Apfelfaltenlaus
Art der Gattung Dysaphis
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Apfelfaltenlaus (Dysaphis devecta) ist eine Blattlausart aus der Familie der Blattläuse (Aphididae), die auf Apfelbäumen lebt und dort charakteristische Blattverformungen verursacht[1]. Sie gehört zur Dysaphis devecta-Artengruppe, die auch Dysaphis anthrisci und Dysaphis chaerophylli umfasst.
| Apfelfaltenlaus | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dysaphis devecta | ||||||||||||
| Walker, 1849 |
Merkmale
Die Laus verursacht eine seitliche Einrollung der Apfelblätter, die sich dabei rötlich verfärben und eine typische Galle bilden[2]. Die ungeflügelten Tiere (Apterae) sind blaugrau und mit Wachspulver bedeckt. Die zukünftigen geflügelten Stadien (Alatae) sind dunkelgrün bis rötlich. Die Antennen der Apterae sind kürzer als die Distanz vom Frons zur Basis der Siphunculi.
Lebenszyklus
Die Apfelfaltenlaus bleibt ganzjährig auf Apfelbäumen und hat keinen Wirtswechsel[3]. Die sexuellen Formen erscheinen bereits vor dem Hochsommer, nach nur drei parthenogenetischen Generationen. Die Überwinterung erfolgt als Ei auf dem Apfelbaum.
Wirtspflanzen
Die Art wurde auf mehreren Arten der Gattung Malus nachgewiesen:
- Kulturapfel
- Kirschapfel
- Japanischer Wildapfel
- Kaukasusapfel
- Pflaumenblättriger Zierapfel
- Asiatischer Wildapfel[4]
Ökologie
Die Apfelfaltenlaus ist ein Phloemsauger und bevorzugt kleinere Blattadern. Studien zeigen, dass die apteren Stadien in Gallen eine höhere Energieausbeute erzielen als andere morphologische Formen oder andere Blattlausarten wie Aphis pomi[3].
Natürliche Feinde
In Ankara (Türkei) wurden sechs Marienkäferarten als Prädatoren identifiziert, darunter:
Auch Larven von Gallmücken (Cecidomyiidae) wurden in Gallen gefunden.
Schadwirkung
Im Gegensatz zu der Mehligen Apfelblattlaus gilt die Apfelfaltenlaus als geringfügiger Schädling, der selten Bekämpfungsmaßnahmen erfordert. In Versuchen wurde gezeigt, dass natürliche Gegenspieler die Populationen ausreichend regulieren können. Kaolin-basierte Spritzmittel zeigten keine signifikante Wirkung[1].