Arabisches Bergkraut
Art der Gattung Micromeria
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Das Arabische Bergkraut (Clinopodium serpyllifolium subsp. fruticosum, Syn.: Micromeria fruticosa), auch bekannt als Arabische Felsenlippe, ist eine Unterart der Pflanzenart Clinopodium serpyllifolium aus der Gattung der Bergminzen (Clinopodium) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
| Arabisches Bergkraut | ||||||||||||
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Arabisches Bergkraut (Clinopodium serpyllifolium subsp. fruticosum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Clinopodium serpyllifolium subsp. fruticosum | ||||||||||||
| (L.) Bräuchler |
Beschreibung

Vegetative Merkmale
Das Arabische Bergkraut wächst als immergrüner Zwergstrauch, der Wuchshöhen von 40 bis 60, selten bis zu 100 Zentimetern erreicht. Es ist frostempfindlich und fein seidig behaart.[1]
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist relativ kurz. Die einfache Blattspreite ist mit einer Länge von bis zu 2 Zentimetern relativ kleinen, doppelt so lang wie breit, eiförmig bis lanzettlich mit stumpfen bis rundspitzigem oberen Ende. Sie sind ganzrandig bis leicht gezähnt oder buchtig.
Generative Merkmale
In der Levante erscheinen die Blüten zwischen Juli und November. Viel Blüten befinden sich in Scheinquirlen. Die zwittrige Blüte ist zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Blütenkrone ist weißlich.
Die Klausenfrucht ist relativ klein.
Vorkommen
Systematik und Verbreitung
Die Art Clinopodium serpyllifolium wurde 1808 von Friedrich August Marschall von Bieberstein in Flora Taurico-Caucasica, Band 2, Seite 40 als Nepeta serpyllifolia erstbeschrieben. Die Neukombination zu Clinopodium serpyllifolium (M.Bieb.) Kuntze wurde 1891 durch Carl Ernst Otto Kuntze in Revisio Generum Plantarum, Band 2, Seite 515 veröffentlicht.
Je nach Autor gibt es von der Art Clinopodium serpyllifolium etwa vier Unterartent:[3]
- Clinopodium serpyllifolium subsp. brachycalyx (P.H.Davis) Bräuchler (Syn.: Micromeria fruticosa subsp. brachycalyx P.H.Davis): Sie kommt in der Türkei und im Gebiet von Syrien und Libanon vor.[3]
- Clinopodium serpyllifolium subsp. fruticosum (L.) Bräuchler (Syn.: Satureja fruticosa (L.) Briq., Melissa fruticosa L.): Sie kommt nur im östlichen Spanien vor.[3]
- Clinopodium serpyllifolium subsp. giresunicum (P.H.Davis) Bräuchler (Syn.: Micromeria fruticosa subsp. giresunica P.H.Davis): Sie kommt in der Türkei vor.[3]
- Clinopodium serpyllifolium (M.Bieb.) Kuntze subsp. serpyllifolium: Sie kommt von Italien und der Balkanhalbinsel bis zur Türkei vor.[3]
Inhaltsstoffe und Namensgebung
Abhängig vom Alter der Pflanzenteile besteht das ätherische Öl großteils aus den Monoterpenen Pulegon oder später Isomenthol.[2]
Das Arabische Bergkraut ist im heutigen modernen Hebräisch als zuta levana (זוטה לבנה oder זוטא לבנה) und im Arabischen als ashab a-shai (عشب الشاي) bekannt.[5] Die Beduinen Israels verwenden jedoch den arabischen Namen qurniyya (arabisch: القورنِيه), von dem man annimmt, dass er mit dem hebräischen qoranit wortverwandt ist, das ein in der Mischna beschriebenes aromatisches Kraut bezeichnet.[6]
Nutzung
Die aromatischen Laubblätter des Arabischen Bergkraut werden (ähnlich Minze) zur Herstellung von Aufgüssen verwendet. Sie ist für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt. In der Volksheilkunde wurde sie zur Behandlung von Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Augeninfektionen, Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Müdigkeit, Erschöpfung, Erkältungen und offenen Wunden verwendet.[2] Andere Anwendungen umfassen die Herstellung eines Umschlags aus den gekochten Laubblättern und das Auftragen auf Verbrennungen und Hautinfektionen, oder das Trinken eines Aufgusses aus den Blättern zur Linderung von Bauchschmerzen, oder das Gurgeln damit zur Behandlung von Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen.[7]
Frische oder getrocknete Pflanzenteile werden in der Küche häufig als Gewürz verwendet.[1]
Literatur
- A. O. Chater, E. Guinea: Micromeria Bentham. S. 167 f. Thomas Gaskell Tutin, Vernon Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 3: Diapensiaceae to Myoporaceae., Cambridge University Press, Cambridge, 1972, ISBN 0-521-08489-X. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
- C. Bräuchler, H. Meimberg, G. Heubl: New names in Old World Clinopodium -the transfer of the species of Micromeria sect. Pseudomelissa to Clinopodium. In: Taxon, Volume 55, Issue 4, 2006, S. 977–981. doi:10.2307/25065692