Apiol

organische Verbindung, Naturstoff From Wikipedia, the free encyclopedia

Apiol ist ein Phenylpropanoid und ein wesentlicher Bestandteil der ätherischen Öle verschiedener Petersiliesorten und des Selleries. Apiol ist ein Isomer des Dillapiol.

Glatte Petersilie enthält Apiol.
Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Apiol
Allgemeines
Name Apiol
Andere Namen
  • 1-Allyl-2,5-dimethoxy-3,4-(methylendioxy)-benzol
  • 5-Allyl-4,7-dimethoxy-1,3-benzodioxol
  • 4,7-Dimethoxy-5-prop-2-enyl-1,3-benzodioxol
  • Petersiliencampher
Summenformel C12H14O4
Kurzbeschreibung

farblose, nadelförmige Kristalle, mit charakteristischem Geruch nach Petersilie[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 523-80-8
EG-Nummer 208-349-2
ECHA-InfoCard 100.007.592
PubChem 10659
ChemSpider 21106259
Wikidata Q21071561
Eigenschaften
Molare Masse 222,23 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,02 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

29,5 °C[2]

Siedepunkt

294 °C[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[3]
Toxikologische Daten

1000 mg·kg−1 (LD50, Maus, s.c.)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Bereits im Mittelalter wurden apiolhaltige Zubereitungen als pflanzliche Mittel[4] zum Schwangerschaftsabbruch benutzt.[5]

1715 entdeckte der Leipziger Apotheker Heinrich Christoph Link Apiol bei der Wasserdampfdestillation von Petersilienöl. 1855 stellten Joret und Homolle fest, dass eine Behandlung mit Apiol sehr gut bei Amenorrhoe (Ausbleiben der Menstruation) hilft.

Apiol kann allergische Reaktionen hervorrufen. Hohe Dosierungen führen zu Leber- und Nierenschäden.

Literatur

Shulgin, Alexander (1967): Psychotropic Phenylisopropylamines derived from Apiole and Dillapiole. In: Nature. Bd. 215, S. 1494–1495. PMID 4861200, HTML

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI