Anna Minta
deutsche Architekturhistorikerin
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Anna Minta (* 1970 in Düsseldorf) ist eine deutsche Architekturhistorikerin.

Leben
Von 1990 bis 1998 studierte sie Kunstgeschichte mit den Nebenfächern Publizistik und Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin sowie von 1993 bis 1994 Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin. 1998 erlangte Minta einen Magisterabschluss an der FU Berlin im Fach Kunstgeschichte mit der Arbeit „Zeev Rechter und das 'Haus Engel' in Tel Aviv, 1933 im Kontext der Architekturtheorie von Le Corbusier“.
Von 1999 bis 2003 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der Universität zu Kiel, wo sie 2003 im Fach Kunstgeschichte mit der Arbeit „'Nation Building' in Israel. Architektur, Städtebau und Denkmalpolitik zwischen dem Unabhängigkeitskrieg von 1948/49 und dem Sechs-Tage-Krieg von 1967“ promovierte. Anschließend war sie von 2003 bis 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Sonderforschungsbereich „Institutionalität und Geschichtlichkeit“ der TU Dresden und von 2005 bis 2014 wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern. Nach der Berner Habilitation 2013 im Fach Kunstgeschichte (Habilitationsschrift „Politische und sakrale Repräsentationsarchitektur in Washington/DC. 'The Battle of the Styles' im 19. und 20. Jahrhundert“) hatte sie von 2014 bis 2016 eine SNF-Förderungsprofessur am Kunsthistorisches Institut der Universität Zürich und bearbeitete das Forschungsprojekt „Heilige Räume in der Moderne. Transformationen und architektonische Manifestationen“. Seit 2016 lehrt sie als Professorin für Geschichte und Theorie der Architektur an der Katholischen Privat-Universität Linz.[1][2]
Von 2013 bis 2019 war Minta Redakteurin von kritische berichte. Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften.[3]
Zu Anna Mintas Forschungsschwerpunkten zählen auratische Raumkonstruktionen und Sakralisierungsprozesse in der Moderne sowie Architektur-, Kunst- und Designgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert mit Blick auf nationale und kulturelle Identitätskonstruktionen und deren Vereinnahmung in Herrschaftsdiskursen in globaler Perspektive. Ihre Länderschwerpunkte sind Europa, Israel und die USA.[2]
Schriften (Auswahl)
- Israel bauen. Architektur, Städtebau und Denkmalpolitik nach der Staatsgründung 1948. Berlin 2004, ISBN 3-496-01318-4.
- als Herausgeberin mit Bernd Nicolai und Markus Thome: Stadt, Universität Bern. 175 Jahre Bauten und Kunstwerke. Bern 2009, ISBN 978-3-258-07406-1.
- als Herausgeberin mit Bernd Nicolai: Parlamentarische Repräsentationen. Das Bundeshaus in Bern im Kontext internationaler Parlamentsbauten und nationaler Strategien. Berlin 2014, ISBN 3-0343-1502-3.
- Staatsbauten und Sakralarchitektur in Washington/DC. Stilkonzepte patriotischer Baukunst. Berlin 2015, ISBN 978-3-496-01531-4.