Antonio Licusati

italienischer Jazzmusiker (Kontrabass) From Wikipedia, the free encyclopedia

Antonio Licusati (* 25. Dezember 1964 in Salerno) ist ein italienischer Jazzmusiker (Kontrabass), der hauptsächlich in Frankreich tätig ist.

Leben und Wirken

Licusati brachte sich autodidaktisch das E-Bassspielen bei und spielte von 1979 bis 1984 in verschiedenen Blues- und Rockbands. Nach seinem Abitur begleitete er diverse italienische Popsänger auf Tourneen durch Europa, die USA, die UdSSR und Australien. Von 1986 bis 1992 nahm er an Workshops der Siena Jazz School unter der Leitung von Bruno Tommaso, Enrico Pieranunzi, Paolo Fresu und Furio Di Castri teil. Parallel dazu studierte er klassische Musik an der Scuola di Musica di Fiesole in Florenz.

Erste Aufnahmen entstanden 1993 mit dem Bollani – Licusati – Melani Trio. Von 1994 bis 1995 gehörte Licusati als Bassist zum Orchestra Nazionale Giovanile di Jazz Italiana. Von 1995 bis 1996 nahm er an Workshops mit Ray Brown, Marc Johnson und Palle Danielsson teil. 1996 zog er nach Paris, um seine professionelle Musikerkarriere fortzusetzen. Dort trat er mit Biréli Lagrène, Rodolphe Raffalli, Latcho Drom, Dorado Schmitt und Serge Camps auf. Langjährig war er Mitglied in den Combos von Angelo Debarre; auch gehörte er zum Trio von Ludovic Beier und zu Doudou Swing, mit denen ebenfalls Aufnahmen entstanden. In den USA tourte er mit den Django Festival All Stars bzw. den Django allStars, die mehrere Alben einspielten, zuletzt Evolution (2026).[1][2] Unter eigenem Namen legte er die Alben Jazzy Double Bass (2016)[3] und French Swing (2019) vor. Er ist auch auf Alben von Astier et les Frères Sakarine, L'esprit Roumain, Veronica Swift und Pierre Blanchard mit dem Metropole Orkest zu hören.

Preise und Auszeichnungen

1992 gewann Licusati den ersten Preis der Siena Jazz School. 1993 gewann er den ersten Preis beim italienischen Jazz-Wettbewerb „Summertime in Jazz“ im Trio mit Stefano Bollani (Klavier) und Andrea Melani (Schlagzeug) sowie den ersten Preis beim italienischen Jazz-Wettbewerb „Eurojazz“ im Trio mit Riccardo Onori (Gitarre) und Leonardo Riccio (Schlagzeug).

Einzelnachweise

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