Annette Gigon

Schweizer Architektin und Professorin an der ETH Zürich From Wikipedia, the free encyclopedia

Annette Gigon (* 24. Mai 1959 in Herisau) ist eine Schweizer Architektin und em. Universitätsprofessorin.[1]

Annette Gigon (2021)

Werdegang

Annette Gigon studierte Architektur an der ETH Zürich (1978–84) und arbeitete anschließend bei Arcoop – Ueli Marbach und Arthur Rüegg in Zürich und bei Herzog & de Meuron in Basel (1985–87). Ab 1987 arbeitete sie selbstständig und gründete 1989 mit Mike Guyer das Architekturbüro Gigon/Guyer in Zürich.[2] Gigon lehrte als Gastprofessorin an der EPF Lausanne (2001–02) und der ETH Zürich (2008). war sie ordentliche Professorin für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich (2012–23).[3] Annette Gigon wurde 1995 in den BSA und 2003 in die Akademie der Künste Berlin aufgenommen. 1996 war Gigon Jurorin der Akademie Schloß Solitude in Stuttgart und lud u. a. Markus Grob ein.[4][3]

Werk (Auswahl)

Kirchner Museum

Das Kirchner Museum in Davos

Das Museumsgebäude wurde von Januar 1990 bis August 1992 in Davos realisiert. Das Kirchner Museum beherbergt das Werk des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner und war der erste grössere Auftrag des Büros. Das Museum wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.[5]

Erweiterung Kunstmuseum Winterthur

Die Erweiterung des Kunstmuseums Winterthur wurde zwischen 1993 und 1995 realisiert. Mit diesem Werk sowie dem Kunstmuseum Appenzell, gelangte Annette Gigon ins Finale des Mies van der Rohe Award für Europäische Architektur der Europäischen Union.[6]

Prime Tower

Baustelle Prime Tower, April 2011

Das ikonische Hochhaus in Zürich West war nach seiner Fertigstellung 2011 bis 2015 das höchste Gebäude der Schweiz. Die Planung des Prime Tower hatte bereits 2004 begonnen, die Bauarbeiten dauerten von 2008 bis im Dezember 2011.[7]

Weitere Werke (Auswahl)

Auszeichnungen

  • Baupreis des Architektur Forum Zürcher Oberland
    • 2019 Mehrfamilienhaus in Küsnacht
    • 2016 Wohnüberbauung Zellweger-Areal, Uster
  • Architektur Preis Kanton Zürich 2016 – Zellweger Park, Uster mit der Wohnüberbauung Zellweger-Areal
  • Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich:
    • 2016 Bürohochhaus Prime Tower
    • 2005 Wohnüberbauung Pflegi-Areal in Zürich
    • 2001 Zwei Häuser in Zürich
  • Tageslicht-Award 2012 für das Kirchner Museum Davos
  • Auszeichnung guter Bauten der Stadt Wädenswil für die Wohnhäuser Park Grünenberg in Wädenswil, 2008
  • BDA Preis Niedersachsen 2003, für das Museum und Park Kalkriese
  • Fritz-Schumacher-Preis für beispielhafte Leistungen in der Architektur, 2002
  • Weser-Ems-Preis für Architektur und Ingenieurbau 2001 für Museum und Park Kalkriese in Deutschland
  • Alcopor-Preis für die Museumserweiterung Winterthur, 2000
  • Auszeichnung Bauen in den Bergen, 1. Preis Sexten Kultur Italien für das Kirchner Museum Davos
  • RIBA international Fellowship 2009
  • Auszeichnung für gute Bauten Graubünden
    • 2001 Sportzentrum in Davos
    • 1995 für das Kirchner Museum Davos

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2012: «Inflection of Common Ground in Several Cases», Beitrag von Gigon/Guyer für die 13. Internationale Architektur Biennale, Venedig
  • 2012: «Annette Gigon / Mike Guyer», Haupthalle, Zentrum, ETH Zürich; Architektur Galerie Berlin
  • 2005: «gebaut nicht gebaut», Architektur Forum Zürich
  • 1993: «Werkstoff», Architekturgalerie Luzern

Publikationen (Auswahl)

  • Annette Gigon, Mike Guyer, Arend Kölsch (Hrsg.): Bürogebäude. gta Verlag ETH Zürich, 2019, ISBN 978-3-85676-396-1.
  • Annette Gigon, Mike Guyer, Gregory Grämiger, Barbara Schlauri, Ulrike Traut (Hrsg.): Bibliotheksbauten. gta Verlag ETH Zürich, 2018, ISBN 978-3-85676-381-7.
  • Annette Gigon, Mike Guyer, Felix Jerusalem (Hrsg.): Residential Towers. gta Verlag ETH Zürich, 2016, ISBN 978-3-85676-349-7.
  • a+u 14:08 Architecture and Urbanism No. 527: Gigon/Guyer. Tokyo 08:2014
  • Gigon-Guyer Architekten: Arbeiten 2001–2011. anlässlich der Ausstellung Annette Gigon, Mike Guyer an der ETH Zürich, Dezember 2011 – Januar 2012, Lars Müller Publishers, Baden 2012, ISBN 978-3-03778-257-6.
  • El Croquis. Nr. 143: Annette Gigon / Mike Guyer 2001–2008. Madrid 2009.
  • a+u Architecture and Urbanism. Special Issue November 2006, Gigon / Guyer – matter, colour, light and space. Tokyo 2006.
  • Adrian Schiess (Fotos), Max Wechsler (Text), Heinz Wirz (Hrsg.), Maureen Oberli-Turner (Übersetzung): Farbräume, Zusammenarbeit mit den Architekten Herzog & de Meuron und Gigon/Guyer 1993–2003. Quart, Luzern 2004, ISBN 3-907631-38-2 (deutsch, englisch).
  • Edelbert Köb (Hrsg.): Museum Liner Appenzell, Gigon & Guyer. Kunsthaus Bregenz, Hatje Cantz, Ostfildern 2000, ISBN 3-7757-1010-8.
  • Christoph J. Bürkle (Hrsg.): Gigon Guyer Architekten. Arbeiten 1989–2000. Niggli Verlag, Sulgen 2000, ISBN 3-7212-0344-5.
  • El Croquis. Nr. 102: Annette Gigon / Mike Guyer 1989–2000. Madrid 2000.

Einzelnachweise

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