Arawak Energy

Gas- und Ölexplorationsunternehmen des weltweit größten Rohstoffhändlers Vitol From Wikipedia, the free encyclopedia

Arawak Energy ist das Gas- und Ölexplorationsunternehmen des weltweit größten Rohstoffhändlers Vitol.

Die Produktion von Arawak Energy belief sich im August 2018 auf rund 7,500 boe pro Tag.

Das Unternehmen gilt als strategisch bedeutend, weil seine operativen Schwerpunkte in politisch sensiblen Regionen wie Russland, Kasachstan und Aserbaidschan liegen. Als Teil von Vitol dient Arawak als der "Upstream"-Arm (Produktion), der die Handelsaktivitäten des Mutterkonzerns mit physischen Rohstoffen aus eigenen Quellen unterstützt.

Nicht alle Explorations-Aktivitäten, Geschäftsverbindungen oder Beteiligungen macht Arawak Energy öffentlich.[1]

Geschichte

Das Unternehmen Arawak wurde ursprünglich im September 1985 als Iskut Gold Corporation in British Columbia, Kanada, gegründet. Ab den 1990er Jahren konzentrierte sich das Unternehmen auf die Übernahme von Gas- und Ölförderanlagen in der ehemaligen Sowjetunion, den späteren GUS-Staaten. Insbesondere in Kasachstan, Russland und Aserbaidschan war die Firma aktiv.

1994 änderte es seinen Namen in A&B Geoscience Coperation und schließlich im Juni 2003 in Arawak Energy Corporation. Der Name bezieht sich auf die Arawak, eine indigene Ethnie an der Nordküste Südamerikas.

Im April 2009 wurden Arawak von Vitol übernommen und dessen Aktien von den Börsen in Toronto und London genommen. Seitdem wird Arawak als 100-prozentige Tochtergesellschaft von Vitol geführt, verwaltet deren Onshore-Anlagen weltweit und ist eng mit deren Struktur verbunden. Der spätere britische Staatssekretär Alan Duncan (Tories) trat Arawak im April 2008 als nicht-geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei, nur wenige Wochen, bevor der britisch-kanadische Ölkonzern durch einen Börsengang an der Londoner Börse Kapital aufnahm. Duncan wurde im Schattenkabinett von Tony Blair als Wirtschaftsminister gehandelt. Duncan unterschrieb einen Vertrag, jährlich vier Wochen für Arawak zu arbeiten und für diese für diese 20 Arbeitstage 35.000 Pfund pro Jahr zu erhalten.[2] Duncan selbst bestätigte mit dem Chef von Vitol Ian Taylor eng befreundet zu sein.[3][4]

Arawak hat Niederlassungen in Dubai, Poltawa und Kiew (Ukraine), Baku (Aserbaidschan), Mexiko-Stadt und Posen-Rica (Polen). Mehr als 400 Mitarbeiter arbeiten für Arawak.[5] Ein Subunternehmen ist Arawak Energy Cyprus auf Zypern.[5] Unter der Vitol-Führung weitete Arawak seine Aktivitäten auf die Ukraine aus. 2012 und 2013 investierte das Unternehmen massiv in die Exploration in der Region Poltawa und erwarb eine 50-prozentige Beteiligung an der Geo Alliance Group, einer der größten privaten ukrainischen Öl- und Gasförderunternehmen. Hinter ihr steht der ukrainische Geschäftsmann Viktor Pinchuk. Arawak verkaufte diese Beteiligung im Dezember 2021 an die EastOne Group zurück und beendete damit sein Engagement in der Ukraine kurz vor dem russischen Einmarsch.

Exploration

Arawak hält Beteiligungen an den Produktionsfeldern der ZAO PechoraNefteGas und LLC NK Recher-Komi in Russland. Die Aktivitäten werden meist über 50/50-Joint Ventures mit russischen Firmen, aber auch mit anderen internationalen Partnern wie  Lundin Petroleum (heute Teil der norwegischen Aker BP)  abgesichert.

Das Unternehmen betreibt mehrere Ölfelder und Explorationsstandorte in Südwest Gobustan in Aserbaidschan.

Südwest Gobustan

Das Gasfeld des Gobustan-Projekts hatte seine Spitzenproduktion im Jahr 2012 erreicht und die Exploration wird auf Grundlage wirtschaftlicher Annahmen bis zum Erreichen der wirtschaftlichen Grenze des Feldes im Jahr 2028 fortgesetzt. Der Haupteigner des Projekts ist BP, danach Vitol via Arawak und zu ungefähr gleichem Anteil der staatliche Aserbaidschanische Ölkonzern.[6]

Einzelnachweise

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