Anna von Planta
Schweizer Philanthropin (1858-1934)
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Anna von Planta (* 21. November 1858 in Alexandria, Ägypten; † 7. Oktober 1934 in Schloss Fürstenau, Kanton Graubünden) war eine Schweizer Philanthropin. Sie stiftete das Frauenspital Fontana in Chur.
Leben und Werk
Anna von Planta war die Tochter des (Jakob) Jacques Ambrosius von Planta (1826–1901) und der Maria (Mary), geborene Planta-Wildenberg (1838–1925).[1] Ihre beiden Geschwister, Lily (1859–1881) und Rudolf Alexander (1861–1895) verstarben früh an Krankheit. Annas Onkel war Adolf von Planta, der Grossvater väterlicherseits Ulrich von Planta.
Anna von Planta lebte ab 1867 in Chur und St. Moritz mit Aufenthalten in Basel, Frankfurt und Rom, wo sie Giovanni Segantini kennen lernte und zeitlebens mit ihm und seiner Familie befreundet blieb.[2] Die Sommer verbrachte Anna und ihre Mutter, mit der sie bis zu deren Tod eine enge Beziehung pflegte, in illustrer Gesellschaft in ihrem Chalet im Engadin. In ihrer Freizeit schrieb Anna von Planta Gedichte und tagebuchähnliche Einträge, von denen einige im Bündner Monatsblatt von 1935 veröffentlicht wurden.
Anna von Planta liess 1900 in einem Nebengebäude der väterlichen Villa «Fontana» im Lüribad bei Chur ein Erholungsheim für Kinder aus armen Verhältnissen einrichten. 1916 schenkte sie die Gebäude dem Kanton zur Errichtung einer Gebäranstalt und Frauenklinik. 1917 wurde so das Kantonale Frauenspital Fontana eröffnet, das heute zum Kantonsspital Graubünden gehört (2026). Der erste Chefarzt war Dr. Achille Lardelli (1880–1929). Das Spital bot die Möglichkeit, im Kanton Graubünden eine Hebammenausbildung in Deutsch und Italienisch zu absolvieren. Ab 1943 kam in der eigenen Schwesternschule eine Ausbildung für Wochen- und Säuglingspflege dazu, die vom Schweizerischen Hebammenverein anerkannt wurde.[3]
Nach der Schenkung der Villa zogen ihre Mutter und Anna von Planta nach Genf. Nachdem sie an einem Augenleiden erkrankte und erblindete, kehrte sie kurz vor ihrem Tod nach Chur zurück. Anna von Planta verstarb am 7. Oktober 1934 bei ihrem Cousin im Schloss Fürstenau.[3]
Literatur
- Hansjürg Gredig: Anna von Planta. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. Februar 2010.
- Barbara von Sprecher: Erinnerung an Fräulein Anna von Planta. In: Bündner Monatsblatt: Zeitschrift für bündnerische Geschichte, Landes- und Volkskunde, 1935, Heft 10 (Oktober), S. 289–299 (Digitalisat in E-Periodica).
Weblinks
- Publikationen von und über Anna von Planta im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek