Antonius Leconte
französischer Jurist, katholischer[1]Professor für Kirchenrecht und Autor
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Biographisches
Lecontes Vater war der im Dienst des französischen Königs stehende Beamte Johann Contius.[4]
Zu Bourges verteidigte Leconte im Jahr 1553 eine Streitschrift.[5] Leconte war nach eigener Aussage Schüler des Eguinaire Baron, entweder in Angers, wahrscheinlicher aber in Bourges.[4]
Im Jahr 1557 oder 1558 wurde Leconte an die Universität Bourges berufen, als Ersatz für den von Franciscus Duaren und Hugo Donell vertriebenen Professor Jacques Cujas. Leconte wird als Cujas’ „Freund und Bewunderer“ beschrieben. Duaren war neidisch auf seinen Cujas’ Lehrstuhl gewesen und Donell hatte sich ungerecht behandelt gesehen, diesen nicht erhalten zu haben.[2] Wegen des Widerstandes von Duaren und Donell konnte Leconte erst nach zwei Jahren seinem Lehrauftrag nachgehen.[2] Auch mit Franciscus Hotomanus scheint sich Leconte nicht einig gewesen zu sein, zumindest was die gelehrten Inhalte angeht.[6]
Schließlich ging Leconte im Jahr 1570 an die Universität Orléans. Unter den ihn hier schätzenden Studenten war auch Jacques-Auguste de Thou.[6] Vor seinem Tod wurde Leconte noch einmal nach Bourges zurückberufen.[4]
Leconte beschäftigte sich zeitlebens insbesondere mit der „Aufklärung und Verbesserung des Römischen Gesetzbuchs“. Er starb im Jahr 1577 oder 1586 und wurde in der Nähe von Franciscus Duarenus begraben.[4]
Ausgewählte Schriften
Literatur
- Gustav Hugo: Lehrbuch der Geschichte des römischen Rechts seit Justinian
- Conte (auch Contius, Antoine le) in: Heinrich August Pierer (Hrsg.): Pierers Enzyklopädisches Wörterbuch, Band 5. Altenburg 1825. S. 618. (Online)
- Anton Contius. In: Johann Friedrich Jugler: Beyträge zur juristischen Biographie, Band 3. Leipzig 1777. S. 52–60. (Online)
