Anneli Bunyard

deutsch-britische Fotografin From Wikipedia, the free encyclopedia

Anneli Bunyard (geboren als Anneliese Claire Lerchenthal 20. April 1913 in Augsburg; gestorben 31. Dezember 1949 in Rom) war eine deutsch-britische Fotografin.

Selbstporträt (signiert Ader Bunyard, ohne Datum)

Leben

Anneliese Lerchenthal war eine Tochter des Mediziners Robert Lerchenthal (1880–1956), der auch Teilhaber des Augsburger Bankhauses August Gerstle war, und der Alice Schwartz (1885–1929), sie hatte zwei Geschwister. Lerchenthal machte 1932 das Abitur am Maria-Theresia-Gymnasium, eine Mitschülerin war Lotte Dann[1]. Das Bankhaus wurde 1936 von der Dresdner Bank arisiert, und Robert Lerchenthal floh mit dem Sohn zu der bereits emigrierten Tochter Grete nach Neuseeland.

Lerchenthal emigrierte 1936 nach Paris und von dort nach London, wo sie 1938 den Designer Claud Bunyard (1910–2005) heiratete, sie hatten den Sohn Peter Bunyard. In den 1940er Jahren arbeitete sie als Fotografin für die Modezeitschrift Vogue, 1942 eröffnete sie mit Inge Ader[2] in London das „Bunyard Ader studio“.

Sie porträtierte Schauspieler und steuerte Farbfotografien für das von Margaret Fisher verfasste Kinderbuch What A Thread Can Do bei. Bunyard starb Silvester 1949 in Rom bei einem Verkehrsunfall.

Schriften (Auswahl)

  • Margaret Fisher: What a thread can do. In der Reihe How Things Are Made. Fotos Anneli Bunyard, Zeichnungen Patric O’Keeffe. London: Collins, 1945

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI