Anneli Bunyard
deutsch-britische Fotografin
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Leben
Anneliese Lerchenthal war eine Tochter des Mediziners Robert Lerchenthal (1880–1956), der auch Teilhaber des Augsburger Bankhauses August Gerstle war, und der Alice Schwartz (1885–1929), sie hatte zwei Geschwister. Lerchenthal machte 1932 das Abitur am Maria-Theresia-Gymnasium, eine Mitschülerin war Lotte Dann[1]. Das Bankhaus wurde 1936 von der Dresdner Bank arisiert, und Robert Lerchenthal floh mit dem Sohn zu der bereits emigrierten Tochter Grete nach Neuseeland.
Lerchenthal emigrierte 1936 nach Paris und von dort nach London, wo sie 1938 den Designer Claud Bunyard (1910–2005) heiratete, sie hatten den Sohn Peter Bunyard. In den 1940er Jahren arbeitete sie als Fotografin für die Modezeitschrift Vogue, 1942 eröffnete sie mit Inge Ader[2] in London das „Bunyard Ader studio“.
Sie porträtierte Schauspieler und steuerte Farbfotografien für das von Margaret Fisher verfasste Kinderbuch What A Thread Can Do bei. Bunyard starb Silvester 1949 in Rom bei einem Verkehrsunfall.
- Fotografien
- Stefan Zweigs Volpone in einer Aufführung des Emigrantentheaters Laterndl (1942)
- where do the threads come from? (1945)
- the drum which winds the warp (1945)
- FHK Henrion und Daphne Hardy Henrion in ihrem Haus in Hampstead (1947)
Schriften (Auswahl)
- Margaret Fisher: What a thread can do. In der Reihe How Things Are Made. Fotos Anneli Bunyard, Zeichnungen Patric O’Keeffe. London: Collins, 1945
Weblinks
- Anneli Bunyard photographer, Ben Uri Research Unit
- Anneliese Lerchenthal, bei »Spurensuche«. Die jüdischen Schülerinnen und die Zeit des Nationalsozialismus an der Maria-Theresia-Schule Augsburg, Haus der Bayerischen Geschichte
