Antholzer Bach
Fluss in Italien
From Wikipedia, the free encyclopedia
Der Antholzer Bach (italienisch Rio Anterselva) ist ein rund 19,3 Kilometer langer rechter Zufluss der Rienz in Südtirol.
| Antholzer Bach Rio Anterselva | ||
|
| ||
| Daten | ||
| Lage | Gemeinde Rasen-Antholz, Südtirol, Italien | |
| Flusssystem | Etsch | |
| Abfluss über | Rienz → Eisack → Etsch → Adria | |
| Flussgebietseinheit | Alpi Orientali | |
| Ursprung | Antholzer See 46° 53′ 3″ N, 12° 9′ 35″ O | |
| Quellhöhe | 1642 m s.l.m. | |
| Mündung | bei Neunhäusern in die Rienz 46° 46′ 21″ N, 12° 1′ 40″ O | |
| Mündungshöhe | 980 m s.l.m.[1] | |
| Höhenunterschied | 662 m | |
| Sohlgefälle | 34 ‰ | |
| Länge | 19,3 km[1] | |
| Einzugsgebiet | 112 km²[2] | |
Geographie
Der Antholzer Bach entspringt im Antholzer See auf 1642 m Höhe im Talschluss des Antholzer Tals. In seinem Oberlauf ist er teilweise im Naturpark Rieserferner-Ahrn unter Schutz gestellt. Er entwässert ein Gebiet von rund 112 km² und wird von zahlreichen Nebenbächen gespeist, die ihm aus der Rieserfernergruppe und den Villgratner Bergen zuströmen. In seinem Verlauf durchfließt er der Reihe nach die Siedlungen und Ortschaften Antholz Obertal, Antholz Mittertal, Antholz Niedertal, Oberrasen und Niederrasen, die allesamt zur Gemeinde Rasen-Antholz gehören. Nach Niederrasen erreicht der Antholzer Bach das Pustertal, wo er bei Neunhäusern auf 980 m Höhe in die Rienz mündet.
Name
Der Antholzer Bach ist bereits im 15. Jahrhundert als „der Pach, der durch Entholz rinnt“ oder einfach „das Wasser“ sowie 1768 als „Antholzerpach“ bezeugt.[3]
Hydroelektrische Nutzung
Das Elektrizitätswerk Antholz betreibt zwei Kraftwerke[4]:
- Die erste Wasserfassung erfolgt in Antholz-Obertal auf 1450 m. Die Zentrale in Mittertal auf 1249 m produziert jährlich 5,5 Mio. kWh.
- Die zweite Wasserfassung erfolgt in Antholz-Niedertal auf 1217 m. Die Zentrale in Niedertal auf 1122 m produziert jährlich 6,5 Mio. kWh.
Außerdem befindet sich oberhalb von Rasen eine Ableitung, deren Wasser den Triebwasserkanal zwischen Olanger Stausee und Kraftwerk Bruneck speist.[2]