Anna van den Queborn

niederländische Stilllebenmalerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Anna van den Queborn (geboren um 1625 in Den Haag; gestorben um 1689 in Overschie) war eine niederländische Stilllebenmalerin.

Leben

Anna van den Queborn wurde um 1625 in Den Haag geboren. Ihr Vater war der Maler und Radierer Crispijn van den Queborn (1604–1652), ihre Mutter Anna Gabry (?–1652).[1] Sie hatte einen Bruder, Cornelis van Queborn (?–1675) und stammte aus einer Künstlerfamilie. Ihr Großvater Daniël van den Queborn war Porträtmaler und Kupferstecher, ein Onkel war Pieter de Putter, ein Maler von Fischstillleben. Als sie etwa 22 Jahre alt war, im Jahr 1647, heiratete sie den Witwer und Vater von drei kleinen Kindern Abraham van Beijeren. Auch Van Beijeren war Maler. Sie hatte mit ihm ein Kind, welches vermutlich jung starb. Es wurde am 5. Dezember 1648 geboren, in dem Jahr wurde auch ein Gemälde von ihr unter der Schirmherrschaft der Lukasgilde Den Haag, in der sie Mitglied war, versteigert.[2]

Nachdem Van Beijeren Anna van den Queborn geheiratet hatte, wurde er zu einem Maler von Stillleben. Später wurde er für diese Art der Malerei sehr bekannt. Dabei könnte ihn Anna van den Queborn dazu animiert haben. Sie malte, so weit noch bekannt, ausschließlich Stillleben. Auch unterstützte sie ihn bei der Vorbereitung der Leinwände und Farben. Sie zogen im Jahr 1657 nach Delft. Dort unterrichteten sie vermutlich Maria van Oosterwijk, eine angeheiratete Cousine. In Delft blieben sie bis 1663. In einem Delfter Inventar aus dem Jahr 1666 wird auch ein Blumenstillleben von Anna van den Queborn erwähnt und in einem Inventar aus Den Haag ein Gemälde mit Früchten und Blumen aus dem Jahr 1680, welches von „der Ehefrau von Van Beijeren“ angefertigt worden sein soll.

Sie zogen 1669 nach Amsterdam, dort blieben sie bis 1674 und hatten unter anderem Kontakt zu Willem van Aelst und zu Maria van Oosterwijk, die drei Jahre zuvor ebenfalls nach Amsterdam gezogen war. Nach 1674 zogen sie mehrfach um, vermutlich auf der Suche nach neuen Absatzmärkten in Holland, wozu sie die sich verschlechternde Wirtschaftslage zwang. Nacheinander lebten sie in Alkmaar (1674), Gouda (1675) und Overschie (ab 1677). Nachdem sie schwer erkrankt war, ließ Anna van den Queborn im Jahr 1674 ein Testament aufsetzen.

Anna van den Queborn starb 1689/1690 in Overschie. Ihr Mann Abraham van Beijeren starb im März 1690.

Einzelnachweise

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