die Fächergruppe Religion, Sittenlehre, Rechtschreibung, Muttersprache, Geographie, Naturgeschichte und Physik vorgesehen sowie eine Stunde zusätzlich für Rechnen und Schreiben in der unteren der beiden Klassen.[13]

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und mit Verstärkung der Luftangriffe auf Augsburg wurden mehrere Schulgruppen vorübergehend nach Füssen und Umgebung verlegt.[14]

Am 1. Juli 1966 erfolgte der Spatenstich für den Bau eines neuen Schulgebäudes in der heutigen Lage „Am Katzenstadel“. Am 15. September 1969 fand der erste Schultag in den neuen Räumlichkeiten statt – zu dieser Zeit besuchten bereits 745 Schülerinnen das A. B. von Stettensche Institut.[15] Am 3. Dezember 1988 wurde ein neues Internatsgebäude eingeweiht, das in der Zwischenzeit einer anderen Benutzung zugeführt wurde.[16] Ab 2004 war es sprachliches und naturwissenschaftlich-technologisches G8-Gymnasium.[17] Wie an allen bayerischen Gymnasien erfolgte 2018 der Wechsel zum neuen G9. Seit 2025 gibt es einen sozialwissenschaftlichen Zweig.[18]

Zum Schuljahr 2024/25 hat das A. B. von Stettensche Institut die sogenannte Einführungsklasse etabliert, die es Schülerinnen mit mittlerem Schulabschluss ermöglicht, ihre Schullaufbahn am Gymnasium fortzusetzen. Zum Schuljahr 2025/26 wurde die Einführungsklasse auch für Jungen geöffnet[7]. Durch diese Neuerungen ist das A B. von Stettensche Institut nun koedukativ und keine rein monoedukative Mädchenschule mehr. Der Geist Anna Barbara von Stettens bleibt trotz dieser Neuerung gewahrt, da die Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums sowie die Realschule monoedukativ für Mädchen bleiben.

Bekannte Lehrer und Schüler

Siehe auch

Einzelnachweise

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