Anne Gabrisch
deutsche Literaturwissenschaftlerin
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Anne Gabrisch (* 1932; † 13. November 2004) war eine deutsche Literaturwissenschaftlerin.
Leben und Wirken
Anne Gabrisch studierte Germanistik. Danach war sie in verschiedenen DDR-Verlagen zunächst für die Herausgabe von einigen Büchern mit Grafik und Zeichengeschichten verantwortlich. Seit 1966 veröffentlichte sie Texte von und über Dichter wie Christian Morgenstern, Bettina von Arnim, Franziska von Reventlow, Ricarda Huch, Robert Musil und weitere, ihre Ausführungen über Robert Walser wurden in Fachkreisen besonders beachtet.[1] Anne Gabrisch lebte viele Jahre in Berlin. Sie starb 2004 und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof bestattet.[2]
Anna Gabrisch war zuerst mit dem Schriftsteller Manfred Bieler verheiratet.[3] Danach heiratete sie den Grafiker Horst Hussel, der auch einige ihrer Bücher illustrierte. Ihre Tochter Anna Hussel verwaltet ihren Nachlass.
Werke (Auswahl)
Publikationen
- Autorin
- Rosinenauge und Mandelkern, Kinderbuchverlag Berlin, 1967, Kindergeschichten
- In den Abgrund werf ich meine Seele. Die Liebesgeschichte von Ricarda und Richard Huch, Nagel & Kimche, Zürich 2000
- Herausgeberin
- Albert Schaefer-Ast, Burlesken, Eulenspiegel, Berlin 1959
- Albert Schaefer-Ast, Fabuleux, Insel, Leipzig 1960
- Christian Morgenstern, Galgenlieder. Eine Auswahl, Reclam, Leipzig 1966, 7 Neuauflagen bis 1987 und drei Lizenzausgaben in der Bundesrepublik
- Schattenbilder der Goethezeit, 55 Bildtafeln, Insel, Leipzig 1966
- Paul Scheerbart, Münchhausens Wiederkehr, Eulenspiegel, Berlin 1966, auch Lizenzausgabe Zürich 1966
- Musenklänge aus Deutschlands Leierkasten, Neuausgabe, Eulenspiegel, Berlin 1967
- Robert Walser, Prosastücke, 2 Bände, Volk und Welt, Berlin 1967, 1969
- Rodolphe Töpffer, Komische Bildromane, 2 Bände, Herbig 1967, 1969
- Bettina von Arnim, Gritta von Rattenzuhausbeiuns, Kinderbuchverlag Berlin, 1968
- Ich will euch was erzählen, Kinderreime, Reclam Leipzig 1970, 8. Auflage 1987, außerdem drei Lizenzausgaben in der Bundesrepublik, ausgezeichnet bei Schönste Bücher der DDR
- Robert Walser, Geschwister Tanner, Roman, Volk und Welt, Berlin 1978
- Robert Walser, Jakob von Gunten, Roman, Volk und Welt, Berlin 1978
- Christian Morgenstern, Von dem großen Elefanten, Kinderbuchverlag Berlin 1984, 3. Auflage 1987
- Robert Musil, Essays, Reden, Kritiken, Volk und Welt, Berlin 1984
- Friederike Kempner, Gedichte, (Poesiealbum 239), Neues Leben, Berlin 1987
- Franz Blei, Porträts (Österreichische Bibliothek), Böhlau, Köln/Graz/Wien 1987[4]
- Ricarda Huch, Du, mein Dämon, meine Schlange ... Briefe an Richard Huch 1887–1897, Göttingen 1998
- Nachwort oder Zwischentexte
- Heinrich Zille, Berliner Jören, Kinderbuchverlag, Berlin 1961
- Ursula Walch, Bummelsteffen, Kinderbuchverlag Berlin 1967
Hörspiele
Anne Gabrisch schrieb auch die Tedte für sieben Hörspiele[5]
- Das kluge Bärbele, 7. Dezember 1960, Märchen der Brüder Grimm
- Der 35. Mai, 5. Juni 1963, nach Erich Kästner
- Besuch bei Herrn Pocadiribi , 7. Oktober 1963
- Die verflixten Bengels, 9. Juni 1965
- Der Mantel, 15. November 1965, nach Alfred Polgar
- Das kunstseidene Mädchen, 29. Mai 1975, nach Irmgard Keun
- Der Geldkomplex, DeutschlandRadio, 15. Dezember 1996, nach Franziska zu Reventlow
Literatur
- Konrad Feilchenfeldt (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Band 10. K. G. Saur, München 2000. S. 353
Weblinks
- Literatur von und über Anne Gabrisch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Anne Gabrisch. In: Deutsche Biographie (Index-Eintrag).
- Suche nach Anne Gabrisch. In: Deutsche Digitale Bibliothek