Anni Laakmann

deutsche Schachspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Anni Laakmann (* 5. Januar 1937 in Ossenberg; † 18. September 2025[2]) war eine deutsche Schachmeisterin und seit 1983 FIDE-Meisterin der Frauen.

Schnelle Fakten
Anni Laakmann (1978)[1]
Verband Deutschland Deutschland
Geboren 5. Januar 1937
Ossenberg, Deutsches Reich
Gestorben 18. September 2025
Titel FIDE-Meister der Frauen (1983)
Aktuelle EloZahl 2185 (Oktober 2019)
Beste EloZahl 2185 (seit Januar 1987)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)
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Leben

Anni Laakmann, von Beruf Küchenmeisterin, war bei den Stuttgarter Straßenbahnen beschäftigt.

Erst im Alter von 29 Jahren erlernte sie das Schachspielen, und zwar im Selbststudium aus Büchern. Bereits 1970 wurde sie Meisterin von Württemberg-Hohenzollern und gewann im selben Jahr die Deutsche Meisterschaft der Damen. Insgesamt siegte Anni Laakmann vier Mal in Folge bei den Deutschen Damenmeisterschaften, und zwar 1970 in Lauterbach (Hessen), 1972 in Burg (Dithmarschen), 1974 in Kassel und 1976 in Brilon.[3]

Sie war Mitglied im Mönchfelder SV 1967.[4] Laakmann wurde bei der FIDE als inaktiv geführt, nachdem sie ab 1984 keine Elo-gewertete Partie mehr spielte.

Gisela Fischdick und Anni Laakmann, Schacholympiade 1980 in Valletta

Internationale Erfolge

Einzelturniere

Beim Zonenturnier der Frauen 1973 in Wijk aan Zee, das Jana Hartston gewann, wurde Anni Laakmann Sechste bei 18 Teilnehmerinnen. Sie gewann unter anderen gegen Corry Vreeken.[5]

1977 in Bad Kissingen belegte sie den dritten Platz hinter Marta Litinskaja und Gisela Fischdick bei der 1. Internationalen Deutschen Damenmeisterschaft.[6]

Mannschaftsturniere

Dominikanische Republik – Deutschland (Anni Laakmann, Barbara Hund, Gisela Fischdick), Schacholympiade 1980 in Valletta

Sie nahm sechsmal an Schacholympiaden der Frauen für das Team der BRD teil, und zwar ab der Schacholympiade 1972 in Skopje bis zur Schacholympiade 1982 in Luzern.

Bei der Schacholympiade 1978 in Buenos Aires errang sie mit der deutschen Mannschaft die Bronzemedaille.[7] Eine individuelle Goldmedaille für das beste Ergebnis am Damenbrett erhielt sie beim Nordic Chess Cup 1973.[8]

Werke

Quellen

  • Meyers Schachlexikon. Meyers Lexikonverlag, 1993, S. 165, ISBN 3-411-08811-7.
  • Klaus Lindörfer: Großes Schach-Lexikon. Mosaik Verlag, 3. Auflage 1984, S. 147–148 (Bild), ISBN 84-499-8080-1.

Einzelnachweise

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