Anne Gabrisch

deutsche Literaturwissenschaftlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Anne Gabrisch (* 1932; † 13. November 2004) war eine deutsche Literaturwissenschaftlerin.

Leben und Wirken

Anne Gabrisch studierte Germanistik. Danach war sie in verschiedenen DDR-Verlagen zunächst für die Herausgabe von einigen Büchern mit Grafik und Zeichengeschichten verantwortlich. Seit 1966 veröffentlichte sie Texte von und über Dichter wie Christian Morgenstern, Bettina von Arnim, Franziska von Reventlow, Ricarda Huch, Robert Musil und weitere, ihre Ausführungen über Robert Walser wurden in Fachkreisen besonders beachtet.[1] Anne Gabrisch lebte viele Jahre in Berlin. Sie starb 2004 und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof bestattet.[2]

Anna Gabrisch war zuerst mit dem Schriftsteller Manfred Bieler verheiratet.[3] Danach heiratete sie den Grafiker Horst Hussel, der auch einige ihrer Bücher illustrierte. Ihre Tochter Anna Hussel verwaltet ihren Nachlass.

Werke (Auswahl)

Publikationen

Autorin
  • Rosinenauge und Mandelkern, Kinderbuchverlag Berlin, 1967, Kindergeschichten
  • In den Abgrund werf ich meine Seele. Die Liebesgeschichte von Ricarda und Richard Huch, Nagel & Kimche, Zürich 2000
Herausgeberin
  • Albert Schaefer-Ast, Burlesken, Eulenspiegel, Berlin 1959
  • Albert Schaefer-Ast, Fabuleux, Insel, Leipzig 1960
  • Christian Morgenstern, Galgenlieder. Eine Auswahl, Reclam, Leipzig 1966, 7 Neuauflagen bis 1987 und drei Lizenzausgaben in der Bundesrepublik
  • Schattenbilder der Goethezeit, 55 Bildtafeln, Insel, Leipzig 1966
  • Paul Scheerbart, Münchhausens Wiederkehr, Eulenspiegel, Berlin 1966, auch Lizenzausgabe Zürich 1966
  • Musenklänge aus Deutschlands Leierkasten, Neuausgabe, Eulenspiegel, Berlin 1967
  • Robert Walser, Prosastücke, 2 Bände, Volk und Welt, Berlin 1967, 1969
  • Rodolphe Töpffer, Komische Bildromane, 2 Bände, Herbig 1967, 1969
  • Bettina von Arnim, Gritta von Rattenzuhausbeiuns, Kinderbuchverlag Berlin, 1968
  • Robert Musil, Essays, Reden, Kritiken, Volk und Welt, Berlin 1984
  • Friederike Kempner, Gedichte, (Poesiealbum 239), Neues Leben, Berlin 1987
  • Franz Blei, Porträts (Österreichische Bibliothek), Böhlau, Köln/Graz/Wien 1987[4]
  • Ricarda Huch, Du, mein Dämon, meine Schlange ... Briefe an Richard Huch 1887–1897, Göttingen 1998
Nachwort oder Zwischentexte

Hörspiele

Anne Gabrisch schrieb auch die Tedte für sieben Hörspiele[5]

  • Der 35. Mai, 5. Juni 1963, nach Erich Kästner
  • Besuch bei Herrn Pocadiribi , 7. Oktober 1963
  • Die verflixten Bengels, 9. Juni 1965
  • Der Mantel, 15. November 1965, nach Alfred Polgar

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI