Anton Peschka
österreichischer Maler
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Anton Emanuel Peschka (* 21. Februar 1885 in Wien; † 9. September 1940 ebenda) war ein österreichischer Kunstmaler.

Leben und Wirken

Peschka studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Christian Griepenkerl, wo Egon Schiele sein Freund und Studienkollege war. Er heiratete 1914 Schieles jüngste Schwester Gertrude.[1] Aus der Beziehung gingen vier Kinder hervor: Gerti, Anton, Susi und Egon.[2] Da die Tochter Gerti vor der Eheschließung zur Welt kam, wurde sie geheim gehalten und ist jung verstorben.[3] Durch Schiele wurde er auch mit Gustav Klimt bekannt. Das Wien Museum verwahrt ein Egon Schiele-Porträt seiner Hand.
Peschka stellte 1910 und 1919 im Wiener Künstlerhaus aus und war von 1922 bis 1935 Mitglied des Hagenbundes. 1921 gewann er einen Briefmarkenwettbewerb, 1925 einen Wettbewerb für die Gestaltung von Banknoten.
1910 stellte er in der Neukunstgruppe aus.[4] 1923 schrieb Fritz Karpfen begeistert in seinem Überblick über die österreichische Kunst über Peschka: „Seine Bilder sind durchdringend, sprengen die Form des Hergebrachten und bauen glücklich eine neue Darstellung auf ... Man fühlt, dass hier ein Künstler ist, der Großes vollbringen könnte, der das Zeug dazu vollkommen in sich trägt.“[5]
1922 – 1935 war Peschka als Mitglied des Hagenbundes bei fast allen Ausstellungen mit Werken vertreten. Mitglied der von Felix Albrecht Harta und Anton Faistauer begründeten Künstlervereinigung „Wassermann“, Salzburg. Ebenso war er an Ausstellungen der Künstlergruppe „Maerz“, Linz vertreten.[6]
Peschka wurde am Ober Sankt Veiter Friedhof bestattet. Ebendort auch sein Sohn Anton Peschka jr. (14. Jänner 1914; † 25. Juli 1997), der auch ein akademischer Maler war.[7] Wegen der Hinterlassenschaft seines gesamten Besitzes einschließlich vieler Zeichnungen von Egon Schiele an die Stadt Wien wurde diesem das Grab ehrenhalber gewidmet.[8]
Peschka schuf vor allem Akte und Landschaften. Sein Werk ist stark von Schiele geprägt. 1993 wurde der Peschkaweg in Wien-Hietzing nach ihm benannt.
- Blumenwiese mit Putti, Aquarell 1914, Wien Museum
- Berglandschaft, Linolschnitt, 1920, Wien-Museum
- Mutter mit Kind, 1922, Privatbesitz
- Bauernhäuser in Kandelschlag, Kreide (aquarelliert) 1924 Wien Museum
- Porträt Gerti Peschka, Kohle auf Papier (1925) Wien Museum
- Böhmerwalddorf im Winter, Aquarell auf Packpapier, 1933 Wien Museum
Museen
Werke Peschkas befinden sich in:
- Österreichische Galerie Belvedere, Wien[9]
- Albertina, Wien
- Kupferstichkabinett der Stadt Wien
- Wien Museum
- Heeresgeschichtliches Museum, Wien
Literatur
- Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Band 4: Le – Ro. Kremayr & Scheriau, Wien 1995, ISBN 3-218-00546-9.
- Friedhöfe Wien: Ehrenhalber gewidmete bzw. ehrenhalber in Obhut genommene Grabstellen im Friedhof OBER ST. VEIT.
- Ehrengrab: Ehrengrab Friedhof Ober St. Veit.
- Peschka, Anton. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 3: K–P. E. A. Seemann, Leipzig 1956, S. 573 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).