Annalies Klophaus
Malerin, Grafikerin, Dichterin (1940-)
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Annalies Klophaus (* 6. Dezember 1940 in Bad Oeynhausen als Annalies Deumlich) ist eine deutsche Künstlerin, Autorin (dt. und frz.), Malerin und Grafikerin.[1] Sie gilt als wichtige Vertreterin visueller Poesie und verfolgt einen erweiterten Kunstbegriff, der Konzeptkunst, Aktionskunst und Minimalismus voraussetzt und auf einem persönlichen ganzheitlichen Weltbild beruht.[1][2]
Ihre experimentellen Ausdrucksformen entfalten sich intuitiv und mit hoher synästhetischer Sensibilität an der Schnittstelle von zeitbasierten zu nicht zeitbasierten Künsten. Sie reichen vom gesprochenen Wort über geschriebenen oder farbig gesetzten Text bis zu großformatigen skriptural-malerischen Bildfindungen, die in den Raum ausgreifen und das Format einer Performance annehmen können. Auch körperliche Bewegungen des Schreibaktes als hörbares, sich wiederholendes, meditatives wie beseelendes Tun spielen hinein, um auf subjektive Weise genormte Zeichen zu materialisieren. Parallel dazu entstehen Fotoarbeiten, in denen sie ihr Schaffen als humanistisch-feministische Selbstbehauptung in einem patriarchalisch geprägten Umfeld dokumentiert und inszeniert.
Über ihr künstlerisches Wirken hinaus engagiert sich Annalies Klophaus gesellschaftspolitisch. Gemeinsam mit Barbara Gross und Barbara Hammann gründete sie 1985 Continuum, einen Verein zur Förderung der Kunst von Frauen, in München. In diesem Arbeitszusammenhang war sie in der Villa Stuck auch kuratorisch für die wegweisende Ausstellung (1986) bestehend – lebend – gegenwärtig tätig. Die Schau präsentierte ausgewählte künstlerische Positionen von Frauen quer durch Generationen und Medien.[3][4][5]
Die Künstlerin lebt und arbeitet in München und – seit 1969 – auch in Haut-de-Cagnes.[2]
Leben und Werk
Studium in Wuppertal, Bielefeld und München
Nach einem Praktikum in den Rheinischen Textil-Fabriken AG (Frowein) nahm Annalies Klophaus 1959 ein Studium an der Werkkunstschule Wuppertal auf. Zunächst besuchte sie die von Albrecht Ade unterrichtete Klasse Grafikdesign. 1961 heiratete sie den Fotografen und Designer Herbert Klophaus und wurde Mutter eines Sohnes. 1962–1963 setzte sie ihr Studium an der Werkkunstschule Bielefeld fort und wechselte in das Fach Textile Flächenkunst. Ihre Dozentin war Thyra Hamann-Hartmann, eine der führenden Textilkünstlerinnen der Nachkriegszeit. 1964 wurde Annalies Klophaus an der Akademie der Bildenden Künste München angenommen. Sie studierte Malerei bei Josef Oberberger[6] und Günter Fruhtrunk, wurde dessen Meisterschülerin und schloss 1970 mit einem Diplom ab. Doch Annalies Klophaus bildete sich neben ihrem Studium auch autodidaktisch. Prägenden Eindruck hatten nicht nur Schriftsysteme verschiedener, teils außereuropäischer Kulturen hinterlassen. Inspirationen bezog sie auch aus der Auseinandersetzung mit nordafrikanischer Berberkunst, mit der sie 1973 in Berührung kam.[7]
Frühe Erfolge und internationale Ausstellungstätigkeiten
Schon während ihres Studiums wurde die Künstlerin mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem österreichischen Hugo-von-Montfort-Preis (1965). Früh ergaben sich auch internationale Ausstellungstätigkeiten. In den Jahren 1964–1968 konzentrierte sich ihr Schaffen auf experimentelle Formen der Wortmalerei. In diesem Zusammenhang versuchte die Künstlerin Möglichkeiten komplexer Überlagerungen aus Zeichen, Zeichenkörper, und Zeichenträger durchzuspielen und die dabei aufgerufenen Assoziationen auszuloten. Gezielt setzte sie auf unterschiedliche Materialitäten und Farbgebungen. Worte und Wortfolgen wurden so den Regeln sprachlicher Konventionen, wie Syntax oder Groß- und Kleinschreibung enthoben und über neue sinnliche Dimensionen mit eigener, oft provokanter Wirkungsmacht versehen. Es entstand der Werk-Komplex der Wort-Farben, daneben visuelle Bücher und die sog. Demonstrativlyrik. 1970 erschien ihr Mot-Couleur-Roman in dem von Jochen Gerz und Jean-François Bory in Paris betriebenen, alternativen Künstler- und Autorenverlag Agentzia.[8] Auch gilt sie als eine der Initiatorinnen der Mail-Art Bewegung.[1][2]
Seit 1972 verband Annalies Klophaus ein engerer Kontakt mit dem internationalen Kreis visueller Poetinnen um Mirella Bentivoglio. Mit ihnen stellte sie in Italien an verschiedenen Orten aus.[7]
Größere Bekanntheit erlangte die Künstlerin Ende der 70er Jahre: 1975 erhielt sie gemeinsam mit Bodo Baumgarten den Kunstpreis Berlin. 1976 folgte der angesehene und mit einem Stipendium verbundene Rompreis Villa Massimo. 1977 war sie in der viel beachteten, ausschließlich Frauen vorbehaltenen Ausstellung Künstlerinnen international 1877–1977 vertreten. Von der NGBK in West-Berlin organisiert, wurde die Schau im Anschluss auch im Frankfurter Kunstverein gezeigt.[9][10] Schließlich präsentierte Mirella Bentivoglio Annalies Klophaus auf der 38. Venedig Biennale (1978) in der epochemachenden Ausstellung Materializzazione del linguaggio, der ersten Ausstellung auf der Biennale, die nur Frauen gewidmet war.[11] Zu sehen waren ihre Pagine di cemento inciso (1970), Betonflächen in Buchseitenformat, in die die Künstlerin Zeichen eingeritzt hatte.[12][13] Zwei Jahre später holte sie auch Harald Szeemann in die zentrale Ausstellung der 39. Venedig Biennale Aperto.[2][14]
Die Er+Sie Notationen
Mit der 1977 einsetzenden Serie der Er+Sie Notationen begleitete Annalies Klophaus eine intensive Phase der Selbstfindung als Frau: Stimuliert von Musikerfahrungen wählte sie linierte Notenblätter und schrieb auf die so vorformatierten Flächen anstelle von Noten die Personalpronomen Er und Sie. Stellvertretend und zugleich entpersönlicht entfaltete sich in den unabsehbar langen Reihungen immer wieder auf das Neue die Polarität von Weiblichkeit und Männlichkeit. Das insistierende Beharren auf feinen Nuancierung, das Misstrauen gegenüber festgelegter Eindeutigkeit, die Ausdehnung eines räumlich und zeitlich kleinen Wortes, so der Filmwissenschaftler Wolfgang Längsfeld[15], führte in der fortgeschriebenen Wiederholung zu neuen Wendungen, verschliff die existenzielle Spannung und mündete in die Themen Synergie und Reorganisation.[1] Sehr wahrscheinlich wird die Erfahrung schließlich die falschen Lösungen ausscheiden, zitiert Annalies Klophaus in ihrem Künstlerbuch Rest 1, Rest 2 Maurice Merleau-Ponty.[16]
1982 begann sie, gemeinsam mit ihrem Mann, über mehrere Jahre die Räume einer alten Schmiede in der Thalkirchner Straße München zu einem Kunst-Ort umzubauen, der seither nicht nur als Atelier dient und verschiedenen künstlerischen Projekten beider Ehepartner Raum bietet.[17] Anlässlich städtisch organisierter Kulturtage stehen die Räume gelegentlich zur Besichtigung offen.[18]
Wien: Annalies Klophaus im Zentrum des Feminismus der 80er Jahre
Bereits seit den ausgehenden 70er Jahren stand Annalies Klophaus in engerem Austausch mit einer der Schlüsselfiguren des Feminismus in der Kunst in Österreich, der Wiener Galeristin Grita Insam. Mit der Modern Art Galerie hatte diese eine experimentelle Informationsgalerie geschaffen, in der neue Formate zeitgenössischer Kunst zu erproben und zu diskutieren waren.[19] Die Solopräsentation, die sie Mitte der 80er Annalies Klophaus widmete, markiert einen Höhepunkt in der Karriere der Künstlerin:
Ausgelöst durch Forderungen der UN-Weltfrauenkonferenz in Kopenhagen (1980) war mit starker finanzieller Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia über mehrere Jahre ein internationales Festival zur aktuellen Situation von Frauen in der Kunst in Wien vorbereitet worden.[20][21] Um die Protagonistinnen dieses Projektes, Silvia Eiblmayr, Valie Export und Grita Insam verdichtete sich ein weitreichendes feministisches Netzwerk; Neben Ausstellungen im Museum des 20. Jahrhunderts Wien (Kunst mit Eigen-Sinn)[20] und in der Wiener Secession konzipierte die Galeristin Insam in ihren Räumen eine Veranstaltung, die den programmatischen Titel Standpunkte (1974–1984) trug. Ihr Ziel war ein Positionsvergleich feministischer Kunst: Werke aus der Zeit um 1974 und 1975, dem internationalen Jahr der Frau, sollten Arbeiten aus dem Jahr 1984 gegenübergestellt werden. Besondere Aufmerksamkeit galt der wachsenden Vielfalt neuer Medien, deren sich Künstlerinnen auch deshalb bedienten, weil sie von Männern weniger besetzt waren. Neben Iole de Freitas, Rebecca Horn, Annette Messager, Anna Oppermann, Friederike Pezold, Ulrike Rosenbach, Carolee Schneemann, und Gina Pane stand Annalies Klophaus auf der Liste geladener Leitfiguren. In etwas veränderter, kleinerer Zusammensetzung, nun aber unter Mitwirkung von Alice Aycock und Miriam Cahn, konnte Grita Insam ihre kuratorische Idee in Form einer Serie von Einzelausstellungen realisieren.
Die Arbeiten von Annalies Klophaus waren vom 30. Januar bis zum 16. Februar 1985 zu sehen.[22] Dabei stellte sie eine collagierte Fotoarbeit (1970) aus, die Porträts ihrer selbst in freier Landschaft zeigte. Ihrer Stirn war das Wort Mensch eingeschrieben. Damit, so kommentierte Klophaus später, wollte sie zeigen, dass wir alle nur ein Teil der Menschheit seien.[23] Ihr Anliegen korrespondierte mit zeitgleichen Äußerungen Friederike Hassauers: der Mann ist selbstverständlich Mensch. Daß derselbe Mensch sich genauso in der Frau realisieren können soll, versteht sich nicht von selbst. Bis heute nicht.[24]
Diese frühe Fotoarbeit kontrastierte Klophaus mit Papierbahnen, die den gesamten Galerie-Raum auskleideten. In der Entgrenzung gewann das Werk den Anschein einer Rauminstallation. Mit dem Pinsel überzog sie dann die weißen Flächen mit farbigen, kalligraphisch stilisierten Schriftzeichen des Wortes Mensch. Die Arbeit, die sie auch in späteren Jahren weiterentwickelte, umkreist die Themen Sprache, Körper und Geschlechterdefinitionen und berührt damit Kernfragen humanistisch-feministischer Gegenwartsdiskurse.[22][25]
München: kulturpolitisches Engagement für die Förderung von Kunst im Allgemeinen, von Frauen im Besonderen
Für in München lebende Künstler und Künstlerinnen entwickelte sich die Situation in den 80er Jahren weniger fortschrittlich als in Wien. Ein allmählicher Schulterschluss zwischen Institutionen, öffentlichen Geldern und privaten Kulturträgern gelang selten und verlief oft nicht friktionsfrei. International anschlussfähige Diskussionen wurden vorwiegend im Rahmen privater Galerien geführt.[26] Annalies Klophaus zählte zu den wichtigen Protagonistinnen: Mit Ugo Dossi, Hetum Gruber, Nikolaus Lang, Gerhard Merz, Friederike Pezold, Pino Poggi und Rainer Wittenborn beteiligte sie sich 1978 an einem offenen Brief an das Kulturreferat der Stadt. Die Autoren und Autorinnen analysierten darin ihre schwierigen Lebensbedingungen als Kunstschaffende und äußerten Verbesserungsvorschläge.[27]
Auf die sich seit Ende der siebziger Jahre in vielen Bereichen Bahn brechende Emanzipation von Frauen reagierten die Münchner Institutionen ähnlich verhalten. Einen wichtigen Auftakt setzte allerdings Helmut Friedel mit der Veranstaltungsreihe Performances 79 im Lenbachhaus.[28] Für das Frauenthema sensibilisiert, fanden nun auch im Münchner Kunstverein, wie in Galerien entsprechende Ausstellungen statt:[26] So zeigte Barbara Gross 1981 mit Frauenbilder eine Auswahl aus den von ihr produzierten Künstlerinneneditionen, darunter auch Annalies Klophaus.[29]
Die Akademie der bildenden Künste, in dessen Lehrkörper erst 1995 eine Professorin Aufnahme finden sollte, ließ schließlich 1982 ein Symposium zur Kunst und/von Frauen mit verschiedenen Präsentations- und Begegnungsformaten zu. Künstlerinnen, Kunsthistorikerin, Kritikerinnen, Kuratorinnen und Theoretikerinnen kamen zu einem lebendigen Austausch zusammen, auch Annalies Klophaus nahm teil. Die Resonanz war trotz der Bedeutung des Symposiums wenig nachhaltig.[26]
Als im Lenbachhaus die Ausstellung Aktuell’83. Kunst aus Mailand, München, Wien und Zürich gezeigt wurde, war keine der Münchner Künstlerinnen vertreten.[30] Dies rief eine folgenreiche Empörung hervor. In der Galerie Pol (Claudia Jaeckel-Göbel mit Unterstützung von Barbara Gross) eröffnete einen Tag später die Gegenausstellung Aktuell(e) 83. Zu sehen waren Werke von Annalies Klophaus, Dagmar Rhodius, Regine von Chossy, Verena von Gagern und Barbara Hammann.[31] Die Forderung nach einer langfristigen Forschungs- und Vermittlungsarbeit für die Kunst von Frauen wurde laut und mündete unter führendem Einsatz von Annalies Klophaus 1985 in die Gründung von Continuum, einem Verein zur Förderung der Kunst von Frauen e.V. München.[3] Bemerkenswert war nicht nur, dass dieser ausdrücklich spartenübergreifend wirken wollte und sich an Frauen aller Medien in München wandte. Das Leitungsteam unter Annalies Klophaus, Barbara Hammann und Barbara Gross sprach sich in seinem humanitären Verständnis dezidiert gegen die Entstehung neuer Monokulturen aus und verpflichtete sich daher, ebenso Kunst von Männern zu fördern. Unter Vorsitz und unter Kuratierung von Annalies Klophaus gelang es dem Verein im darauf folgenden Jahr, in der Villa Stuck unter dem Titel bestehend-lebend-gegenwärtig eine Ausstellung zu zeigen, die sowohl in ihrer medialen Vielfalt als auch in der Auswahl von fünf international führenden Künstlerinnen unterschiedlichsten Alters den Anschein der Münchner Provinzialität mit einem Schlag auszuräumen vermochte. Zu sehen waren Werke von Monika Baumgartl, Renate Bertlmann, Shigeko Kubota, Lidy von Lüttwitz und Nancy Spero.[4]
Zitate
„DIE INKARNATION DES WORTES SITZT BEI MIR IM GEHIRN“
„Annalies Klophaus hat das Wort zur Zeichnung verwandelt und diese wiederum in Bewegung transformiert.“
Künstlerbücher
- Annalies Klophaus: Mot-Couleur-Roman / Farb-Wort-Roman. Edition Agentzia; nouvelle collection, Nr. 29. Paris 1970.
- Annalies Klophaus: Rest 1, Rest 2. Hrsg.: Engelhornstiftung zur Pflege + Förderung der Kunst GMBH. Grünwald vor München 1972.
- Annalies Klophaus: Ersie + sie - Notationen 1977. Anfänge in Weiss-Rot-Schwarz / Heshe + she - Notations 1977. Beginnings in White-Red-Black. Selbstverlag, München 1977.
Ausstellungen (Auswahl)
- 1965: Austria. Malerei von heute (Hugo-von-Montfort-Preis), Galerie im Taxispalais, Innsbruck (G)
- 1969: Biennale von Pistoia
- 1969: Grand Prix International de la Peinture, Cote d’Azur
- 1969: Internationale Biennale, Ibiza: 2. Preis für Graphik
- 1970: Wanderausstellung Spanien, Portugal, Südamerika
- 1971: Biennale von Mérignac
- 1971: Junge Kunst 1971, Preis für Postkartenständer Antwort, Kunsthalle Baden-Baden.
- 1972: Annalies Klophaus, Kunstzentrum Nr. 66, München-Neuperlach (E)
- 1973: Annalies Klophaus, Galerie Dürr, München (E)
- 1973: Hors Language (Théâtre de Nice)
- 1974: Annalies Klophaus, Galerie Art in Progress, München (E)
- 1974: Große Kunstausstellung München (G)
- 1974: Annalies Klophaus, Galerie 2, Stuttgart (E)
- 1975: Geschriebene Malerei, Badischer Kunstverein, Karlsruhe
- 1975: Art 6/75, Basel
- 1976: 24. Jahresausstellung des Deutschen Künstlerbundes, Mehrzweckhalle im Herzogenriedpark Mannheim
- 1976: Paula Modersohn-Becker Museum, Böttcherstrasse, Bremen (E)
- 1976: Konzept „Schreiben“, Galleria Diagramma, Milano
- 1976: Handgeschriebene Zeichnungen, Galerie Art in Progress, München
- 1976: Galerie-Portrait, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart
- 1976: Painting Box Gallery, Zürich (E)
- 1976: Art 7/76, Basel
- 1977: Galerie Art in Progress, Düsseldorf (E)
- 1977: Deutsche Handzeichnungen heute, Today’s German Handdrawings, Initinerary exhibition, Europe, U.S.A. 1977
- 1977: Künstlerinnen international 1877–1977, Berlin
- 1977: Frauen machen Kunst, Galerie Magers, Bonn
- 1978: Materializzazione del linguaggio (Materialisierung der Sprache), kuratiert von Künstlerin und Dichterin Mirella Bentivoglio auf der 38. Esposizione Internazionale d’Arte della Biennale di Venezia (38. Internationale Kunstausstellung der Biennale Venedig)
- 1978: Villa Massimo, Rom
- 1978: Art 9/78, Basel
- 1979: Beschreibung-Notation-Struktur, Galerie Art in Progress, München
- 1979: Sprachen jenseits von Dichtung, Kunstverein Münster
- 1979: Von der Freiheit des abhängigen Künstlers, Galerie Dany Keller, München
- 1979: Sound-Medium der Bildenden Kunst, Galerie Dany Keller, München
- 1979: Galerie Krinzinger, Innsbruck
- 1979: Galerie Pelegrino, Bologna
- 1980: The 9th Exhibition International Calligraphers Association, Städtisches Museum Tokyo, Japan
- 1980: Er-Sie in Grün. Annalies Klophaus, Modern Art Galerie, Wien (Grita Insam)[32] (E)
- 1980: Lettres et Chiffres. Schrift im Bild, Galerie Beyeler, Basel
- 1980: Zorn+Zärtlichkeit: Annalies Klophaus, Ingeborg Lüscher, Annette Messager, Anna Oppermann, Friederike Pezold, Galerie Maeght, Zürich
- 1980: Aperto 80: Biennale di Venezia
- 1980: Vom Aussehen der Wörter : visuelle Poesie, Notationen; Kunstmuseum Hannover mit Sammlung Sprengel
- 1981: Galerie e+f schneider, Le Landeron, Schweiz (mit Herbert Klophaus)
- 1981: Galerie Dany Keller München (mit Herbert Klophaus)
- 1983: La femme et l’art, Triennale Internationale, Le Landeron
- 1983: Spekulum : Frauenkünste, Geburtstag, Krankheitsbilder, Weserburg, Bremen
- 1983: AKTUELL(e): Konzeption und Durchführung der Ausstellung, Galerie Pol München
- 1984: Kunstlandschaft Bundesrepublik, Kölner Kunstverein, Museum Villa Stuck München
- 1984: Standpunkte 1974/1984, Menschwege, Modern Art Galerie Wien (Grita Insam) (E)
- 1986: Vom Klang der Bilder, Staatsgalerie Stuttgart
- 1986: MENSCH : HUMAN-BEING-ÊTRE-HUMAIN-SIE, Galerie Christel Schüppenhauer, Essen/Köln (E)
- 1987: ECCE HOMO, Brüderkirche Kassel (anlässlich der documenta 8)
- 1988/98: Bilder vom Wesen des Menschen: Simone Weil - Mozart - Matisse, Barbara Gross Galerie München (E)
- 1991: LIFE - VIE - LEBEN, Durhammer Galerie, Frankfurt/Main (E)
- 1995: LIFE - VIE - LEBEN, Château-Musée Cagnes, France (E)
- 1996: IMPORT - EXPORT, Palais des expositions, Nizza (E)
- 1997: Präludium : Annalies Klophaus, Aspekte Galerie im Gasteig, München (E)
Werke in öffentlichem Besitz (Auswahl)
- Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz
- Museum Kunstpalast Düsseldorf
- Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
- Lenbachhaus München
- Bayerische Staatsgemäldesammlungen München
- Münchner Stadtbibliothek / Monacensia (Demonstrativlyrik)
- Joslyn Art Museum, Omaha/Nebraska
- Bibliothèque Nationale de France (Paris)
- Staatsgalerie Stuttgart
- Museum of Art, Toledo (Ohio)
- Albertina Wien
Auszeichnungen und Preise
- 1965: Hugo von Montfort-Preis
- 1967: Akademie Preis München
- 1969: XX. Grand Prix International de Deauville
- 1969: Grand Prix de la Cote d’Azur (für: 3 Wort Farben)
- 1970: Internationale Biennale Ibiza (2. Preis für Grafik)
- 1970: The Perth Prize for Drawing, Australien
- 1971: Biennale de Mérignac
- 1971: Junge Kunst `71, KH Baden-Baden (Preis für Postkartenständer: Antwort)
- 1975: Stipendium Kunstpreis Berlin
- 1976: Kunstpreis Bremen
- 1976 Rompreis Villa Massimo
- 1980: Förderpreis der Stadt München für Grafik
- 1990: Gartenpreis der Stadt München
- 1997: Preis der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München
Filmographie
- Barbara Bongartz und Helga Weckop-Conrads: Nach allen Regeln der Kunst – Künstlerinnen in der BRD (BRD 1987, 16 mm, Farbe, Lichtton, 80 Min.)
Literatur
- Wolfgang Längsfeld: Ästhetisch syntaktische Systeme. Zu den Bildern von Annalies Klophaus. In: Galerie Art in Progress (Hrsg.): Annalies Klophaus. München 1975, S. k. A.
- Helmut Heißenbüttel: wenn-Sätze mit Zwischentext für Annalies Klophaus. In: Galerie Art in Progress (Hrsg.): Annalies Klophaus. München 1975, S. k. A.
- Margarethe Jochimsen: Frauenspezifisches in der Kunst am Beispiel von sechs Künstlerinnen. In: Magazin KUNST. Das deutschsprachige Kunstmagazin. 15. Jahrgang, Nr. 4 (1975). Mainz 1975, S. 76–86.
- Jürgen Morschel: Versuch, eine neue Richtung zu definieren : zur Karlsruher Ausstellung „Geschriebene Malerei“. In: Kunstnachrichten. Band 11, Heft 6 (September). Luzern; Freudenstadt [u. a.] 1975, S. 141–145.
- Dany Keller Galerie: Von der Freiheit des abhängigen Künstlers oder von der Abhängigkeit des freien Künstlers : Ugo Dossi, Hetum Gruber, Annalies Klophaus, Nikolaus Lang, Friederike Pezold, Pino Poggi, Rainer Wittenborn. Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung vom 24. Mai–15. Juli 1979, München 1979.
- Mirella Bentivoglio: Materializzazione del linguaggio : Biennale arte 1978. Facs. repr. of the catalog of an exhibition held within the International Art Exhibition La Biennale di Venezia, Magazzini delle Sale alle Zattere, Venice, Italy, September 20-October 15, 1978. Venedig 2022, ISBN 978-88-98727-74-2.
- Dany Keller Galerie: Sound - Medium der bildenden Kunst : Vincenzo Agnetti, John Cage, Jürgen Claus, Annalies Klophaus, Konrad Balder Schäuffelen, Helmut Schober, Karl Valentien. die Ausstellung "Sound - Medium der bildenden Kunst" wurde in Wien von der Modern Art Galerie zusammengestellt und gezeigt. Dany Keller ergänzte die Ausstellung in München, München 1979.
- Hans Gercke: Am Anfang waren Wort und Bild. Aspekte der Kombination und Relation von verbaler und visueller Darstellung. In: KUNSTFORUM International. Nr. 33, 1979, S. 24–40.
- Galerie Maeght: Zorn und Zärtlichkeit : Annalies Klophaus, Ingeborg Lüscher, Annette Messager, Anna Oppermann, Friederike Pezold. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung der Galerie Maeght, 02.1980–03.1980, Zürich 1980.
- Michael Erlhoff, Bernhard Holeczek (Bearb.): Vom Aussehen der Wörter. Visuelle Poesie / Notationen. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung 14. November – 7. Dezember 1980. Kunstmuseum Hannover mit Sammlung Sprengel, Hannover 1980, ISBN 978-3-89169-003-1.
- Barbara Gross Edition: Frauenbilder: Annalies Klophaus, Annegret Soltau, Maria Lassnig, Niki de Saint Phalle, Verita Monselles. München 1982.
- Brigitte Kaul, Sabine Kricke-Güse, Ernst-Gerhard Güse: 96 Künstler aus Westfalen. Hrsg.: Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung 04.07.1982-05.09.1982, Münster 1982.
- Annalies Klophaus, Barbara Hammann, Claudia Jaeckel-Göbel: Aktuell(e) '83 : Regine von Chossy, Verena von Gagern. Hrsg.: Galerie POL München, 22.09.1983–05.11.1983. München 1983.
- Grita Insam: Standpunkte 1974–1985: Alice Aycock, Annalies Klophaus, Friederike Pezold, Iole De Freitas, Miriam Cahn, Ulrike Rosenbach. Selbstverlag der Galerie, Wien 1985.
- Ulrika Evers: Deutsche Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts : Malerei-Bildhauerei-Tapisserie. Ludwig Schultheis Verlag, Hamburg 1983, ISBN 3-920855-01-9.
- Barbara Gross, Barbara Hammann, Annalies Klophaus: Bestehend, lebend, gegenwärtig : Monika Baumgartl, Renate Bertlmann, Lidy von Lüttwitz, Shigeko Kubota, Nancy Spero. Hrsg.: Continuum e.V. Begleitpublikation zur Ausstellung in der Villa Stuck, München 19.6.–27.7.1986 / Selbstverlag, München 1986.
- Hanne Weskott: bestehend-lebend-gegenwärtig. Eine Ausstellung von Continuum im Museum Villa Stuck, München, 19.6 – 27.7.1986. In: KUNSTFORUM International. Nr. 85, 1986, S. 295.
- Maria Linsmann: Schriftähnliche Zeichen und Strukturen in der Kunst des 20. Jahrhunderts. In: Beiträge zur Kunstgeschichte. Band 6. Witterschlick, Bonn 1991, ISBN 3-925267-48-4.
- Horst Ludwig: Vom Blauen Reiter zu Frisch gestrichen : Malerei in München im 20. Jahrhundert. Hugendubel, München 1997, ISBN 3-88034-970-3.
- Annalies Klophaus, Lisa Gritzmann (Textbeitrag): Präludium. Gasteig München: Aspekte Galerie 10. Juli bis 31. August 1997, Selbstverlag der Künstlerin, München 1997.
- Helmut Friedel, Ulrich Wilmes, Irene Netta: Das Gedächtnis öffnet seine Tore : die Kunst der Gegenwart im Lenbachhaus München. Hatje-Cantz, Ostfildern-Ruit 1999, ISBN 3-7757-0889-8.
- Monika Kaiser: Neubesetzung des Kunst-Raumes. Feministische Kunstausstellungen und ihre Räume, 1972–1987. transcript Verlag, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2408-3.
- Petra Klara Gamke-Breitschopf: Annalies Klophaus. In: Andreas Beyer, Bénédicte Savoy, Wolf Tegethoff (Hrsg.): Allgemeines Künstler-Lexikon. Band 80. Walter de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-598-23033-2, S. 511.
- Domenico Amoroso und Sylvia Franchi: Mulieres in ecclesiis taceant. Hrsg.: Galleria Artivisive. Rom 2018 (italienisch).
- Beatrice Nickel: Texte inmitten der Künste : Intermedialität in romanischen, englischen und deutschen Gedichten nach 1945. In: Pictura et poesis. Band 32. Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2015, ISBN 978-3-412-22412-7.
- Alex Balgiu & Monica de la Torre: Women in concrete poetry, 1959–1979. Primary Information, Brooklyn, NY 2020, ISBN 978-1-7344897-2-9, S. 228–236, 471 (englisch).
- Beniamino Foschini: Eine Akademie für sich allein? Das Symposium „ Kunst und/von Frauen“ 1982. In: Kunstchronik. Monatszeitschrift für Kunstwissenschaft. 79. Jahrgang, Ausgabe 3 (März 2026), 2026, S. 163–177, doi:10.11588/kc.2026.3.115065.
Weblinks
- Literatur von und zu Annalies Klophaus im Katalog der DNB Frankfurt
- Website der Künstlerin Annalies Klophaus (Abruf 11. März 2026)
- Annalies Klophaus im Archiv der basis wien (Abruf 11. März 2026)
- Annalies Klophaus im Archiv der documenta, Kassel (Abruf 12. März 2016)
- Annalies Klophaus auf der Website des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland
- Re-Materialisierung der Sprache. 1978-2022 • Fondazione Antonio Dalle Nogare
- Annalies Klophaus in der Kunststiftung Maike Bruhns
- Annalies Klophaus im Toledomuseum, Ohio